19.04.2004

Eins in Christus

Peter Strauch im Interview mit der Nachrichtenagentur idea über die Ziele der Impulstour<br />

Eins in Christus

Peter Strauch im Interview mit der Nachrichtenagentur idea über die Ziele der Impulstour

In einem idea-Interview äußert sich der Allianzvorsitzende Peter Strauch ausführlich zu den Zielen und Fragen rund um die Impulstour der Deutschen Evangelischen Allianz. Hier der Wortlaut:

In vielen Kirchen – vor allem den nicht-katholischen – wird allenthalben der Wunsch nach mehr Ökumene, mehr Einheit mit anderen Kirchen, ja inzwischen auch mit anderen Religionen laut. Doch was ist Ursache, was letztliches Ziel religiöser Einheit? Die Deutsche Evangelische Allianz führt in den nächsten Wochen in acht Großstädten unter dem Motto „Eins – Aufbruch zur Einheit“ Veranstaltungen durch, Impulstour genannt. Auf diese Weise will der Dachverband von 1,3 Millionen evangelikalen Protestanten zu mehr Einheit unter Christen beitragen. Die Tour beginnt am 24. April in Hannover. Es folgen Hamburg, Essen, Stuttgart, Chemnitz, Berlin, München und Frankfurt am Main. Das Thema Einheit ist gleichzeitig innerhalb der evangelikalen Bewegung umstritten. Ein konservativer Flügel lehnt insbesondere jede Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche, aber auch mit liberalen evangelischen Landes- oder Freikirchen ab. Zu allem ein Interview mit dem Vorsitzenden der Deutschen Evangelischen Allianz, Peter Strauch (Witten), im Hauptberuf Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden. Mit ihm sprach Helmut Matthies.

idea: Als sich die Evangelische Allianz 1846 in London bildete, galt sie als die erste innerprotestantische ökumenische Bewegung überhaupt. Warum macht nun eine Einheitsbewegung eine Konferenzserie für noch mehr Einheit?
Strauch: Weil auch unter den Evangelikalen, die die Evangelische Allianz in besonderer Weise zusammenführt, nicht mehr klar ist: Was sind eigentlich Ursache und Ziel der Einheit unter uns Christen? Einheit wird heute oft emotional verstanden: daß also Menschen zusammenkommen, die sich gut verstehen, eine ähnliche Wellenlänge haben. Doch darum geht es nicht, wenn Jesus Christus von Einheit spricht.

idea: Um was dann?
Strauch: Alle Menschen, die sich dafür entschieden haben, mit Jesus Christus zu leben (im Pietismus spricht man von Bekehrung), sind damit „eins in Christus“ – egal, welcher Kirche, welchem Volk oder welcher Altersgruppe sie angehören.

Einheit kommt von Gott

idea: Was heißt das konkret: „eins in Christus“?
Strauch: Das Entscheidende hat Gott getan. Durch ihn sind Christen untrennbar miteinander verbunden. Das ist eine Tatsache und nicht etwas, was erst durch uns zu machen wäre. Die Evangelische Allianz schafft also keine Einheit, sondern sie hilft mit, die von Gott geschaffene Einheit für alle Welt erkennbar zu machen. Und angesichts der Menschen in unserem Land, die kaum noch etwas von Gott wissen und das biblische Evangelium nicht mehr kennen, ist das wichtiger denn je. Wie sollen sie der Liebe Gottes vertrauen, wenn wir Christen uns bekriegen, gegeneinander streiten, schlecht übereinander reden! Abgesehen von dem glaubwürdigen Zeugnis für die Welt ist das Einssein auch für uns selbst wichtig: Wir sind füreinander verantwortlich. Dazu gehört, daß wir miteinander beten, füreinander einstehen und uns gegenseitig helfen.

