16.04.2018

Kambodscha: Vietnamesische christliche Flüchtlinge

Vietnamesische christliche Flüchtlinge aus dem Stamm der Montagnarden in Kambodscha befürchten Deportation

(AKREF) Christliche Flüchtlinge vom Stamm der Montagnarden in Phnom Penh befürchten, dass sie in Kürze deportiert werden, da seit dem 20. März zehn Polizisten vor ihrer Unterkunft Wache halten.

Ein Flüchtling drückte seine Befürchtungen so aus: „So viele kambodschanische Polizisten sind gekommen, um uns zu bewachen, und so viele Autos... Wir befürchten, nach Vietnam deportiert zu werden.“ Das Flüchtlingsamt der kambodschanischen Regierung hat sich geweigert, auf Fragen von örtlichen Reportern, weshalb die Polizeibewachung erhöht wurde, zu antworten.

Seit 2015 haben ca. 200 ethnische Montagnarden die vietnamesische Grenze überquert, um in Kambodscha Asyl zu beantragen; viele von ihnen sind protestantische Christen, die schon Gefängnis und Misshandlungen aushalten mussten und in der Ausübung ihrer Religion eingeschränkt wurden.

Die übrigen Montagnard-Flüchtlinge, einschließlich derer, die offiziell anerkannt sind, sind in Gefahr, nach Vietnam deportiert zu werden. Obwohl Kambodscha von Australien im Rahmen eines Abkommens eine Finanzspritze von 25 Mio. Euro erhalten hat, damit Kambodscha Flüchtlinge aufnimmt, haben die Behörden angeordnet, dass der Hochkommissar für Flüchtlingsfragen vietnamesische Montagnarden „innerhalb von drei Monaten“ nach Vietnam zurückzuführen hat.

Die zumeist christliche ethnische Minderheit der Montagnarden stammt aus dem zentralen Hochland von Vietnam. Sie haben wegen ihres christlichen Glaubens und ihrer Allianz mit US-Truppen  während des Vietnamkrieges bereits jahrzehntelange Verfolgung durch die kommunistischen Behörden durchgemacht.

Quelle: Global Christian News