20.03.2018

Deutschland: Thema Christenverfolgung

Hermann Gröhe ist neuer Kirchenbeauftragter der Union

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann Gröhe ist neuer Beauftragter für Kirchen und Religionsgemeinschaften. Foto: BMG/Jochen Zick/idea

Gröhe setzte das Thema Christenverfolgung auf die Tagesordnung

(idea) Er sorgte als Erster dafür, dass das Thema Christenverfolgung auf die Tagesordnung des Parlaments kam. In seiner Zeit als Bundesgesundheitsminister wandte sich Gröhe gegen jegliche Form der Beihilfe zum Suizid. Selbsttötung dürfe nicht zu einem Akt wahrer Freiheit verklärt werden. Er maße sich jedoch kein Urteil an über Menschen, die in schwerster Not eine solche Entscheidung träfen. Stattdessen plädierte er dafür, die schmerzlindernde Palliativmedizin auszuweiten. Bei einem von der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Deutschen Evangelischen Allianz 2006 in Berlin veranstalteten Forum begrüßte es Gröhe, dass Evangelikale verstärkt ihre Verantwortung für die Politik wahrnehmen. Er empfahl Gemeinden, nicht nur allgemein für die Politik zu beten, sondern das Gespräch mit Kommunalpolitikern und Wahlkreisabgeordneten zu suchen. So könne man gezielt Fürbitte tun. Über seinen Glauben sagte Gröhe: „Der Glaube an Jesus Christus gibt mir Halt im Leben und – wie ich hoffe – auch im Sterben. Das würde ich von einem Parteiprogramm nicht sagen.“ Gröhe ist verheiratet und hat vier Kinder. Die Bundestagsfraktionen von FDP, Bündnis90/Die Grünen, „Die Linke“ und AfD hatten ihre religionspolitischen Sprecher bereits zuvor benannt. Bei den Liberalen übernimmt diese Aufgabe der Jurist Stefan Ruppert (Oberursel bei Frankfurt am Main), bei den Grünen der Rechtsanwalt Konstantin von Notz (Mölln), bei den Linken Christine Buchholz (Offenbach) und bei der AfD Volker Münz (Göppingen). Wer bei der SPD das Amt übernimmt, ist noch nicht bekannt.