idea: Wer ist hier wir? Wer ist nach dem Verständnis der Allianz Christ?
Strauch: Hier geht es nicht um das Verständnis der Allianz, sondern um die klaren Aussagen dazu in der Bibel. Sie sind für die Evangelische Allianz grundlegend. Im Johannesevangelium heißt es im 3. Kapitel eindeutig, daß alle, die „an Jesus Christus glauben, nicht verlorengehen, sondern das ewige Leben haben“. Ein Christ ist also jemand, der sich Christus anvertraut und mit ihm lebt. Jesus nennt diesen Vorgang einige Verse vorher (in Vers 3) eine neue Geburt. Wer die nicht erlebt hat, ist kein Christ. Übrigens entscheidet sich daran alles, nicht nur in diesem Leben, auch in der Ewigkeit. In Vers 18 sagt Jesus: Wer nicht glaubt, der ist schon verurteilt, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Es gibt also nichts Wichtigeres als die Klärung dieser Frage.

Unterschied zur „Ökumene“

idea: Worin liegt nun der Unterschied zur weit umfassenderen Einheitsbewegung als der der Allianz: der weltweiten Ökumene, wie sie sich im Weltkirchenrat zeigt oder darüber hinaus in der Zusammenarbeit zwischen vielen evangelischen und der römisch-katholischen Kirche?
Strauch: Die Ökumene ist eine Gemeinschaft von Kirchen, während die Evangelische Allianz eine Gemeinschaft von Christen ist. Christenbund und nicht Kirchenbund, so war das schon 1846 von den Gründern gewollt.

idea: Bei der Gründung der Allianz ging es um die Zusammenarbeit unter den Protestanten von Baptisten über Lutheranern bis (später) hin zur Heilsarmee. Eine Zusammenarbeit mit Katholiken war damals nicht vorstellbar. Ist das heute anders?
Strauch: Da wir ein Christenbund sind, geht es um den einzelnen, der an Jesus Christus glaubt, und da ist es zunächst nicht entscheidend, zu welcher Kirche jemand gehört. So deutlich auch die Ablehnung der Katholischen Kirche damals war, im Blick auf den einzelnen katholischen Christen gab es durchaus andere Töne.

Ist ein katholischer Bischof bei der Allianz möglich?

idea: Könnte also auch ein katholischer Bischof zur Allianz gehören?
Strauch: Wenn er sich – wie es die Bibel und entsprechend auch die Allianz versteht – allein auf Christus verläßt und sich ihm allein verantwortlich weiß, dann könnte er das natürlich. Ich vermute aber, daß dies auf der Stufe der Hierarchie, auf der man sich als katholischer Bischof befindet, schwierig ist. Für uns ist die Bibel die allein verbindliche Autorität, die nicht eingeschränkt werden darf durch Dogmen, synodale oder kirchenleitende Entscheidungen. Daher könnte es hier für kirchliche Amtsträger schwierig sein, bei der Evangelischen Allianz mitzuarbeiten.

Kurswechsel bei der Allianz?

idea: Vor 20 Jahren galt die Evangelische Allianz als antikatholisch und anticharismatisch. Inzwischen gehören zum Leitungsgremium der deutschen Allianz – dem Hauptvorstand – leitend tätige Charismatiker, und Katholiken arbeiten zumindest in einzelnen örtlichen Allianzgruppen mit. Hat die Allianz hier einen Kurswechsel vollzogen?
Strauch: Die theologische Basis der Allianz ist um kein Jota geändert worden. Allerdings haben wir inzwischen mit neuen geistlichen Bewegungen Gespräche geführt; sehr offene Gespräche, bei denen auch thematisiert wurde, was uns eint und was uns trennt. Solche Gespräche gab es mit Brüdern und Schwestern aus charismatischen Bewegungen und mit dem Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden, wobei der ja keine neue Bewegung ist. Beide haben erklärt, daß sie mit der theologischen Basis der Evangelischen Allianz übereinstimmen. Von daher gab es für uns dann auch keinen Grund zu sagen, wir können mit ihnen keine Einheit haben, zumal es eben auch hier um einzelne Brüder und Schwestern aus diesen Kirchen und Bewegungen ging, also eben nicht um eine Kirchengemeinschaft.

