08.10.2026

Pressemitteilung: Allianzgebetswoche 2027: Gemeinsam beten, mutig in die Zukunft gehen

Ein Herz. Ein Wort. Eine Mission. Die Allianzgebetswoche 2027 lädt Christen ein, gemeinsam für Gemeinden, Gesellschaft und Menschen in Not zu beten und Hoffnung weiterzugeben.

Bad Blankenburg, 8. Oktober 2026 Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) lädt im Namen von rund 900 Ortsallianzen vom 10. bis 17. Januar 2027 zur Allianzgebetswoche ein. Unter dem Motto „Mutig in die Zukunft - Ein Herz. Ein Wort. Eine Mission.“ kommen Christinnen und Christen verschiedener Kirchen, Freikirchen und Gemeinden zum gemeinsamen Gebet zusammen. Angesichts von Zukunftsängsten, gesellschaftlichen Spannungen und wachsendem Misstrauen greift die Woche Fragen im Gebet auf, die viele Menschen bewegen. Die Herausforderungen sind zu komplex und groß, als dass wir sie alleine lösen könnten. Deshalb wenden sich Christen an den lebendigen Gott und bekennen damit, dass ER auch heute noch ein Helfer in der Not ist.

Der Eröffnungstag steht unter dem Thema „Mutig in die Zukunft – Jesus im Blick“. Dahinter steht die Überzeugung: Mut beginnt nicht bei den eigenen Möglichkeiten, sondern beim Blick auf Jesus Christus. Die Teilnehmenden bringen ihre Sorgen und Hoffnungen gemeinsam vor Gott und beten für Gemeinden, Gesellschaft, Regierende und Menschen in Not. 

„Viele Menschen erleben, dass Debatten härter und Zukunftsfragen belastender werden. Die Allianzgebetswoche setzt nicht naiv auf vermeintlich einfache Patentantworten. Sie lädt dazu ein, gemeinsam auf Jesus Christus zu schauen, einander im Gebet verbunden zu bleiben und daraus Kraft zum verantwortlichen Handeln zu gewinnen“, sagt Dr. Reinhardt Schink, Vorstand der Evangelischen Allianz in Deutschland. 

Ein Herz: verbunden trotz Unterschieden 

Das gemeinsame Gebet ist das Herzstück der Allianzgebetswoche. Unter „Ein Herz“ geht es um die Einheit von Christen und um einmütiges Gebet. Diese Einheit setzt keine Gleichförmigkeit voraus. Unterschiedliche theologische Prägungen, Traditionen und Gottesdienstformen bleiben bestehen. Zugleich können Christen gemeinsam auf Jesus Christus hören und füreinander sowie für ihre Orte beten. 

Darin sieht die EAD auch einen gesellschaftlichen Impuls: Menschen müssen nicht in jeder Frage übereinstimmen, um einander zuzuhören, Unterschiede auszuhalten und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. 

Ein Wort: Orientierung und Versöhnung 

Die Tage unter der Überschrift „Ein Wort“ richten den Blick auf die Bibel. Christen verstehen Gottes Wort als Orientierung und sind beauftragt, das Evangelium bekannt zu machen. Die Allianzgebetswoche lädt dazu ein, christliche Überzeugungen heute klar, verständlich und respektvoll in Gespräche und die gesellschaftliche Diskussion einzubringen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die „Versöhnung mit Gott“. Aus dieser Versöhnung erwachsen nach christlichem Verständnis Umkehr, Wahrhaftigkeit und neue Schritte in Beziehungen. Wo Menschen verletzt wurden, braucht es die Benennung von Schuld, die Übernahme von Verantwortung und den Schutz Betroffener. Vergebung darf nicht erzwungen und Versöhnung nicht als schneller Schlussstrich missverstanden werden. 

