19.11.2018

Niger: Anschlag in der Nähe einer Mission

Makalondi (Agenzia Fides) - Ein neuer Anschlag in der Nähe der Mission Makalondi an der Grenze zu Burkina Faso forderte zahlreiche Verletzte, wobei zwei Gendarmen ums Leben kamen. Ziel des Anschlags war ein Gendarmeriestandort südlich der Stadt Makalondi, 50 km von Bomoanga entfernt, wo am vergangenen 17. September auch der italienische Missionar Pater Luigi Maccalli entführt wurde.
Von dem Anschlag am vergangenen 17. November berichtet Pater Vito Girotto von der Gesellschaft der Afrikamissionen (SMA), der aus Sicherheitsgründen nach der Entführung seines Mitbruders Luigi Maccalli gezwungen war die Mission in Makalondi zu verlassen. Nach Angaben von Pater Vito sollen die Angreifer die Waffen der Gendarmen in Beschlag genommen haben. Der Missionar versichert aber auch, dass "den drei Priestern und den Christen vor Ort nichts passiert ist". Gegenwärtig wird die Mission von einem Team aus zwei einheimischen Priestern und einem Mitbruder aus Benin geleitet.
Wie von Radio France International bestätigt, dauerte der Anschlag nur wenige Minuten. Kurz nachdem der Alarm ausgelöst wurde, kam Verstärkung vor Ort an. Angreifer versuchten, Waffen mitzunehmen. Die Anschläge im Südwesten des Landes bereiten den Verantwortlichen in Niamey große Sorge.
Andere Quellen berichten, dass die nigerischen Streitkräfte in den vergangenen Tagen Land- und Luftoperationen gegen dschihadistische Kämpfer durchgeführt haben sollen, bei denen mehrere terroristische Zellen zerstört worden seien, während die militärischen Operationen in der Region fortgesetzt werden.
(MP/AP) (Fides 19/11/2018)

(vgl. AKREF14/9/2018).