Haben sich Charismatiker und Pfingstler gewandelt?

idea: Haben sich also die Charismatiker und Pfingstler der Allianz angenähert?
Strauch: Jedenfalls hat der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden die Basis der Allianz anerkannt. Daß es darüber hinaus theologische Lehren gibt, an denen Charismatiker, Pfingstler, aber auch Baptisten oder Methodisten über die Glaubensbasis der Allianz hinaus festhalten, ist davon unbenommen. Aber entscheidend ist doch, daß wir im Entscheidenden übereinstimmen: in der Bindung an Christus und darin, daß die Heilige Schrift letztgültige Autorität ist. Auch die evangelikalen und pietistisch geprägten Kirchen und Gemeinden haben ihre eigenen theologischen Erkenntnisse, die ihnen wichtig sind und an denen sie festhalten. Diese eigenen Bereiche dürfen nur nicht unsere gemeinsame Glaubensbasis einschränken oder gar in Frage stellen. Damit sage ich übrigens nicht, daß die Väter der Allianz sich getäuscht haben, wenn sie diese Fragen im Blick auf Charismatiker und Pfingstler anders entschieden. Gemeinden und besonders auch Bewegungen wandeln sich, manchmal zum Guten, manchmal zum Schlechten. Deshalb bin ich überzeugt, daß es zu unserer Verantwortung gehört, immer wieder neu anhand der Bibel nach gemeinsamen Grundlagen zu fragen und sich nicht nur einfach auf das zu berufen, was in der Vergangenheit entschieden wurde. Gespräche, wenn sie ehrlich sind, beinhalten auch Veränderungsprozesse, außerdem korrigieren sie falsche Bilder voneinander, wenigstens ist das meine Erfahrung.

Keine Allianzkirche!

idea: Wenn es mittlerweile überall so viel Einheitswillen gibt, warum gibt es dann eigentlich nicht so etwas wie eine Allianzkirche?
Strauch: Einheit macht sich im Neuen Testament nicht an einer Organisation fest. Wenn Jesus Christus im 17. Kapitel des Johannesevangeliums von Einheit spricht, dann geht es hier in erster Linie um eine geistliche Einheit. Welche äußeren Formen sie in Gestalt von Kirchen annimmt, ist eine zweite Frage. Schon im Neuen Testament gibt es Ortsgemeinden, die zwar im Entscheidenden eins waren, aber ansonsten große Unterschiede aufwiesen. Jeder, der die Briefe des Neuen Testamentes liest, stößt darauf. Außerdem haben wir über 2.000 Jahre Kirchengeschichte hinter uns. Nein, ich glaube nicht, daß es das Ziel sein sollte, eine Allianzkirche zu gründen. Sie würde der Vielzahl von Kirchen nur noch mindestens eine weitere hinzufügen. Die Allianz versteht sich als Bund von Christen in unterschiedlichen Kirchen. Das ist unser Weg, unsere Berufung sozusagen. Daher streben wir keine Allianzkirche an und gründen auch keine Gemeinden.

idea: Wäre es denn möglich, daß sich eine örtliche Gemeinde der Allianz anschließt, wenn sie der Meinung ist, daß sie keiner Institution – also keiner Landes- oder Freikirche – so nahesteht wie eben der Evangelischen Allianz?
Strauch: Es gibt Ortsallianzen wie zum Beispiel in Bremen, wo so etwas möglich ist. Aber das ist deutschlandweit weder möglich noch angestrebt.

