07.08.2004
Breite Zustimmung zu den familienpolitischen Thesen der Deutschen Evangelischen Allianz
Familienwahlrecht ist überfällig
Breite Zustimmung zu den familienpolitischen Thesen der Deutschen Evangelischen Allianz
Familienwahlrecht ist überfällig
Breite Zustimmung zu den Thesen zur Familienpolitik, die von der Deutschen Evangelischen Allianz erstmals 1994 aufgestellt wurden, erntete der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, im Brennpunkt "Familienpolitik" während der 109. Bad Blankenburger Allianzkonferenz. Es müsse endlich eine Chancengleichheit für die verschiedenen Lebensmodelle geben. Die derzeitige Bundesregierung fördere mit dem Geld der Steuerzahler völlig einseitig die außerfamiliäre Kinderbetreuung und Erziehung, während jene leer ausgingen, die aus guten Gründen ihre Kinder selbst erziehen wollten. Diese Einseitigkeit führe schon mittelfristig und erst recht langfristig zu noch viel mehr sozialpolitischen Problemen, als sie jetzt in den Sozialversicherungen erkenntlich sei. Im Hinblick auf die derzeitigen Diskussionen müsse man leider den Betroffenen zurufen "Nur getrost, es kommt noch schlimmer!"
Eine Trendwende in der Familienpolitik ist überfällig
Dem Bevölkerungsrückgang mit den katastrophalen Folgen kann Steeb zufolge nur begegnet werden, in dem man den "andauernden gesellschaftlichen Undank" gegenüber dem "wichtigsten und zukunftsträchtigsten Beruf Mutter" beende und diese Tätigkeit mindestens anderen beruflichen Tätigkeiten ideell, materiell und sozialrechtlich gleichstelle. Dies könne durch eine Bezahlung hauptamtlicher Mütter und Väter geschehen, zumal dies auch finanziell viel günstiger wäre als die staatlich finanzierte und subventionierte Ganztagesbetreuung. Eine Trendwende sei freilich kaum zu erwarten, da die Mehrkinderfamilien, die wir so dringend bräuchten, nur noch eine verschwindend kleine Minderheit seien. Deshalb bedürfte es u.a. des auch von einem interfraktionellen Antrag im Deutschen Bundestag gestützten Kinder- bzw. Familienwahlrecht. Es könne ja nicht sein, dass man zwar für Kinder hohe Steuerlasten zahlen müsse, diese Personen aber in der demokratischen politischen Meinungsbildung keine Rolle spielen dürften.