02.12.2004
"Pille danach" weiter rezeptpflichtig: BVL-Vorsitzende spricht von "Sieg der Vernunft"
Berlin (ALfA). Die Entlassung der "Pille danach" aus der Verschreibungspflicht ist derzeit nicht in Aussicht genommen. In einer Pressemitteilung des Bundesverband Lebensrecht (3. Dezember) heißt es, dies habe das Bundesministerium für Gesundheit der Bundestagsabgeordneten Dr. Flachsbarth auf deren Anfrage bereits vor Wochen mitgeteilt. Als Grund nannte das Ministerium, dass mit der erforderlichen Zustimmung des Bundesrates nicht zu rechnen sei.
Die Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht , Claudia Kaminski, zeigte sich erstaunt, dass diese Entscheidung bisher nicht zu den Medien vorgedrungen sei. "Offenbar hat das Ministerium eine stille Beerdigung dieses Vorhabens vorgezogen", erklärte Kaminski. "Eine von Pro Familia vehement erhobene Forderung ist damit gescheitert." Dies sei "ein Sieg der Vernunft". Es sei erfreulich, dass sich die Mehrheit der Bundesländer den schwerwiegenden Bedenken gegen eine rezeptfreie Abgabe der "Pille danach" nicht verschlossen habe.