Zu Lasten der Wahrheit?

idea: Kritiker am Einheitsstreben in der evangelikalen Bewegung behaupten, daß inzwischen die Wahrheitsfrage nicht mehr gestellt werde, daß man also bereit sei, um der Einheit mit anderen Christen willen Erkenntnisse, die man für wahr hält, zu opfern. Für sie bedeuten beispielsweise eine Zusammenarbeit mit katholischen Christen auch eine Anerkennung der Unfehlbarkeit des Papstes oder die Mitarbeit von Pfarrerinnen eine Billigung dessen, daß nicht alle biblischen Anweisungen heute mehr gültig seien. Wie ist das mit dem Verhältnis von „Wahrheit“ und „Einheit“?
Strauch: Wahrheit und Einheit gehören untrennbar zusammen. Eine Einheit auf Kosten der Wahrheit ist für die Evangelische Allianz, die sich in ihren Prinzipien auf die Bibel beruft, nicht diskutabel. Was heißt das nun ganz praktisch? In der Frage nach der Einheit und ihrer Grenze haben wir es mit drei Bereichen zu tun: Da ist zum einen der Kernbereich, die Glaubensbasis der Evangelischen Allianz. Man kann nicht verantwortlich in der Evangelischen Allianz leben und mitarbeiten und dabei diese Basis ignorieren. Dann ist da zweitens ein Bereich theologischer Überzeugungen, der in der Glaubensbasis nicht vorkommt, ihr aber auch nicht entgegensteht. Da geht es um Überzeugungen, die nicht von allen geteilt werden, aber für den einzelnen durchaus sehr wichtig sein können. Manchmal haben sich an ihnen ganze Kirchen gebildet. Diese theologischen Überzeugungen schränken die Wahrheit nicht ein, sondern haben eher damit zu tun, daß unser Erkennen Stückwerk ist, wie Paulus schreibt. Und dann gibt es noch einen dritten Bereich von Überzeugungen und Lehren, die mit der Glaubensbasis nicht kompatibel sind. Wer an ihnen festhält, für den gibt es in der Evangelischen Allianz keinen Raum.

idea: Die Reformation kennt das dreifache Allein: allein Christus, allein die Gnade und allein die Schrift. Die ersten beiden haben Sie genannt. Beim dritten sagen Kritiker, durch die Zusammenarbeit sowohl mit Katholiken, die neben der Heiligen Schrift auch die Lehre der Kirche als verbindlich ansehen, als auch mit Befürwortern einer gemäßigt historisch-kritischen Bibelauslegung gelte für die Allianz nicht mehr, was sie früher betont habe, daß die Bibel alleinige, unfehlbare Autorität für sie sei.
Strauch: Natürlich ist die Bibel weiterhin für uns die allein verbindliche Autorität sowohl in unserer Lehre als auch in unserem Leben. Doch was steht denn im Zentrum der Bibel? Was war denn die zentrale Erkenntnis Luthers? Daß wir allein durch Christus aufgrund der Gnade Gottes gerecht und damit gerettet werden! Die Bibel hatte für Luther eine eindeutige Mitte: Christus! Das reformatorische „Allein die Schrift“ beinhaltet eben nicht Übereinstimmung in allen Einzelfragen, also Kinder- oder Gläubigentaufe, Frauenordination oder „das Weib schweige in der Gemeinde“. Diese Fragen sind keinesfalls unwichtig, auch in der Evangelischen Allianz werden sie ab und zu thematisiert. Aber sie sind eben nicht heilsnotwendig, an ihnen entscheidet sich nicht die Wahrheitsfrage.

Religiöses Durcheinander

idea: Ist das Thema Einheit eigentlich heute wirklich dran? Von Einheit reden doch mittlerweile fast alle Kirchen, und diese Einheit wird von einigen auch mit Juden und Moslems angestrebt. Wäre nicht bei diesem generellen interreligiösen Trend die Wahrheitsfrage viel wichtiger?
Strauch: Beides ist wichtig. Angesichts des religiösen und spirituellen Durcheinanders ist es wichtig, mit großer Eindeutigkeit die eine Wahrheit „Jesus Christus“ zu predigen, schließlich gibt es keinen anderen Mittler zwischen Gott und den Menschen (1. Timotheus 2, 5). Aber auch die Einheit der Christen ist durch Rechthaberei, Eigenbrötelei und Cliquenbildungen bedroht, und was Jesus wichtig genug war, um es im Gebet zu erbitten, sollten wir nicht für unwichtig erklären. Wir betonen als Evangelische Allianz also beides: geistliche Einheit untereinander, aber einzig und allein in der Bindung an Jesus Christus. Je näher wir ihm sind, desto näher sind wir auch beieinander!

