"Das bestüberlieferte Buch der Antike"
Roland Werner über das Vertrauen in das Neue Testament
"Jesus - Fiktion oder Fakt?" war das Thema eines Seminars zum 11. GemeindeFerienFestival SPRING in Ruhpolding. Der Marburger Theologe und Afrikanist Dr. Roland Werner erklärte vor rund 70 Teilnehmern, wieso er kein Problem damit habe, an Jesus Christus oder das Neue Testament zu glauben.
Kernthema seines Vortrags war die Frage des Vertrauens in das Neue Testament. Immer wieder betonte Werner: "Das Neue Testament ist das bestüberlieferte Buch der ganzen Antike." Es gebe 4000 Abschriften des Neuen Testaments allein in griechischer Sprache - so viele wie bei keinem anderen Buch der Antike. Außerdem sprächen zahlreiche Übersetzungen in andere Sprachen für das Neue Testament. Dann seien noch die vielen Zitate früher Theologen eine weitere Bestätigung. Werner schlussfolgerte: "Aufgrund der Fülle kommen wir sehr klar an den Urtext."
Immer wieder werde in Zeitschriften und Magazinen, wie z.B. "Der Spiegel" Jesus in Frage gestellt. Werner: "Manches, was da geschrieben steht, ist im besten Falle modern, populär." Es gehe darum, die Auflage der Publkationen oder die Einschaltquote der Sendungen zu steigern. "Schon im Religionsunterricht weiß man nichts Genaueres zu Fragen über Jesus", so der Theologe. Dabei gebe es jede Menge historisches Wissen über Jesus Christus. Neue Verschwörungstheorien oder die Apokryphen-Evangelien führten jedoch zur Verwirrung. Theorien, dass der Vatikan versuche, die Wahrheit über Jesus zu verschleiern, seien "Unsinn".
"Jesus Christus ist so viel wichtiger!"
Weiter sagte der Marburger Theologe: "Bei Caesar hat man kein Problem, an ihn zu glauben. Warum bei Jesus? Weil er so viel wichtiger ist!" Denn wenn das Neue Testament wahr sei, habe das enorme Auswirkungen. Jesus Christus sei dann tatsächlich der einzige Weg zur Erlösung. Interessant sei zudem, dass selbst nichtgläubige Menschen wie der angesehene philosophische Schriftsteller Josephus Flavius bereits um 50 n. Chr. die Wiederauferstehung Jesu bezeugte.
DEA-Beauftragter fordert Christen auf: Mischt Euch ein!
Ein sehr viel stärkeres Engagement der Christen in Bereich der Politik hat der Beauftragte der Deutschen Evangelischen Allianz am Sitz des Deutschen Bundestages und der Bundesrgierung, Wolfgang Baake bei einem Seminar beim GemeindeFerienFestival SPRING in Ruhpolding gefordert.
Angesichts der Orientierungslosigkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen seien Christen aufgerufen von ihrer Orientierung,die auf ihren Glauben begründet ist, zu reden. Baake wandte sich zugleich gegen das Vorurteil, Politik sei ein schmutziges Geschäft. Der Beauftragte der Evangelischen Allianz dazu: "Schwarze Schafte gibt es leider in allen Teilen der Gesellschaft und deshalb leider auch unter Politikern." Außerdem lehnte Baake jede Verallgemeinerung "negativer Erfahrungen" mit der Politik ab.
Wolfgang Baake forderte die Christen auf, die in der Bevölkerung vorhandene "Politikabstinenz und Wahlmüdigkeit" durch "engagiertes gesellschaftspolitisches Handeln" zu verändern. Baake: "Christen mischt Euch in die Gesellschaft ein!" So böten beispielsweise die Wahlen im Jahre 2009 viele Möglichkeiten, sich positiv in den demokratischen Parteien einzubringen. Auch könne man dadurch einer von einigen Parteien und Medien geplanten "Kriminalisierung eines Teils der Christen" entgegenwirken.



