03.02.2019

Gebetswanderung entlang der früheren Zonengrenze

„3. Oktober – Gott sei Dank“

Projektgruppe; hinten v. l.: Bernd Oettinghaus, Michael Prinz zu Salm-Salm, Michael Eggert, Albrecht Kaul, Thomas Günzel, Lorenz Reithmeier; vorne v. l.: Kersten Rieder, Astrid Eichler, Christine Lieberknecht, Suse Chmell

Erfurt (idea) – Mit einer Gebetswanderung entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze soll an den Fall der Mauer vor 30 Jahren und die Wiedervereinigung erinnert werden. Wie die ehemalige thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (Ramsla bei Weimar) am 30. Januar in Erfurt mitteilte, geht die Planung in die konkrete Phase. Die Gebetswanderung „Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“ soll vom 3. Oktober bis 9. November im Rahmen der Initiative „Danken.Feiern.Beten“ stattfinden. Veranstalter ist die Projektgruppe „3. Oktober – Gott sei Dank“ (www.3-oktober.de), die damit Gott für das Wunder der Freiheit und der deutschen Einheit danken möchte. Die einstige innerdeutsche Grenze war rund 1.400 Kilometer lang. Vorgesehen sind vom Norden (Lübeck) und vom Süden (Nähe Hof) zwei Routen, auf denen gleichzeitig gepilgert wird. Ökumenische Gruppen und Kommunitäten sollen die einzelnen Abschnitte begleiten. Weiterhin ruft die Projektgruppe deutschlandweit Gemeinden dazu auf, am 3. Oktober mit Kerzen und Gebeten auf den Marktplätzen den Tag der Deutschen Einheit zu feiern. Mit einem „Zelt der Begegnung“ soll die Geschichte der DDR, des Widerstands und der Wiedervereinigung erzählt werden. Bis zum 3. Oktober 2020 wird zudem eine Gruppe mit Zeitzeugen von ihren Erfahrungen und Erinnerungen berichten.

Prinz zu Salm-Salm: Die Einheit feiern – wandernd, betend, lobend

Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea bezeichnete Lieberknecht den Fall der Mauer und die deutsche Einheit als einen Glücksfall der Geschichte und ein Wunder Gottes: „Dafür begeben wir uns auf den Weg durch Deutschland entlang des ehemaligen Todesstreifens und laden viele ein, mit uns zu beten und zu feiern.“ Der Leiter des Beirates, Michael Prinz zu Salm-Salm (Wallhausen/Verbandsgemeinde Rüdesheim), sagte: „Gott sei Dank für die Einheit, für unser Land – das wollen wir wandernd, betend, singend, lobend feiern mit Kindern, Enkeln und der ganzen Großfamilie.“ 2014 beteiligten sich an der Gebetswanderung mehr als 200 Personen. Mitglied der Projektgruppe „3. Oktober – Gott sei Dank“ ist der evangelische Pfarrer und ehemalige brandenburgische Minister Steffen Reiche (Berlin). Zum 34-köpfigen Beirat „3. Oktober – Gott sei Dank“ gehören unter anderen der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Ekkehart Vetter (Mülheim/Ruhr), sowie Landesbischof Carsten Rentzing (Dresden) und Bischof Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald). Nationaler Gebetsleiter ist der Vorsitzende des Runden Tisches Gebet der Koalition für Evangelisation, Bernd Oettinghaus (Frankfurt am Main).