22.01.2018

Die evangelikale Bewegung braucht „medienwirksame Gesichter“

Empfang: Wie die Evangelische Allianz besser wahrgenommen werden kann

Der Pastor der evangelischen Freikirche ICF Karlsruhe, Steffen Beck. Foto: ICF Karlsruhe/idea

Stuttgart (idea) – Wenn die evangelikale Bewegung will, dass ihre Anliegen in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, braucht sie „medienwirksame Gesichter“. Dieser Ansicht ist der Pastor der evangelischen Freikirche ICF Karlsruhe (International Christian Fellowship/Internationale Christliche Gemeinschaft), Steffen Beck (Karlsruhe). Er sprach bei einem Empfang der Evangelischen Allianz Stuttgart am 21. Januar zum Abschluss der Allianzgebetswoche. Vor den Mitarbeitern von etwa 60 Gemeinden und Gemeinschaften sagte Beck – er ist einer der beiden Versitzenden der Evangelischen Allianz in Karlsruhe –, dass kaum ein Politiker oder Journalist die Aufspaltung der evangelischen Christenheit in zahlreiche Konfessionen verstehe. Deshalb interessiere es sie auch nicht, dass bibeltreue Gruppen in der Evangelischen Allianz ein gemeinsames Dach hätten. Aus diesem Grund blieben sowohl das vielfältige gesellschaftliche Engagement der Evangelikalen als auch ihre Äußerungen zu ethischen Fragen meist unbeachtet. Der Wunsch Jesu Christi, dass seine Nachfolger eins seien, habe jedoch das Ziel, dass die Welt die Bedeutung des christlichen Glaubens erkenne, sagte Beck. Hilfreich seien deswegen Persönlichkeiten, die lokale evangelikale Zusammenschlüsse bei den Verantwortlichen und Meinungsmachern ihrer Stadt überzeugend repräsentieren können. Als Beispiel nannte Beck das von ihm mitgeleitete Forum evangelischer Freikirchen Karlsruhe. Heute wisse die Öffentlichkeit, dass es neben den Vertretern der beiden großen Kirchen noch einen weiteren christlichen Ansprechpartner gebe. Voraussetzung sei das in den zurückliegenden Jahren gewachsene gegenseitige Vertrauen unter den beteiligten 22 Freikirchen. An den sieben wöchentlichen Gottesdiensten der ICF Karlsruhe nehmen rund 1.500 Besucher teil. Bei den sieben Abenden der Allianzgebetswoche in Stuttgart kamen jeweils 120 bis 200 Christen zusammen.

Unterstützung für „HoffnungsHaus“ und „Ostergarten“

Die Stuttgarter Allianz unterstützt zahlreiche missionarische und soziale Projekte. Dazu gehört unter anderem das „HoffnungsHaus“ im Rotlichtmilieu, das Prostituierten einen Rückzugsort bieten und Angebote zum Neuanfang zeigen soll. Einen „Ostergarten“, der kirchenfernen Menschen die christliche Botschaft auf anschauliche Weise nahebringt, besuchten im vergangenen Jahr rund 16.500 Personen. Vorsitzender ist der Leitende Referent des Stuttgarter CVJM, Pfarrer Andreas Schäffer.