24.01.2018

Rege Beteiligung während Allianzgebetswoche 2018 in Deutschland

Hartmut Steeb sprach beim Abschlussgottesdienst in Leipzig und Burgstädt

Hartmut Steeb in Auerbach, Foto: Stefan Petermann

Zum 172. Mal fand 2018 die Internationale Gebetswoche der Evangelischen Allianz in Deutschland und gleichzeitig vielen Ländern Europas statt. Für dieses Jahr hatte die Spanische Evangelische Allianz die Textvorlagen erarbeitet. 

Mit einem Abschlussgottesdienst im Rahmen der Allianzgebetswoche wurde gestern auch in Leipzig die Veranstaltungsreihe beendet. Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, betonte in seiner Verkündigung - ebenso wie auch am Vormittag in Burgstädt - den Reichtum, die Gebetswoche wieder an so vielen verschiedenen Orten in unterschiedenen Gemeinden und Räumen in ganz verschiedener Ausrichtung und in unterschiedlichen Stilen wahrzunehmen und erleben zu dürfen. 

"Christen beten miteinander. Es ist eine Wucht zu sehen und zu erleben, dass eines der großen Allianzziele nicht Theorie, sondern Praxis ist: Gemeinsam Glauben, miteinander beten. Manche Menschen sagen ja: Was bringt das, wenn wir beten? Ja, das bringt viel, weil Gott Wunder tun kann. Aber das Gebet hat auch eine innere Wirkung: Wer miteinander betet, tut sich schwerer, sich anschließend miteinander zu streiten. Das ist doch auch nicht die schlechteste Frucht! Mehr Frieden und weniger Streit, wer könnte das nicht vertragen?" so Steeb. „Der geniale Entschluss“, eine solche Gebetswoche durchzuführen, wurde schon bei der Gründungskonferenz der Evangelischen Allianz 1846 in London getroffen. Steeb hält dies für eine mutige Entscheidung. „Damals war dieser Beschluss eine Revolution und sensationell, der von Vertretern verschiedener christlicher Denominationen gemeinsam in London gefasst wurde, denn die Einheitsbewegung der Evangelischen Allianz kam durch eine Notsituation zustande. Christen unterschiedlicher Bekenntnisse kämpften gegen einander, stritten lautstark und öffentlich, auch oft publizistisch, um den rechten Weg und erkannten andere nicht als richtige Christen an. Ja, leider ist die Kirchengeschichte auch eine Geschichte der Trennungen von Kirchen und Konfessionen, obwohl doch Jesus um die Einheit seiner Jünger gebetet hat“. Glücklicherweise hatten sich damals einige ernsthaft auf den Weg gemacht um zu erkunden, ob nicht doch „mehr eint als trennt“, meint Steeb. „Dabei haben sie die erstaunliche Entdeckung gemacht: Je näher Menschen zu Jesus kommen, desto näher finden sie zueinander“.Unter dem Thema "Als Pilger und Fremde unterwegs" trafen sich in der zurückliegenden Woche an ca. 1.000 Orten in Deutschland etwa 300.000 Teilnehmer zu Allianz-Gebetsveranstaltungen in immer vielfältiger werdenden Formen, noch internationaler und multikultureller als in den Vorjahren und mit mehr Beteiligung von Christen unterschiedlichster Nationen und Backgrounds, überwiegend aus dem evangelischen Bereich. 

Steeb fasst es so zusammen: „Wir sind unterwegs auf der Pilgerreise. Wir sehen in Jesus Christus den in diese Welt gekommenen Gottessohn, der für unsere Sünden gekreuzigt wurde und gestorben ist, den Gott aber auferweckt hat und der schon jetzt in ewiger Herrlichkeit bei Gott ist. Er ist uns vorausgegangen ist und geht uns voraus auf unserem individuellen Lebensweg. Ihm wollen wir als Christen folgen. Und auf dieser ‚Pilgerreise‘ zum großen Ziel der ewigen Herrlichkeit mit Jesus Christus, lasst uns darum das „Navi der Christen“, die Bibel, nicht vergessen. Hier findet sich die Anleitung zu einem gelingenden Leben. Gottes Wort zeigt, wie Menschen auch heute - in Frieden - leben können.“