05.03.2016

Jemen: Tödlicher Anschlag

auf Alten- /Behinderten sowie Betreuungsheim vom 4.3.16

Christliche Kreise im Jemen berichten, dass am gestrigen Tag, dem 4.3.2016, ein Anschlag auf ein Betreuungsheim für Behinderte und pflegebedürftige Alten in den frühen Morgenstunden durch unbekannte Täter durchgeführt wurde.  Das apostolische Vikariat im südlichen Arabien bestätigte, dass unter den 16  getöteten sich vier Schwester des von Mutter Teresa gegründeten Missionsordens "Missionaries of Charity“  befanden. Unter den weiteren elf getöteten befanden sich einige Helfer, darunter mindestens fünf aus Äthiopien. Wie berichtet wird, sind keine der pflegebedürftigen dem Anschlag zum Opfer gefallen. Die Oberin kamen nicht zu Schaden, aber es ist nicht bekannt, was aus dem indischen Salesisianer-Priester,  der Gemeinschaft betreut, geworden ist.  Noch hat sich keine Gruppierung zum Anschlag bekannt.

Quelle: Middle East Concern

siehe auch AKREF Bericht von fidesdienst

und idea Meldung von heute:

„Diabolisch“: Vatikan verurteilt Massaker im Jemen

Dabei wurden vier Odensfrauen und zwölf Mitarbeiter in einem Altenheim ermordet

Rom/Aden (idea) – Als Akt der diabolischen Gewalt hat der Vatikan das Massaker in einem katholischen Altenheim im Jemen verurteilt. Dabei waren am 3. März in der Hafenstadt Aden nach Angaben von Radio Vatikan vier „Missionarinnen der Nächstenliebe“ und zwölf weitere Mitarbeiter ermordet worden. Mutmaßliche Dschihadisten erschossen zunächst einen Wachmann und töteten dann Schwestern, Pflegekräfte, Fahrer und Köche. Die ermordeten Ordensfrauen stammten aus Kenia, Ruanda und Indien. In dem Kondolenzschreiben des Vatikans heißt es, Papst Franziskus bete dafür, „dass dieses sinnlose Abschlachten die Gewissen erwachen lässt, eine Änderung in den Herzen bewirkt und alle Konfliktparteien dazu bewegt, ihre Waffen abzulegen und den Weg des Dialogs einzuschlagen“. Im Namen Gottes rief der Papst alle dazu auf, keine Gewalt anzuwenden und für das Volk Jemens zu arbeiten, „besonders für die bedürftigsten Menschen, denen die Schwestern und ihre Helfer dienen wollten“. Als Täter werden Angehörige der Terrororganisationen „Islamischer Staat“ (IS) oder Al Kaida vermutet. Im Jemen kämpfen Regierungstruppen – unterstützt von einer Militärallianz unter Führung von Saudi-Arabien – gegen schiitische Huthi-Rebellen, aber auch gegen den IS. Die meisten der 25,4 Millionen Einwohner des Landes sind Muslime; davon sind mindestens 30 Prozent Schiiten und die übrigen Sunniten. Die Zahl der meist ausländischen Christen wird von Religionsstatistikern auf knapp 20.000 geschätzt. Sie versammeln sich vor allem in Privaträumen. Im Jemen gibt es nur wenige Kirchen, die offiziell Gottesdienste feiern dürfen. Sie befinden sich alle in Aden. Der Islam ist Staatsreligion. Missionierung unter Muslimen ist verboten.