04.01.2016

Syrien: IS-Terroristen ermorden fünf Medienaktivisten

Sie sollen für „feindliche Gruppierungen spioniert“ haben

Rakka (idea) – In der nordsyrischen Provinz Rakka haben Mitglieder der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) fünf Medienaktivisten ermordet. Die Männer sollen die Islamistenhochburg für „feindliche Gruppierungen ausspioniert“ und die Informationen an die von den USA geführte Anti-IS-Koalition weitergegeben haben. Wie der Nachrichtendienst ARA-News meldet, veröffentlichten die Islamisten ein Video. Darauf gestehen die fünf Männer angeblich, IS-Kommandostellen ausgespäht zu haben. Anschließend werden sie erschossen. Bei den Toten handelt es sich um Mahammad Abdulghani, Hael Abdulrazaq, Faisal al-Jaafar, Ammar al-Jaafar und Mahyar Othman. Laut einem Menschenrechtler, der aus Sicherheitsgründen nicht namentlich genannt werden wollte, haben die Getöteten Gräueltaten des IS dokumentiert: „Jeder, der versucht, solche Informationen aus Rakka an die Öffentlichkeit zu bringen, wird beschuldigt, für feindliche Kräfte zu spionieren. Aktivisten werden dafür gefoltert und grausam hingerichtet.“ Der IS, der weite Teile Syriens und des Iraks kontrolliert, möchte dort einen Herrschaftsbereich errichten, in dem das islamische Religionsgesetz Scharia brutal durchgesetzt wird. Christen, die sich weigern, Muslime zu werden oder eine Kopfsteuer zu zahlen, werden getötet. Mädchen und Frauen werden auf Märkten als Sex-Sklavinnen an IS-Kämpfer verkauft.