04.10.2017

Christustag in Bayern: Für eine missionarische Verkündigung

Rund 1.700 Besucher kamen zu fünf regionalen Treffen

Logo Christustag un Bayern

München (idea) – Friede mit Gott ist nur im Glauben an Jesus Christus zu finden. Das erklärten Referenten des vierten bayerischen Christustags, der vom dortigen Arbeitskreis Bekennender Christen organisiert wurde. Zu den Veranstaltungen in Bayreuth, Lauf an der Pegnitz (bei Nürnberg), München, Regensburg und Wieseth (bei Ansbach) kamen rund 1.700 Besucher. Dabei wurde eine Erklärung verabschiedet, in der es unter anderem heißt: „Angesichts offenkundiger Versuche, die unterschiedlichen Wahrheits- und Heilsansprüche der Religionen als gleich gültig zu erklären, bekennen wir: Nur der Glaube an Jesus Christus rettet, schenkt Vergebung der Sünden und Hoffnung auf das ewige Leben.“ Aus diesem Grund sei auch die missionarische Verkündigung von zentraler Bedeutung.

Generalsekretär Steeb: Kirche muss Jesus Christus verkündigen

Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart) sagte in Wieseth, dass es in der Welt zu Streit, Hass und Krieg komme, weil die Menschen ihre Mitte, die Gemeinschaft mit Gott, verloren hätten. Darum sei es „geradezu verrückt“, wenn christliche Symbole und der Glaube an Jesus Christus aus der Öffentlichkeit verbannt würden. Ihn der Welt bekannt zu machen, sei der wichtigste Auftrag der Kirche. Der Christustag Bayern fand zum vierten Mal nach 2012, 2014 und 2015 statt. Die meiste Besucher kamen nach Bayreuth (rund 600) sowie nach Wieseth (rund 500). 

Sächsicher Landesbischof: Christen sind schläfrig geworden

Christen sollten Jesus Christus wieder mehr ins Zentrum stellen, „denn das ist es, was unser Land so dringend braucht”. Diese Ansicht vertrat der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Carsten Rentzing (Dresden), in Bayreuth. Ihm zufolge werden Kirchen deshalb immer leerer, weil Christen schläfrig geworden sind. Dabei könne man von jungen Gemeinden lernen, dass sie von einer großen Leidenschaft für Christus geprägt seien. Das zeige sich auch darin, dass sie sich mehr um Arme und Schwache kümmerten. Rentzing sieht im Rückgang des christlichen Glaubens in Deutschland die Chance, „dass wir uns neu auf die Tiefe unseres Glaubens besinnen“.

Regionalbischöfin: Im interreligiösen Dialog mehr von Jesus Christus sprechen

Ähnlich äußerte sich die Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner. Christen sollten im interreligiösen Dialog mehr von Jesus Christus sprechen. Ihr zufolge wird der christliche Glaube uninteressant für Anhänger anderer Religionen, wenn nur die Gemeinsamkeiten herausgestellt werden und weniger, was für Christen wichtig sei. Die Welt benötige Gottes Sohn, da er der „heilende Heiland“ sei. Jesus Christus zeige, wie Gott wirklich sei, so die Theologin. Denn was sich Menschen unter ihm vorstellten, reiche vom höheren unpersönlichen Wesen über einen harten gnadenlosen Richter „bis hin zur esoterisch gelobten Energie, die uns niemals kritisch gegenübertritt“. Ein solcher Gott helfe der Welt nicht, weil es ihn gar nicht gebe. Greiner: „Allein ein Gottesbild, das so ist, wie Christus es zeichnet und lebt, bringt Frieden in die Welt.“

Dekan Roth: Kirche muss vor allem christlichen Glauben verkündigen

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Bekennender Christen, Dekan Till Roth (Lohr am Main), forderte in Lauf an der Pegnitz, die Glaubensvermittlung ins Zentrum allen kirchlichen Handelns zu stellen: Gemeindemitglieder müssten gestärkt und dazu ausgebildet werden, um in ihrem persönlichen Umfeld vom Glauben zu sprechen. Evangelistisch begabte Menschen seien aber auch als Hauptamtliche in der Kirche wichtig. Roth: „Wenn der Kirche noch mehr bewusst sei, welche zentrale Bedeutung der Glaube an Jesus Christus hat, würde sie vor allem danach fragen, wie Menschen zu diesem Glauben finden können.”

Pfarrer Eißler: Die Beichte hilft, Frieden zu finden

Der Vorsitzende der Pfarrer-Arbeitsgemeinschaft „Confessio Württemberg“, Tobias Eißler (Ostfildern bei Stuttgart), sagte in Wieseth, dass das beste Mittel gegen Angst der unvergleichliche Friede sei, den Jesus Christus jedem schenken wolle (Johannes 14,27). Er ermutigte, die Beichte wiederzuentdecken. Denn wer seine Schuld beim Sohn Gottes abgebe, finde Frieden: „Vielleicht helfen mir stille fünf Minuten, in denen ich ein und dasselbe Bibelwort anschaue oder der nächste Abendmahlsgottesdienst.“ Christen seien außerdem dazu aufgerufen, „als Träger des Gottesfriedens“ diesen an andere weiterzugeben.