14.11.2017

Russland: Evangelische Christen werden zunehmend schikaniert

„Licht im Osten“: Protestanten gelten als die 5. Kolonne der US-Amerikaner

Schwäbisch Gmünd (idea) – Evangelische Christen in Russland werden zunehmend schikaniert. Das beklagte eine russische Mitarbeiterin des Missionswerks „Licht im Osten“ (Korntal bei Stuttgart) am 14. November beim 5. ökumenischen Kongress „Christenverfolgung heute“ in Schwäbisch Gmünd. Der Name der Referentin wurde aus Sicherheitsgründen nicht genannt. Nach ihren Worten dürfen Christen aufgrund des im vergangenen Jahr eingeführten Antiterrorgesetzes nicht mehr frei evangelisieren. Vermehrt komme es vor, dass Eigentümer von Immobilien keine Räumlichkeiten an Protestanten vermieteten. Die Polizei beende zunehmend Gemeindeveranstaltungen und beschlagnahme Häuser von Gemeinden, die nicht gemeldet seien. So hätten die Behörden 50 pfingstkirchlichen Gemeinden die Registrierung entzogen. „Die Protestanten werden vom Staat als Fünfte Kolonne angesehen, die von den US-Amerikanern gesteuert werde, um Unruhe ins Land zu bringen“, so die „Licht im Osten“-Mitarbeiterin. Sie kritisierte ferner, dass die russisch-orthodoxe Kirche stark gefördert werde, während Protestanten bedrängt würden.