09.04.2009

Jugend soll in Europa missionieren

Europäischer Jugendmissionskongress: Biblischen Auftrag umsetzen

O l d e n b u r g (idea) – Mit einem Appell an die junge Generation, den Missionsauftrag in Europa wahrzunehmen, ist am 8. April der 1. Europäische Jugendmissionskongress „mission-net 2009“ gestartet. Bis zum 13. April treffen sich in Oldenburg rund 3.000 Jugendliche aus 40 Nationen, um sich für einen missionarischen Lebensstil motivieren zu lassen. Der kroatische Peter Kuzmic (Osijek) ermutigte die Jugendlichen, den biblischen Missionsauftrag in die Praxis umzusetzen. Die Kirche sei „nicht der Warteraum Gottes für den Himmel (…), sondern eine lebendige, dynamische Gemeinschaft von Christen“. Das Königreich Gottes beginne bereits hier auf der Erde. Deshalb sei es wichtig, diesem König (Gott) zu dienen, sagte Kuzmic, der am US-amerikanischen Gordon-Conwell-Theologieseminar (South Hamilton/US-Bundesstaat Massachusetts) als Professor für Weltmission und Europäische Studien tätig ist. Er wandte sich zudem gegen ein „Kalenderchristentum“. Damit bezeichnete er die Gewohnheit, nur an kirchlichen Feiertagen den Glauben zu leben und in die Kirche zu gehen.

Gott ließ die Berliner Mauer fallen

Kuzmic nahm auch Bezug auf den bevorstehenden 20. Jahrestag des Berliner Mauerfalls am 9. November. Dieses Ereignis sei die Folge von Gottes Wirken gewesen und nicht ein politischer Erfolg. Während DDR-Staatschef Erich Honecker behauptet habe, die Mauer werde noch hundert weitere Jahre stehen bleiben, habe Gott nur den kleinen Finger bewegt, und die Mauer, die einst den Osten Berlins von Westberlin trennte, sei gefallen. Ohne dieses Ereignis wäre es heute nicht möglich gewesen, dass sich Christen aus dem Osten und Westen Europas gemeinsam zu einem Kongress treffen, sagte Kuzmic.

Geistliches Wachstum in Europa möglich

Der Leiter der Europäischen Evangelischen Allianz, Gordon Showell-Rogers (London), sprach von großen Möglichkeiten, die es für junge Christen dieser Tage gebe. Er sei überzeugt, dass Gott auch wieder in Europa ein geistliches Wachstum schenken könne. Dabei wolle Gott die junge Generation gebrauchen, um die Welt zu verändern. Der ugandische anglikanische Bischof David Zac Niringiye (Kampala) ermutigte die Teilnehmer in einer Bibelarbeit, sich nicht über Äußerlichkeiten wie die Nationalität oder den Beruf zu definieren. Die wahre Identität eines Menschen gebe Gott. Neben Bibelarbeiten, Konzerten und Seminaren gibt es bei dem Kongress eine umfangreiche Missionsausstellung sowie die Möglichkeit, an evangelistischen Einsätzen in der Stadt mitzuwirken. Initiatoren sind die Europäische Missions-Allianz – ein Zusammenschluss zahlreicher evangelikaler Missionswerke – und die Europäische Evangelische Allianz.