Eine Mission: das Evangelium weitergeben und Nächstenliebe leben 

„Eine Mission“ beschreibt den gemeinsamen Auftrag von Christen: Sie wollen Menschen einladen, Jesus Christus kennenzulernen, und ihren Glauben verständlich weitergeben. Dazu gehören untrennbar praktische Nächstenliebe und Verantwortung für das Gemeinwohl. Die Themenwoche verbindet deshalb Evangeliums Verkündigung mit konkretem Einsatz für andere Menschen. 

Der Abschlusstag trägt den Titel „Mutig in die Zukunft - In der Kraft des Heiligen Geistes“. Die Gebetswoche endet, der Auftrag bleibt: Christen sollen gestärkt, hoffnungsvoll und im Vertrauen auf Gottes Wirken in ihren Alltag zurückkehren. 

Auch 2027 wird die Allianzgebetswoche mit einer Staffelstabübergabe an die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) abgeschlossen. Sie steht symbolisch für das gemeinsame Anliegen, Christen unterschiedlicher Traditionen im Gebet und im Zeugnis für Jesus Christus zu verbinden.

Die Themen der Woche 

10. Januar: Mutig in die Zukunft – Jesus im Blick 

11. Januar: Ein Herz – Einheit bewahren 

12. Januar: Ein Herz – Einmütig im Gebet 

13. Januar: Ein Wort – Die prophetische Stimme 

14. Januar: Ein Wort – Versöhnung mit Gott 

15. Januar: Eine Mission – Aus Liebe zu Gott 

16. Januar: Eine Mission – Mit Hand und Fuß 

17. Januar: Mutig in die Zukunft – In der Kraft des Heiligen Geistes 

Materialien und teilnehmende Orte 

Tagestexte, Präsentationen, Grafiken und weitere Gestaltungshilfen stehen unter www.allianzgebetswoche.de/material/ zur Verfügung. Kreative Ideen und Erfahrungen aus Ortsallianzen bündelt die Inspirationsseite unter www.allianzgebetswoche.de/ideen/. Eine Übersicht örtlicher Allianzen und Ansprechpartner bietet www.ead.de/orte/.

Das EiNS Magazin zur Allianzgebetswoche 2027 wird ab Anfang November verfügbar sein. Es kann bereits jetzt über die Website der Allianzgebetswoche bestellt werden.

Hintergrund 

Die Allianzgebetswoche gehört zu den ältesten kontinuierlichen Gebetsinitiativen der evangelischen Christenheit. Ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 1846 zurück, als sich Vertreter verschiedener evangelischer Kirchen und Gemeinschaften zur Gründung der Evangelischen Allianz in London trafen und zu gemeinsamem Gebet aufriefen. Seither versammeln sich Christinnen und Christen weltweit zu Beginn eines neuen Jahres, um gemeinsam für Kirche, Gesellschaft und die Anliegen ihrer Zeit zu beten

Die Allianzgebetswoche wird im deutschsprachigen Raum von den Evangelischen Allianzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorbereitet. Die Themenvorlage für 2027 stammt von der Spanischen Evangelischen Allianz.

Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) ist ein Netzwerk, zu dem Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften gehören. Die theologische Basis ist die sogenannte „Glaubensbasis“, deren erste Fassung bereits 1846 bei der Gründung der Evangelischen Allianz in London verabschiedet wurde. Vorstand der EAD ist Dr. Reinhardt Schink. Zum Netzwerk der EAD gehören ca. 900 örtliche Allianzkreise, in denen sich Christen aus verschiedenen landes- und freikirchlichen Gemeinden, Organisationen und Werken treffen, um vor Ort zusammenzuarbeiten. Arbeitsfelder der EAD sind diakonische, pädagogische, publizistische und missionarische Aktivitäten in ca. 380 Einrichtungen allein in Deutschland. Die EAD gehört zur weltweiten Evangelischen Allianz, die mit 600 Mio. Menschen in 143 Ländern international die größte kirchliche Vereinigung nach der Römisch-Katholischen Kirche ist. Die Evangelische Allianz ist der am längsten bestehende gemeindeübergreifende Zusammenschluss evangelischer Christen. Die EAD ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Bad Blankenburg (Thüringen).