15.04.2018

Deutschland: Flüchtlinge: Die evangelistischen Chancen nutzen

Der Arbeitskreis für Migration und Integration der Evangelischen Allianz will Christen in Konferenzen schulen. Screenshot: AMIN

Bad Blankenburg (idea) – In Deutschland ist etwa jeder achte Einwohner ein Migrant. Seit 2015 sind zudem rund 1,5 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, um hier Asyl zu beantragen. Diese Situation birgt auch evangelistische Chancen. Davon ist der Arbeitskreis für Migration und Integration (AMIN) der Deutschen Evangelischen Allianz (Bad Blankenburg) überzeugt. Deswegen bietet er in diesem Jahr Tageskonferenzen in Kooperation mit der Initiative „JesusUnites“ (Jesus vereint/Korntal) und der Gemeindegründungsbewegung „MissionMosaik“ (Frankfurt am Main) an. Die Konferenzen tragen den Namen „Christ4all“ (Christus für alle) und richten sich an alle Christen, die Migranten von Jesus erzählen wollen. Die Konferenzen geben Impulse, wie etwa vom Islam zum Christentum übergetretene Muslime in Jüngerschaftsprogrammen betreut werden können und welche Materialien sowie Konzepte es dafür gibt.

Tausende Flüchtlinge in ihrer Muttersprache erreicht

Ausgangspunkt des neuen Projekts waren zwei Evangelisationen unter der Bezeichnung „Christ4Afghans“ (Christus für Afghanen) und „Christ4Arabs“ (Christus für Araber) im September und November 2017. Bei diesen Veranstaltungen erreichte der Arbeitskreis laut dem Referenten für Migration und Integration der deutschen Allianz, Herbert Putz (Haiger/Mittelhessen), mehrere tausend Flüchtlinge im deutschsprachigen Raum mit der christlichen Botschaft. Die Idee dahinter: Deutsch sprechende Christen laden ihre afghanischen sowie ihre arabischen Bekannten und Freunde in ihr Wohnzimmer oder Gemeindehaus ein. Dort verfolgen sie gemeinsam ein evangelistisches Programm, das live per Internet übertragen wird. Mehrere Besucher seien Christen geworden, sagte Putz der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Der Arbeitskreis für Migration und Integration führt die Arbeit der 1975 gegründeten Arbeitsgemeinschaft für Ausländermission (seit 1995 Arbeitsgemeinschaft für Ausländer, 2007 in AMIN umbenannt) fort. Er gibt das Evangelium an Menschen mit Migrationshintergrund weiter und bietet eine Plattform zur Schulung und Vernetzung von Freiwilligen. Nach eigenen Schätzungen sind 600 ehrenamtliche Mitarbeiter in fast 40 regionalen AMIN-Kreisen aktiv. Die genauen Daten zu den Tageskonferenzen „Christ4all“ können auf der Internetseite www.amin-deutschland.de abgerufen werden.