16.01.2012

Die Hoffnung auf die Ewigkeit gibt Kraft für den „Glauben am Montag“

Das Gebet für verfolgte Christen war ein Schwerpunkt der Internationalen Allianzgebetswoche 2012

Hartmut Steeb (Foto: idea)

Wir gehen von ca. 300.000 Teilnehmer an 1105 Orten aus. Das sind etwa 100.000 Menschen, die sich durchschnittlich an 3 Veranstaltungen beteiligen bzw. durchschnittlich ca. 270 Menschen an jedem Ort. 

Vorschläge zur Gestaltung der Allianzgebetswoche 2012 kamen diesmal von den französisch sprechenden Christen in der Schweiz, in Frankreich und Belgien.  Daraus haben die deutschsprachigen Allianzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gleich lautende Themen und Bibeltexte erarbeitet. Das Leitthema „Verwandelt durch Jesus Christus“ hat in vielfältiger Hinsicht deutlich gemacht, dass Christen Menschen der Hoffnung sind. Sie bleiben nicht am status quo hängen. Sie wissen um die veränderte und verwandelnde Kraft des Evangeliums. Aber sie wissen auch, dass sie nicht aus eigenen Kräften bleibende positive Veränderungen schaffen müssen. Jesus Christus schafft die Veränderung. Dabei bleiben in dieser Welt viele Hoffnungen unerfüllt. Aber Christen wissen darum, dass sie auf Gottes neue Schöpfung zugehen. Da hinein werden sie verwandelt. Darum ist es in dieser Woche auch so wichtig gewesen, die Botschaft der Hoffnung auf die Ewigkeit und die ewige Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott herauszustellen. „Nur wer Ewigkeit hat, hat Zeit. Wir brauchen daher in unser stressgeplagten Welt wieder neu die Ewigkeitsperspektive.“  

Die vorgeschlagenen Bibeltexte und das Gesamtthema führten dazu, dass die Dimension des Gebets als „Urschrei des Glaubens“ ebenso ins Blickfeld rückten wie das Thema „Einheit der Christen“ als das „Urthema der Allianz“. Erfreulich ist, dass ganz offenbar monatliche Gebetstreffen in örtlichen Allianzen, monatliche „Gebete für die Stadt“ ebenso zunehmen wie das Verständnis für die geistliche Einheit aller Kinder Gottes, unabhängig davon, in welcher „Glaubensherberge“ sie zu Hause sind. 

In den Gebeten spielte neben vielen aktuellen Entwicklungen das Eintreten für die verfolgten Christen in afrikanischen, islamischen und kommunistischen Ländern wie Nigeria, Somalia, Eritrea, Saudia-Arabien, Nordafrika, Iran, Nordkorea eine sehr starke Rolle.  

Aus meiner Sicht ist erfreulich, dass auch die gesellschaftlichen Dimensionen des Christseins insgesamt – und damit auch der ganz praktischen Nächstenliebe - immer selbstverständlicher in das Gebet einbezogen werden. Ebenso nimmt die Vielfalt der Gebetsformen weiter zu – vom Gebetskonzert bis zum Beten an „Gebetsstationen“, die in den Veranstaltungsräumen unter verschiedenen Themenschwerpunkten angeboten werden und das Gebet an Orten des öffentlichen Geschehens – vom Gebetsspaziergang bis zum Beten im Landtag, Rathaus, Bürgerhaus, Sozialeinrichtungen, Straßenbahnen.  

Die internationale Gebetswoche 2013 wird vom 13. bis 20. Januar stattfinden.

Hartmut Steeb