03.11.2017

Evangelische Allianz gegen zu frühen Weihnachtsmarkt

In Bremerhaven soll die Veranstaltung schon vor dem Ewigkeitssonntag starten

Weihnachtsmarkt Foto: Adobe Stock

Bremerhaven (idea) – Mit 5.000 Postkarten an den Oberbürgermeister der Stadt Bremerhaven, Melf Grantz (SPD), will die örtliche Evangelische Allianz gegen die Eröffnung des Weihnachtsmarktes vor der Adventszeit protestieren. Mit der rhetorischen Frage „Wurde das Fest der Liebe einmal mehr auf dem Altar des Kommerzes geopfert?“ beklagt der Initiator der Aktion, der Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche in Bremerhaven, Christhard Elle, den frühen Beginn. Überall in Deutschland sei es Tradition, dass die Weihnachtsmärkte erst nach dem Ewigkeitssonntag (in diesem Jahr der 26. November) öffnen. Die großen Märkte in Nürnberg, Hamburg oder Bremen hielten sich an diese Übereinkunft. Nur in Bremerhaven starte der Weihnachtsmarkt bereits am 20. November und damit in der „stillen Zeit“, die im Zeichen der Trauer stehe. Nach Angaben Elles schicken deshalb Christen aus Gemeinden Bremerhavens, die zur Evangelischen Allianz gehören, Postkarten an den Oberbürgermeister als „Zeichen ihres Missfallens und Protests“. Auf der Rückseite ist eine Bibelstelle aus dem Buch Prediger (3,1-11) abgedruckt. Sie beginnt mit den Worten „Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“.