19.06.2014

Christustag 2014

21.000 Evangelische feierten Gottesdienst im Stuttgarter Stadion

Quelle: www.Christustag.de

·       Straßenfest-Atmosphäre auf der Mercedesstraße bei strahlendem Sonnenschein

·       Volker Kauder: „Wir wollen, dass alle Menschen frei und unbedrängt ihren Glauben leben können.

·       Internationale Gäste berichteten über Christen in anderen Teilen der Welt

Stuttgart, 19. Juni 2014 // Rund 21.000 Besucher aus ganz Deutschland feierten heute in der Stuttgarter Mercedes-Benz Arena und auf der Straße vor dem Stadion den Christustag 2014. Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Teil Seiner Geschichte“. Christen aus verschiedenen Teilen der evangelischen Kirche verfolgten ein abwechslungsreiches Programm, bei dem zentrale Aussagen des christlichen Glaubens im Mittelpunkt standen. Während der Pausen informierten rund 130 christliche Organisationen, Vereine und Werke auf der eigens gesperrten Mercedesstraße und neben dem Stadion über ihre Arbeit. Für rund 1.500 Kinder wurden zahlreiche Spielbereiche und ein eigenes buntes Programm in der SCHARRena und anderen Räumen angeboten. Hauptveranstalter waren die Christusbewegung „Lebendige Gemeinde“, der CVJM-Gesamtverband in Deutschland e.V., die Deutsche Evangelische Allianz und der Evangelische Gnadauer Gemeinschaftsverband.  

Ralf Albrecht, Dekan in Nagold und Vorsitzender des Christustag-Mitveranstalters Christusbewegung „Lebendige Gemeinde“ zeigte sich sehr zufrieden: „Das war ein Tag, der unser eigentlichstes Ziel voll erreicht hat: Dass viele Christen zusammenstehen, dass sie gemeinsam öffentlich sagen, was vor Gott gilt. Und dass sie einen Meilenstein hin auf das Reformationsjubiläum 2017 gestalten: Jesus Christus allein ist die Mitte unseres Glaubens. Das macht richtig Mut, auch die nächsten großen Schritte anzugehen, wie den Christustag 2015 auf dem Kirchentag.“

Dr. Roland Werner: Gebet ist wichtiger denn je

Auch Dr. Dr. Roland Werner, Generalsekretär des CVJM-Gesamtverbands in Deutschland, freute sich über die Die Hauptveranstalter äußerten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Tages. „Ich freue mich über die guten Reaktionen zum Christustag und zur Initiative ‚Zeit zum Aufstehen‘. Für mich ist ganz wesentlich, dass es dabei um keine politische Aktion geht, sondern um einen geistlichen Prozess. Geistliche Erneuerung fängt immer beim Einzelnen an. – Besonders bewegte mich das Leiden der Menschen, die um ihres Glaubens willen verfolgt werden. Dass das Evangelium solch einen Widerstand auslöst, und dass die Ideologien und politisch-religiösen Systeme sich so rabiat gegen Christen und gegen die Bibel wenden, erschüttert mich immer wieder. Wir, die wir unsere Stimme erheben können, müssen diese Freiheit unbedingt verteidigen und für die eintreten, deren Stimmen nicht gehört werden. Das sind Millionen von Verfolgten und Benachteiligten. Dabei ist Gebet wichtiger denn je.

 

Dr. Michael Diener: Flagge zeigen für unser Verständnis des Evangeliums

„Ich danke allen, die sich, wo auch immer, für diese ganz besondere Veranstaltung eingesetzt haben und nun auch am Christustag selbst mitgearbeitet haben. Inhaltlich bin ich überzeugt, dass der Tag eine große Ermutigung für alle Teilnehmenden sein wird. Christustag – das war auch Flagge zeigen für unser Verständnis des Evangeliums und für  unsere Bereitschaft, diese Botschaft, die millionenfach an der Basis unserer Kirchen, Gemeinschaften und Werke gelebt wird, verantwortlich in Planungen und Inhalte der kommenden Großveranstaltungen mit einzubringen“, sagte Dr. Michael Diener, Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands und Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz.

