Konsequenter Atheismus führt zu Zuständen wie im Dritten Reich
Wenn man den Atheismus des britischen Biologen und Zoologen Richard Dawkins ("Der Gotteswahn") konsequent zu Ende denkt, komme man zum Sozialdarwinismus. Das sagte Pfarrer Herbert Großarth (Oberhausen), zu einer Seminarreihe zum Thema Atheismus beim GemeindeFerienFestival SPRING in Ruhpolding. "Dann haben wir das, was wir im Dritten Reich hatten, nämlich Vernichtung unlebenswerten Lebens", so Großarth. Denn für Dawkins sei letztlich nur gut, was einen selbst am Leben erhält. Anderen zu helfen sei demnach reiner Selbstzweck. Glaube an Gott sei nach Dawkins ein irrationales Wunschdenken, was ähnlich wie Viren durch sogenannte Meme vererbt werde. "Doch wenn es keinen Gott gibt, dann gibt es auch keine Moral, keinen Maßstab, was gut und böse ist", argumentierte Großarth. Im Christentum hätte sich jedoch Gott durch Jesus Christus als Gott der Liebe gezeigt, sodass Moral auf dem Prinzip der Nächstenliebe basiere. "Letztendlich ist die Frage der Moral die Frage danach, ob es Gott gibt oder nicht".
Ehrfurcht vor dem Leben geht verloren
Jedoch hätten atheistische Propaganda und atheistisches Denken in letzter Zeit zugenommen. Beispiel dafür sie die Buswerbung gegen Gott in London und anderen europäischen Städten. Es lasse sich auch eine Bewusstseinsveränderung in Hinblick auf Abtreibungen feststellen. Großarth: "Die christliche Sicht dazu nimmt immer mehr ab und die Tötung von ungeborenen Kindern wird gesellschaftlich einfach hingenommen oder sogar nahegelegt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Menschen mit Behinderung nicht mehr von Krankenkassen aufgefangen werden und die Euthanasie-Diskussion größere Wellen schlägt". Die schwindende Ehrfurcht vor dem Leben sei eine Folge davon, dass Gott in unserer Gesellschaft keine Rolle mehr spielt. Großarth stellte zudem fest, dass zunehmend Stimmung gegen Christen gemacht werde, was sich an den öffentlichen Diskussionen um den Jugendkongress Christival im vergangenen Jahr und um die Großveranstaltung ProChrist diesen März zeige, die sich an den christlichen Positionen beispielsweise zu Homosexualität und dem Wahrheitsanspruch der Bibel entzündeten.
Evolutionstheorie ist nicht belegt
"Es gibt nicht den hundertprozentigen Beweis für die Existenz eines Gottes, aber auch die Evolutionstheorie ist nicht eindeutig belegt", so Großarth. Jedoch gebe es sehr viele naturwissenschaftliche und historische Indizien, die die Glaubwürdigkeit der Bibel und der Person Jesus Christus stützen.



