10.02.2019

Rheinland: Presbyterium lehnt Homo-Ehe ab

Leitungsgremium in Rengsdorf schließt sich Erklärung der Evangelischen Allianz an

Rengsdorf (idea) – Das Presbyterium (Kirchenvorstand) der Evangelischen Kirchengemeinde Rengsdorf (bei Neuwied) hat sich gegen eine Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe ausgesprochen. Nach einem Bericht der „Rhein-Zeitung“ (Koblenz) veröffentlichte das Gremium im Gemeindebrief die Erklärung „Ehe als gute Stiftung Gottes – Leitgedanken zu Ehe und Homosexualität“ der Deutschen Evangelischen Allianz (Bad Blankenburg). Weiter heiße es in dem Gemeindebrief, das Presbyterium habe „sich diese Erklärung zu eigen gemacht“. Nach dem Text der Allianz sollte die Frage nach der Bewertung von Homosexualität auf der Grundlage der Heiligen Schrift geklärt werden. Demzufolge seien Menschen als Mann und Frau geschaffen. Die in der Bibel beschriebene homosexuelle Praxis sei mit dem Willen Gottes nicht vereinbar. Deshalb könnten gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht mit der Ehe gleichgestellt werden. Weiter wird in dem Papier erklärt, das Evangelium von Jesus Christus fordere „die vorbehaltlose Annahme aller Menschen“. Dass christliche Gemeinden vielfach durch Hartherzigkeit und Arroganz Homosexuellen gegenüber schuldig geworden seien, werde „nicht verschwiegen und als Schuld bekannt“. Der Pfarrer der Kirchengemeinde, Friedemann Stinder, bestätigte auf Nachfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, das Presbyterium habe seinen Beschluss „im Gemeindebrief für unsere Gemeindeglieder zur Kenntnis gegeben“. Darüber hinaus wolle er zu dem Vorgang nicht Stellung nehmen. In der Evangelischen Kirche im Rheinland können sich gleichgeschlechtliche Partner seit 2016 trauen lassen. Damit sind homosexuelle Partnerschaften mit der Ehe gleichgestellt.