Gäste berichten über Situation von Christen in anderen Erdteilen

Zahlreiche Details im Programm nahmen auf das Motto „Teil Seiner Geschichte“ Bezug. So kamen verschiedene internationale Gäste in die Mercedes-Benz Arena und gaben den Zuschauern einen Eindruck davon, was es heißt, in anderen Erdteilen Christ zu sein. Die Hauptpredigt hielt der Bildungsfachmann und Unternehmer Dr. Kim Chin Kyung. Er ist Präsident zweier christlich geprägter Universitäten in Nordostchina sowie Nordkorea, mit deren Gründung er weltweit für Aufsehen sorgte. Kim fand mit 15 Jahren in einem Schützengraben des Koreakrieges zum christlichen Glauben. In seinem Vortrag am Vormittag spracht er über seine Überzeugung, dass bedingungslos gelebter christlicher Glaube auch heute noch die Welt verändern kann.

Das Thema Christenverfolgung griff Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, in einem Kurzvortrag am Nachmittag auf. „Die Verfolgung von Christen hat weltweit dramatisch zugenommen. Religionsfreiheit bleibt daher ein wichtiges Thema. Wir wollen, dass alle Menschen frei und unbedrängt ihren Glauben leben können.“ Das gelte für Deutschland, wo Muslime große Moscheen bauen dürften, aber das sollte auch in der die islamischen Welt gelten, wo Christen ihre Kirchen bauen wollen. Auch dürfe Deutschland nicht zulassen, dass eine Frau im Sudan hingerichtet wird, nur weil sie ihrem Glauben an Jesus nicht abschwören möchte. Er setze sich mit seinen Möglichkeiten dafür ein, dass der Frau geholfen wird. Die Anwesenden bat Volker Kauder: „Ich bitte sie, täglich für verfolgte Christen zu beten.“

Maggie Gobran: Lies in der Bibel – dem absoluten Weltbestseller

Maggie Gobran, die für den Friedensnobelpreis nominierte und als „Mutter Teresa von Kairo“ bezeichnete koptische Christin, ermutigte die Besucher, jeden Tag des Lebens einen „Mehrwert“ zu geben: „Gib jeden Tag etwas weiter – und wenn es nur ein Lächeln oder ein gutes Wort ist. Und lerne jeden Tag etwas Neues. Das geht am besten mit regelmäßigem Lesen der Bibel – dem absoluten Weltbestseller.“ Maggie Gobran versorgt mit dem Hilfswerk Stephens Children über 30.000 Familien in den Slums der ägyptischen Metropole.

Zu den wachsenden christlichen Gemeinden in Südamerika wurde der Brasilianer Dr. Decio de Carvalho am Nachmittag interviewt. Er ist Leiter von COMIBAM (Congreso Misionera Iberoamericana), des derzeit am schnellsten wachsenden Missionsbundes der Welt. 12.000 Missionare seien im Auftrag des COMIBAM in 180 Ländern unterwegs. Er betonte die Bedeutung der übergreifenden Zusammenarbeit bei allen missionarischen Aktivitäten.

