15.08.2011

Deutschland: Fastenbrechen mit Muslimen feiern?

Bremer CDU feiert Fastenbrechen mit Muslimen Integrationsbeauftragte: „C“-Partei sucht „Kontakt auf Augenhöhe“

Bremen (idea) – An einem islamischen „Iftar-Mahl“, das die CDU-Fraktion in der Bremer Bürgerschaft am 12. August ausgerichtet hat, haben sich rund 90 Personen beteiligt. Davon seien etwa 75 Muslime gewesen, berichtete die Fraktionssprecherin für Integration, Sigrid Grönert, auf Anfrage von idea. Sie habe sich über die Reaktion auf die erstmalige Einladung zu dem Abendessen im islamischen Fastenmonat Ramadan gefreut. Die CDU Bremen wolle damit zeigen, „dass wir Interesse am Kontakt auf Augenhöhe“ mit Muslimen habe. Eine Religionsvermischung habe sie nicht festgestellt. Teil des Essens war ein islamisches Maghrib-Gebet. Daran habe sie sich als Christin innerlich nicht beteiligen können, sagte Grönert, die zur Bremer Paulus-Gemeinde des Mülheimer Verbandes Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden gehört.

EAK-Vorsitzende: Islamische Rituale in CDU nicht nötig

Die Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Bremen (EAK), Elisabeth Motschmann, erklärte gegenüber idea, um ein gutes und friedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen zu organisieren, sei es richtig und wichtig, aufeinander zuzugehen und miteinander ins Gespräch zu kommen. „Um dieses Ziel zu erreichen, ist es jedoch nicht erforderlich, dass die CDU als Veranstalter muslimische Rituale wie das Fastenbrechen durchführt“, so Motschmann. Umgekehrt erwarte sie auch nicht, dass Muslime Christen zu deren Fastenbrechen, dem Osterfrühstück, einladen. Respekt und Toleranz gegenüber anderen Religionen bedeute, „dass wir die Unterschiede verstehen, aber nicht vermischen“. Motschmann ist auch kirchenpolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion.