04.08.2004

Für viele Christen ist der Glaube oft nur ein Gedankenspiel

Evangelische Allianz wirbt für Selbstverpflichtung zur Einheit<br />

Für viele Christen ist der Glaube oft nur ein Gedankenspiel

Evangelische Allianz wirbt für Selbstverpflichtung zur Einheit

B a d B l a n k e n b u r g, 5. August 2004 (idea) – Der geistliche Zustand vieler Christen läßt häufig zu wünschen übrig. Nach Ansicht des Vorsitzenden der Deutschen Evangelischen Allianz, Präses Peter Strauch (Witten) vom Bund Freier evangelischer Gemeinden, betrachten viele Gemeindemitglieder ihren Glauben oft nur als ein Gedankenspiel, das sich im Kopf ereigne und im Alltag keine Rolle spiele. Bei der Hauptkonferenz der Allianz, die unter dem Motto „Täter gesucht“ vom 4. bis 8. August im thüringischen Bad Blankenburg stattfindet, kritisierte er, daß Christen trotz anders lautender Anweisungen im Neuen Testament über einander redeten, egozentrisch lebten und mit einander stritten. Predigten, die zu Demut und Nächstenliebe aufriefen, fänden große Zustimmung, häufig aber kaum Konkretionen im persönlichen Leben. Die Mahnung des Apostels Jakobus, daß Christen nicht nur Hörer von Gottes Wort sein sollten, sondern auch Täter, sei „so aktuell wie selten zuvor“, sagte Strauch vor Journalisten. Er erinnerte an die Selbstverpflichtung der Allianz, für die während der Impulstour zur Einheit der Christen von April bis Juni geworben wurde. Darin verpflichten sich Christen, Mitchristen nicht herabzusetzen, nicht schlecht übereinander zu sprechen und andere theologische Meinungen nicht öffentlich zu kritisieren.