26.09.2017

Deutsche Evangelische Allianz: Wir bitten Christen um Gebet für unser Land

„Respekt und Fairness sind nötig“

(Bad Blankenburg) Eigentlich konnten die Ergebnisse nicht mehr richtig überraschen, auch wenn die CDU/CSU und die SPD noch schlechter abgeschnitten haben, als vor der Wahl in den Prognosen erwartet. Da die SPD – offenbar auf das abschmetternde Ergebnis vorbereitet – sich offensichtlich schon vor dem Wahlabend für die Oppositionsrolle entschieden hat, können und müssen die Koalitionsgespräche nun schnell beginnen. Alle betonen zu Recht, dass dies schwierige Gespräche werden. 

Wir bitten Christen darum um Gebet für unser Land. Wir bitten, jetzt für die gewählten Abgeordneten im Deutschen Bundestag zu beten, aber auch für jene, die nicht gewählt wurden. Wir bitten um Fürbitte für alle Verantwortungsträger, besonders für jene, die in diese Gespräche zur Regierungsbildung eingebunden sind, angefangen von der Bundeskanzlerin und den Parteivorsitzenden. 

Wir beten, dass in den Koalitionsverhandlungen gerade diese Grundwerte in besonderer Weise in den Mittelpunkt gerückt werden. So die Würde des Menschen in allen Phasen seines Lebens, das Recht auf Leben für alle - auch für die noch nicht Geborenen und die alten, kranken, sterbenden Menschen, die Gleichberechtigung für alle Menschen, das Recht auf freie Religionsausübung und Meinungsäußerung, der Schutz von Ehe und Familie und der Mütter sowie die anderen Freiheitsrechte. Wir erinnern daran, dass diese Grundrechte auf biblisch-christlichen Grundüberzeugungen ruhen. Darum gilt es, diese Werte auch in der Öffentlichkeit zu vertreten. 

Viele wichtige Themen stehen an, wie z.B. die Frage einer geordneten Einwanderung. Wir bitten auch darauf zu achten, dass wir nicht zu unseren Gunsten Fachkräfte aus der Zwei-Drittel-Welt anwerben, die dort viel nötiger gebraucht werden zur Entwicklung eigener wirtschaftlicher Stärke. Dadurch könnten Fluchtursachen verringert werden. 

Im Blick auf den Wahlausgang sind wir dankbar für eine höhere Wahlbeteiligung, ein gutes Zeichen für die Stärkung der Demokratie. Wir bitten sehr darum, dass nun auch mit allen Abgeordneten aller Parteien respektvoll und fair umgegangen wird und die Wahlkampfrhetorik der Sacharbeit weicht. 

Ekkehart Vetter, Siegfried Winkler, Hartmut Steeb