13.03.2019

Weltweit: An den Urauftrag der Christen erinnern

„Fantastisch, was Gott aus der AEM gemacht hat“. Der Dachverband AEM besteht seit 50 Jahren

Schwäbisch Gmünd (idea) – Die größte evangelische Missionsdachorganisation in Deutschland, die Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM), hat in Schwäbisch Gmünd ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. 1969 hatten sich 26 Werke mit rund 650 Missionaren zur Konferenz Evangelikaler Missionen zusammengeschlossen. Fünf Jahre später wurde die AEM als eingetragener Verein registriert. Anlass für die Gründung war die Sorge um die Zukunft der Weltmission, weil sich das Missionsverständnis im Weltkirchenrat verändert hatte. Dort stand nicht mehr die Verkündigung der christlichen Botschaft im Mittelpunkt, sondern die Überwindung ungerechter sozialer und politischer Verhältnisse. Seither ist die AEM stark gewachsen. Sie umfasst heute 106 Missionswerke mit über 4.800 Mitarbeitern. Während seiner Jahrestagung im Christlichen Gästezentrum Schönblick feierte der Dachverband am 12. März mit rund 200 Delegierten und Gästen einen Jubiläumsgottesdienst.

AEM-Vorsitzender: Die Welt schreit nach dem Evangelium

Dabei sagte dessen Vorsitzender, Missionsleiter Dieter Trefz (Wüstenrot bei Heilbronn), zu den Zielen der AEM: „Sie vernetzt, befähigt und inspiriert Organisationen für ihren Auftrag in der interkulturellen Mission.“ Es gelte, im gemeinsamen Auftrag zusammenzustehen und sich auf das Wesentliche zu besinnen: „Die Welt schreit nach dem Evangelium, und wir dürfen es weitersagen.“ Man wolle dazu in den nächsten zehn Jahren noch mehr Missionare aussenden.

Präses Hörsting: Mission ist die „Suchaktion Gottes“ nach den Verlorenen

Die Predigt hielt der Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, Ansgar Hörsting (Witten). Er bezeichnete Mission als „die Suchaktion Gottes“ nach den Verlorenen. Menschen in allen Kulturen brauchten das Evangelium, auch die Postmodernen in Westeuropa: „Gottes Herz schlägt für sie.“ Hörsting rief dazu auf, Mission aus der Freude heraus zu betreiben, die Jesus Christus schenke. Dieser solle bei allen missionarischen Aktivitäten im Mittelpunkt stehen.

Steeb: Die AEM soll stets an den Urauftrag der Christen erinnern

Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), nannte den Missionsdachverband ein „Kind“ der Allianz. Es sei „fantastisch, was Gott aus der AEM gemacht hat“. Sie solle die evangelikale Bewegung in Zukunft stets daran erinnern, dass der Urauftrag der Christen darin bestehe, Menschen in die Nachfolge Jesu Christi zu rufen, sagte er in einem Grußwort.

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Grüße vom EMW und von der APCM

Grüße überbrachten auch führende Vertreter der beiden anderen protestantischen Missionsdachverbände. Der Direktor des Evangelischen Missionswerkes (EMW), Pfarrer Christoph Anders (Hamburg), zeigte sich dankbar, dass die AEM und das EMW gemeinsam darum ringen, den christlichen Glauben in der multireligiösen Gesellschaft zu bezeugen. Dabei habe man „viele Lernerfahrungen“ gemacht. Anders plädierte dafür, das Miteinander beider Seiten zu intensivieren. Zum EMW gehören zwölf Missionswerke, jeweils fünf Verbände und Freikirchen sowie die EKD. Die Mitgliedsorganisationen haben rund 420 Mitarbeiter ausgesandt. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Pfingstlich-Charismatischer Missionen (APCM), Andreas Franz (Barleben bei Magdeburg), bezeichnete diesen Zusammenschluss als „kleinen Bruder“ der AEM. Nach seinen Worten hat sich das Verhältnis von evangelikalen und pfingst-charismatischen Christen in den vergangenen Jahren „deutlich zum Positiven verändert“. Die APCM umfasst 70 Werke mit über 600 Missionaren.