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Liebe Jesus-Nachfolger, liebe Geschwister,
Können wir dem großen Gebet und Auftrag noch folgen, den Jesus uns in Johannes 17 hinterlassen hat: „… damit sie alle eins seien“?
In den letzten Wochen habe ich mich intensiv mit den Wurzeln der Evangelischen Allianz und ihrer Entstehungsgeschichte beschäftigt. Ich bin zutiefst begeistert – und stehe gleichzeitig voller Ehrfurcht davor, was unsere Glaubensgeschwister damals gewagt haben. Welche gewaltigen Gräben und Hindernisse wurden überwunden (oder trotz bestehender Unterschiede ausgehalten!), um gemeinsam für die Einheit des Leibes Christi einzustehen, Gottes Wort zu verkündigen, gemeinsam zu beten und in der Gesellschaft Salz und Licht zu sein. (Siehe: Fünf Aufträge Der Evangelischen Allianz).
Und das geschah unter echtem Widerstand: Baptisten saßen im Gefängnis – schlichtweg, weil sie Baptisten waren. Einheit und feste Glaubensüberzeugungen haben damals einen echten Preis gekostet. Das fordert mich heraus: Darf es mich auch etwas kosten, dem Ruf Jesu zu folgen? Können wir noch?
In meiner Verantwortung für die Ortsallianzen und Reisedienst erlebe ich, wie sehr (manche) Gemeinden damit beschäftigt sind, auf den eigenen Bedarf, die eigenen Programme und die begrenzten Ressourcen zu blicken. Manche weil sie Not verhindern wollen oder weil sie Not haben. Anders kraftvoll erlebe ich Orte, wo Christen ihrer Schwachheit bewusst zusammenarbeiten, um in der Einheit Stärke zu finden. Dort lebt etwas von dem Gebet, was Jesus in Johannes 17 spricht.
Daher frage ich mich: Wie würden unsere Städte und Dörfer aussehen, wenn wir nicht mehr darum konkurrieren, die beste Kirche in der Stadt zu sein – sondern gemeinsam die beste Kirche für die Stadt zu werden?
Ja, und letztlich frage ich mich: Was müssen – und wollen – wir HEUTE tun, um unserem Auftrag treu zu bleiben? Es geht nicht darum, eine Allianz-Tradition zu pflegen, sondern Gottes Auftrag an uns zu folgen.
Ich bin zutiefst überzeugt: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Und ja, ich will es nicht nur im Vater unser beten, sondern es soll mich etwas kosten dürfen, wenn sein Wille geschehe: Bequemlichkeit, Sicherheit, Zeit, Geld usw. Also ich frage: Können wir noch? Und sage mir gleichzeitig: DER HERR KANN!
2.Korinther 4,1: „Daher erlahmt unser Eifer nicht in dem Dienst, der uns durch Gottes Erbarmen übertragen wurde.“
Herzlich verbunden,
Fabian Backhaus
Teil der Netzwerkleitung der Evangelischen Allianz in Deutschland und Referent für Ortsallianzen
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