idea: Manche Kritiker der Allianz nehmen ihr das nicht mehr ab, denn es ist die Rede davon, man sollte eine „Bekennende Evangelische Allianz“ als Alternative zur gegenwärtigen gründen. Es gibt bereits Treffen konservativer Evangelikaler wie jüngst in der Freien Theologischen Fachschule Breckerfeld. Der Vorwurf wurde laut, die evangelikale Bewegung und insbesondere die Evangelische Allianz seien theologisch immer liberaler geworden. Nehmen Sie das ernst?

Nicht liberaler geworden

Strauch: Selbstverständlich nehme ich das ernst. Es hat bereits Gespräche mit führenden Vertretern dieser Richtung gegeben, weil wir es für wichtig halten, daß man innerhalb der evangelikalen Bewegung miteinander spricht. Außerdem ist es ein biblisches Prinzip, vor einer öffentlich geäußerten Kritik mit dem Betroffenen persönlich zu sprechen. Gerade wer sich in seiner kritischen Stellungnahme auf die Bibel beruft, muß diese Prinzipien einhalten. Ich wünsche mir, daß wir bei weiteren Gesprächen unsere Kritiker davon überzeugen werden, daß wir in den entscheidenden Fragen zusammengehören. Die Evangelische Allianz ist theologisch weder liberaler geworden, noch hat sie sich von ihren Grundlagen in irgendeiner Weise entfernt.

Womit jetzt Schluß sein soll

idea: Bei der jetzt beginnenden Impulstour erhält jeder Besucher ein Blatt mit einer Selbstverpflichtung „Zur Förderung der Einheit unter den Christen“. Darin heißt es in Punkt 4: „Weil ich das gleichgültige Nichtbeachten und Herabsetzen anderer Christen als Sünde erkenne, werde ich mich nicht daran beteiligen, sondern sie achten, wertschätzen und in Konfliktfällen möglichst das Gespräch mit ihnen suchen.“ Könnte das nicht so mißverstanden werden, daß man jetzt Kritik an Irrlehren nicht mehr üben darf? Das könnte ja als „Herabsetzen anderer“ kritisiert werden. Das Neue Testament fordert uns aber dazu auf, Lehre zu beurteilen, und Paulus sagt gar: „... Wenn jemand euch ein Evangelium predigt, anders als ihr es empfangen habt, der sei verflucht“ (Galater 1,9).
Strauch: Die Selbstverpflichtung gilt, wie alles andere, was die Evangelische Allianz herausgibt, auf der Grundlage der Glaubensbasis der Allianz. Da geht es also nicht um die Abwehr falscher Lehre, sondern um das Herabsetzen anderer, um das böse Reden übereinander. Wir stehen in der Gefahr, ein egozentrisches und oft scheinfrommes Reden und Schreiben übereinander zur Wahrheitsfrage zu erheben. Aber wenn wir ehrlich sind, wird es in vielen Fällen aus ganz egoistischen Quellen gespeist. Ein Pfarrer, der im 19. Jahrhundert im oberbergischen Nümbrecht zu Hause war, Jakob Gerhard Engels, hat für sich persönlich folgende Regeln formuliert: „Ich will nichts aussprechen, was mich hebt, und ebenso nichts, was einen anderen heruntersetzt, es sei denn durchaus notwendig. Ich will so gegen jedermann gesinnt sein, daß ich mich vor ihm nicht zu schämen brauche, wenn ich ihm in der Ewigkeit begegne.“ Genau darum geht es, und daran möchte ich mich auch persönlich halten.

idea: Wir danken für das Gespräch.