09.02.2012

Iran: Christliche Studentin vom Unterricht ausgeschlossen

Fatmeh Nouri, Studentin an einer iranischen Universität (die aus Sicherheitsgründen nicht genannt wird), wurde vom Revolutions-Gericht des Iran für ein Jahr vom Unterricht an der Universität ausgeschlossen. Das Urteil ergeht aufgrund der Tatsache, dass Frau Nouri zum Christentum übergetreten ist. Dies meldet die iranische christliche Nachrichtenagentur Mohabat.

Fatmeh Nouri wurde zunächst von den Sicherheitsbehörden im September 2011 in ihrer Wohnung in Teheran verhaftet und dann in das Gefängnis in Evin gebracht. 

Die Zweigstelle „Moalem Straße“ des Revolutions-Gerichtes legte ihr dann ihr Folgendes zur Last: „Besuch einer  Hausgemeinde, Beleidigung heiliger Personen und Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“. Dafür wurde sie mit einem Jahr Studier-Verbot belegt. Nach fast 3 Monaten im Gefängnis wurde Fatmeh Nori zwar entlassen, aber das Verbot bleibt bestehen.

Ihre Verhaftung steht in Zusammenhang mit einem ähnlich gelagerten Fall, dem von Leila Mohammadi. Sie wurde folgender Punkte beschuldigt: „mit Gruppen zusammen zu arbeiten, die vom Ausland abhängen; betreiben Anti-Islamischer Propaganda; durch die Bildung einer Hauskirche Bürger des Irans zu verführen; heilige Personen zu beleidigen, und die nationale Sicherheit zu gefährden“. Angeklagt wurde sie am 18. Januar von der gleichen Zweigstelle des Gerichts, nachdem sie 5 Monate in Untersuchungshaft war. Der Richter sprach sie frei vom dem Vorwurf, mit nicht-iranischen Gruppen zu kooperieren, da er davon ausging, dass sie das unabsichtlich getan hatte. Leila Mohammadi wurde zu 2 Jahren Haft verurteilt.

Die iranische Verfassung garantiert den Anhängern Nicht-Islamischer Religionen Religionsfreiheit. Die Gerichtsurteile zeigen, dass im Iran die eigenen Gesetze missachtet werden und internationale Konventionen nicht respektiert oder nur sehr zögerlich umgesetzt werden.

Quelle: Mohabat News