22.03.2018

Der Hauptvorstand der DEA tagte in Bad Blankenburg

Allianz-Generalsekretär: Streichung des idea-Zuschusses ist ein Skandal

Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, Foto: idea

Bad Blankenburg (idea) – Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), hat die Streichung des Zuschusses für die Evangelische Nachrichtenagentur idea durch die EKD-Synode im November kritisiert. Er äußerte sich am 21. März auf der Hauptvorstandssitzung des evangelikalen Dachverbandes in Bad Blankenburg. Die Synode hatte beschlossen, idea als einzigem Werk ohne Vorankündigung einen seit Anfang der 80er Jahre gewährten Zuschuss in Höhe von 132.000 Euro in diesem und im nächsten Jahr zu kürzen und ab 2020 ganz zu streichen. Dass eine solch einschneidende Veränderung erfolgte, ohne vorher mit idea Kontakt aufzunehmen, sei völlig unüblich und habe zu Recht den „Mantel des Skandals“ erhalten. Steeb: „So geht man nicht miteinander um.“ Die gute Nachricht sei, dass es idea finanziell und auch mit Blick auf Bekanntheit und Verbreitung nicht geschadet, sondern genutzt habe.

Das „Mission Manifest“ wird begrüßt, aber nicht unterschrieben

Steeb nahm ferner zu dem von evangelikal orientierten Katholiken verfassten „Mission Manifest“ Stellung, das am Jahresanfang auf der Glaubenskonferenz „MEHR“ in Augsburg vorgestellt wurde. In dem Papier mit zehn Thesen wird Mission als das Gebot der Stunde bezeichnet. Zu den Verfassern des Papiers gehören der Gründer und Leiter des Gebetshauses Augsburg, der katholische Theologe Johannes Hartl, der Direktor des päpstlichen Missionswerkes „Missio“ in Österreich, Pater Karl Wallner (Wien), sowie der katholische Publizist Bernhard Meuser (Augsburg). Der Geschäftsführende Vorstand der Allianz sei sich einig, dass es zwar große Schnittmengen gebe, man aber einiges anders formuliert hätte: „Als Nicht-Katholik kann man es vom Wortlaut her nicht unterschreiben.“ Es sei speziell als Manifest von katholischen Christen in deren Kirche hinein formuliert worden. So heiße es beispielsweise in These 6 „Wir Christen in der katholischen Kirche …“. Steeb: „Darum können wir das Mission Manifest wohl begrüßen, es uns aber nicht zu eigen machen.“

GemeindeFerienFestival SPRING wird immer beliebter

Der Generalsekretär äußerte sich zudem dankbar zur Entwicklung des GemeindeFerienFestivals SPRING im nordhessischen Willingen. Es findet in diesem Jahr vom 2. bis 7. April statt. Man habe bereits über 3.500 Anmeldungen. Sollte die Zahl noch auf 3.600 steigen, denke man mit Blick auf die begrenzten Veranstaltungsräume über einen Anmeldestopp nach. Die größere Herausforderung sei inzwischen die Jahreskonferenz der Evangelischen Allianz in ihrem Hauptzentrum im thüringischen Bad Blankenburg. In den vergangenen Jahren sei die Besucherzahl rückläufig gewesen. 2017 lag sie bei 1.700.

Zusammenarbeit mit messianischen Juden und Israel-Werken wächst

Steeb berichtete, dass die Allianz die Vereinigung „Christen an der Seite Israels“ in ihr Netzwerk aufgenommen habe. Es sei erfreulich, dass immer mehr messianische Juden und Organisationen, die sich mit Israel beschäftigten, den Kontakt suchten. Weitere mit der Allianz verbundene Werke seien die „Arbeitsgemeinschaft für das Missionarische Zeugnis an Israel“ (AMZI), der Evangeliumsdienst „Beit Sar Shalom“, der „Evangeliumsdienst für Israel“ (EDI), die „Internationale Christliche Botschaft Jerusalem“ (ICEJ), die internationale Bewegung „Juden für Jesus“ und das Missionswerk Philippus-Dienst. Steeb regte an, über die Gründung eines Allianz-Arbeitskreises Israel nachzudenken. <formfeed></formfeed>Die Deutsche Evangelische Allianz ist der Dachverband von über einer Million theologisch konservativen Protestanten in Deutschland. Bekannt ist sie vor allem durch die zu Anfang jedes Jahres an 1.000 Orten stattfindende Allianzgebetswoche.