05.01.2004
Evangelische Allianz mit der Impulstour 2004 im Magazin Antenne des Evangeliums-Rundfunk
Ein Interview mit Rudolf Westerheide, Referent der Deutschen Evangelischen Allianz
Evangelische Allianz mit der Impulstour 2004 im Magazin Antenne des Evangeliums-Rundfunk
Ein Interview mit Rudolf Westerheide, Referent der Deutschen Evangelischen Allianz
Rudolf Westerheide hat für die Programmzeitschrift „Antenne“ des Evangeliums-Rundfunk www.erf.de ein Interview über die Arbeit der Evangelischen Allianz gegeben und dabei auch zu Fragen der Impulstour Stellung genommen. Wir übernehmen dieses Interview gerne auf unsere Internetseiten.
Evangelische Allianz - was ist das im Jahr 2004?
Eine weltweite Bewegung, in der Christen die von Gott gegebene Einheit aller seiner Kinder sichtbar machen und leben. Das tun wir nicht aus Vergnügungssucht, sondern weil wir nur gemeinsam den Auftrag ausführen können, den Jesus uns gegeben hat: Unsere Nachbarschaft, unsere Firmen, unsere Länder und Kontinente zu durchdringen mit dem Evangelium und der spürbaren Liebe Gottes.
Wie geschieht das?
Die 123 nationalen Allianzen sind ganz unterschiedlich organisiert. Je nachdem, ob sie z.B. in einem islamischen Land leben, in einem orthodoxen Umfeld, oder ob evangelikale Christen die stärkste Bevölkerungsgruppe darstellen. In Lateinamerika etwa ist die Evangelische Allianz zunächst ein Bündnis evangelikaler Gemeinden, in Großbritannien tritt sie vor allem als nationale Organisation mit starkem Einfluss in Politik und Gesellschaft in Erscheinung, während Allianz in Deutschland besonders intensiv an der Basis gelebt wird. Die Verwurzelung in 1.250 örtlichen Gruppen ist weltweit einzigartig und wird inzwischen als modellhaft für andere Länder und Kontinente gesehen. Dazu kommen landesweit tätige Werke, wie z.B. der ERF, die aus der Allianz hervorgegangen sind.
Gibt es bei dieser Verschiedenheit etwas, was Evangelische Allianz weltweit verbindet und ausmacht?
Zunächst verbindet uns natürlich die Tatsache, dass wir wiedergeborene Christen sind. Das Fundament der biblischen Lehre, auf dem wir miteinander stehen, ist in der Glaubensbasis zusammengefasst. Zur Geschichte, vor allem aber zum Wesen der Evangelischen Allianz gehört außerdem, dass wir eine Gebetsbewegung sind, weil die Einheit als solche und der gemeinsame missionarische Auftrag nur betend bewältigt werden können.
Was kennzeichnet die weltweite evangelikale Bewegung derzeit?
Bei aller Unterschiedlichkeit geht die Berufung Gottes mehr und mehr in Richtung auf eine ganzheitliche Mission. Dazu gehört auch, dass der diakonische Dienst eine gesellschaftsrelevante Dimension, bis hin zu politischen Engagement bekommt.
Die Evangelische Allianz gibt es jetzt seit fast 160 Jahren. Ist ihre Zeit nicht langsam vorbei?
Weltweit gilt das gar nicht, sondern im Gegenteil: Die Evangelische Allianz ist eine ungeheuer dynamische und wachsende Bewegung. Jedes Jahr entstehen neue nationale Allianzen - vor allem in Osteuropa - und andere gewinnen an Dynamik. Und: Sie ist für die Einheit der Christen in einer globalisierten Welt bis heute ohne Alternative.
Wie sieht es in Deutschland aus?
Auch hier sehen wir neue Aufbrüche, und zwar überall da, wo Christen ausbrechen aus dem Kreisen um sich selbst und ihre Gemeinden und wo sie aus leidenschaftlicher Hingabe an Jesus eine gemeinsame Vision entwickeln, wie ihre Stadt oder ihr Dorf mit dem Evangelium erreicht werden kann. Allerdings: Wo diese Leidenschaft und die Vision fehlt, da gibt es viele Erstarrungen bis hin zur Leblosigkeit.
Mittlerweile gibt es neben der Evangelische Allianz weitere Einheitsbewegungen. Fürchten Sie da keine Konkurrenz?
Nein. Was zählt ist nicht die Evangelische Allianz, sondern die Einheit. Wenn diese vor Ort auf einer besseren Plattform gelebt werden kann - warum nicht? Wovor ich mich fürchte, ist allerdings eine Fülle neuer Bewegungen, von denen jede die umfassende Einheit neu erfindet, so dass wir schließlich mit vielen parallelen Einheitsnetzwerken dastehen. Das Ergebnis wäre nicht mehr Einheit, sondern eine Zersplitterung der Gemeinde Jesu.
Für dieses Jahr planen Sie die Impulstour. Was hat es damit auf sich?
Acht Veranstaltungen für acht Regionen mit Programmen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Wir bieten Information über das, was es nach dem Willen Jesu mit dem Reich Gottes auf sich hat und wie das heute gelebt wird; Inspiration dafür, wie Einheit vor Ort in konkreten Schritten aufgebaut werden kann und Motivation, damit anzufangen.
Die Programme werden multimedial und mit künstlerischen Mitteln präsentiert. Das feierliche Element gipfelt in der Aufführung eines eigens für die Impulstour komponierten Musicals. Wir möchten, dass ganz viele Christen, die bisher nur im Horizont ihrer eigenen Gemeinde oder Gruppe leben, Einheit so verstehen und erleben, dass sie an ihrem Ort miteinander neu aufbrechen.
Im Juli ist die Impulstour vorbei. War es das dann, oder kommt da noch was nach?
Wenn die Tour vorbei ist, werden die Impulse sich fortsetzen und Kreise ziehen. Natürlich haben wir das nicht in der Hand, aber viele Christen im ganzen Land haben den Eindruck: Die Zeit ist reif für ein neues Niveau der Einheit. Dazu wird die Selbstverpflichtung zur gegenseitigen Achtung und Kooperation beitragen, die wir mit der Tour ins Land geben, sowie verschiedene Hilfsmittel, um das Thema Einheit in den Gemeinden und Gruppen zu erarbeiten. Dazu gehört das Buch „Eins – wie wir als Christen glaubwürdig werden“, das jetzt im Brockhaus-Verlag erschienen ist, sowie ein Kurs mit Arbeitsblättern zu jedem der sieben Kapitel des Buches, der zur Impulstour selbst erscheinen wird.
Das Buch "Eins - wie wir als Christen glaubwürdig werden" ist im Brockhaus-Verlag erschienen und kann über den Buchhandel bezogen werden oder über das Evangelische Allianzhaus Bad Blankenburg versandstelle@ead.de zum Preis von 7,90 € plus Versandkosten.