19.10.2011

Evangelische Allianz: Evangelikale engagieren sich gegen Menschenhandel

Christen darf die Not der Opfer nicht gleichgültig lassen

Bad Liebenzell (idea) – Die nationalen Vereinigungen der Evangelikalen in Europa sollen sich in ihren Ländern gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution einsetzen. Dazu hat das „Europäische Netz für Freiheit“ (European Freedom Network), eine Initiative der Europäischen Evangelischen Allianz (EEA), aufgerufen. Deren Generalversammlung tagt vom 17. bis 21. Oktober in Bad Liebenzell. Nach Schätzung der EU-Kommission würden jährlich rund 120.000 Kinder und Frauen nach Westeuropa geschleust. 90 Prozent seien Opfer sexueller Ausbeutung. Ihre Not dürfe Christen nicht gleichgültig lassen, sagten Vertreter des Netzwerks. Nach ihren Worten sollten die nationalen Allianzen dafür eintreten, dass ihre Regierungen wirksamer gegen den Menschenhandel vorgehen, die Öffentlichkeit auf das Problem hinweisen und für die Opfer beten. Auf der Tagung wurden entsprechende Aktionen in mehreren Ländern vorgestellt. So soll in Dänemark ein Film gezeigt werden, der auf die Problematik aufmerksam macht. Nach Angaben des „Europäischen Netzes für Freiheit“ haben sich ihm bisher 87 Partnerorganisationen angeschlossen. Sprecherin des Netzes ist Jennifer Remhildt-Tunehag (Stockholm). Zur EEA gehören 36 nationale Allianzen, die rund 15 Millionen Evangelikale repräsentieren.