30.06.2017

Deutschland: Sie halfen Leprakranken in Nepal

Neuer Preis der Akademie für Weltmission würdigt die Arbeit von Missionaren

Roswitha und Paul Gerhard Kalthoff waren von 1972 bis 1985 in Nepal tätig. Foto: AWM Korntal/idea

Korntal (idea) – Für seinen Einsatz für Leprakranke in Nepal ist das Ehepaar Paul Gerhard und Roswitha Kalthoff (Lindlar bei Köln) geehrt worden. Es erhielt den erstmals von der Akademie für Weltmission (Korntal bei Stuttgart) verliehenen „Lebens.Werk-Preis“. Der Arzt und seine Frau waren von 1972 bis 1985 in dem südasiatischen Land tätig. Die größte fachliche Herausforderung habe damals darin bestanden, Leprakranke früh zu entdecken und wirksam zu behandeln – und das zu einer Zeit, als das Land über keine ausgebauten Straßen verfügte. Nach der Rückkehr nach Deutschland war Kalthoff 17 Jahre als Missionsleiter des Missionshauses Bibelschule Wiedenest (Bergneustadt bei Köln), heute „Forum Wiedenest“ tätig. Außerdem engagierte er sich u. a. bei der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen, bei „Hilfe für Brüder International“, „Christliche Fachkräfte International“ (alle Stuttgart). In seiner Laudatio würdigte der Rektor der Akademie für Weltmission, Traugott Hopp, Kalthoff als „Pionier der Liebe Gottes in Nepal“. Er habe vielen Leprakranken in dem Land geholfen und mit seiner Frau das Evangelium „tatkräftig gelebt“. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert. Er soll künftig jährlich vergeben werden, um langjähriges, herausragendes Engagement zu würdigen. Die Akademie für Weltmission bildet Pastoren, Missionare, Personalverantwortliche und Lehrer aus. Sie betreibt dazu die Europäische Schule für Kultur und Theologie sowie das Europäische Institut für Migration, Integration und Islamthemen. Sie hat rund 50 Dozenten und 350 nebenberufliche Studenten.

Anmerkung der Redaktion: Unermüdlich auch im Ruhestand arbeitet Paul Gerhard Kalthoff für AKREF als Übersetzer. Wir gratulieren dem Ehepaar für seine würdige Auszeichnung.