Präsentation des Impulses „Zeit zum Aufstehen

Als wichtigen Beitrag zum Reformationsjubiläum betrachteten die Veranstalter auch die öffentliche Präsentation der „Initiative für die Zukunft der Kirche“. Mehrere der Initiatoren stellten den Aufruf mit dem Titel „Zeit zum Aufstehen“ im Vormittagsprogramm vor. Sie richten sich damit vor allem an die evangelischen Landeskirchen. „Unser Anliegen ist es, dass sich Christen aus den unterschiedlichsten Richtungen unserer Kirche in der Mitte treffen, die uns verbindet: bei Jesus Christus und dem, was er für uns am Kreuz getan hat“, sagte Pfarrer Steffen Kern, Mitinitiator des Aufrufs und Vorsitzender des Württemberger Gemeinschaftsverbandes „die Apis“. In dem Papier heißt es unter anderem: „Wir leben von der Barmherzigkeit des dreieinigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Bewegt von seiner Liebe, stehen wir gemeinsam auf gegen Lehren, Ideologien und Kräfte in unseren Kirchen und in unserer Gesellschaft, die die Würde des Menschen in Frage stellen, die Freiheit des Bekenntnisses einschränken und das Herzstück unseres Glaubens preisgeben. Wir laden alle Christen dazu ein, mit uns aufzustehen.“ Der Aufruf kann unter www.zeit-zum-aufstehen.de unterzeichnet werden. Neben den Initiatoren und annähernd 400 Erstunterzeichnern hatten bis zum Ende des Christustages bereits über 7.500 Christen ihren Namen unter die Initiative gesetzt. In den kommenden Tagen rechnen die Initiatoren mit einem zusätzlichen Schub. Steffen Kern: „Wir sind sehr dankbar, dass sich viele Menschen einen neuen Aufbruch in unserer Kirche wünschen. Mit ihrer Unterschrift drücken sie zugleich aus, dass sie eine große Hoffnung mit ihrer Kirche verbinden. Darum kommt es darauf an, dass wir uns wie bei der Reformation auf das Wesentliche besinnen, das uns ausmacht. Nur so wächst die Kirche und nur so wird sie eine neue Bedeutung für unsere Gesellschaft gewinnen.“

Christustag hat eine lange Tradition

Der Christustag 2014 knüpfte an eine lange Tradition an: Seit über 50 Jahren laden evangelische Christen in Baden-Württemberg an Fronleichnam zu Glaubens- und Bibelkonferenzen ein. In der Vergangenheit weiteten sich diese Konferenzen immer wieder zu bundesweiten „Gemeindetagen unter dem Wort“ aus. Eine gemeinsame Feier im Stuttgarter Stadion gab es zuletzt vor 25 Jahren.

Straßenfestatmosphäre auf Mercedesstraße

Auf der Mercedesstraße und rings um das Stadion sorgten Kleinkünstler für eine Straßenfestatmosphäre. Für Kinder waren mehrere Hüpfburgen aufgebaut und verschiedene Mitmachspiele luden ein, selbst aktiv zu werden. Bei strahlendem Sonnenschein wurden die Angebote ausgiebig genutzt.

Simultane Übersetzung – auch für Gehörlose

Viele fremdsprachige Gäste nutzten die Möglichkeit, das Programm simultan in Englisch, Französisch, Arabisch, Türkisch, Italienisch und in deutsche Gebärdensprache zu verfolgen.

Wiederholung im Fernsehen

An den folgenden Sonntagen werden Teile des Programms im Fernsehen auf ERF 1 zu sehen sein.

Christustag und Kirchentag werden 2015 gemeinsam gefeiert

Im kommenden Jahr wird der Christustag im Rahmen des Evangelischen Kirchentags in Stuttgart gefeiert. Der Kirchentag kommt vom 3. bis 7. Juni 2015 in die baden-württembergische Landeshauptstadt.

Weitere Informationen …

… zum Christustag und den Gästen der Veranstaltung

www.christustag.de

Dort finden Sie auch Bilder, Logos und anderes Material zum Christustag, das mit Hinweis auf die Quelle gern von Ihnen verwendet werden kann. 

Pressekontakt für Fragen zum Christustag

Thomas Brand, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, tjb at brand-kommunikation.de 

Telefon Büro: 02327 788 28 16 – Telefon Mobil: 0176 23 74 92 10

Während der Veranstaltung: 

Pressebüro im Stadion: 0711 55007-781 (oder von der Infothek/Orgathek aus per Funk ansprechen lassen)

… zum Impuls Zeit zum Aufstehen – Initiative für die Zukunft der Kirche

www.zeit-zum-aufstehen.de

Dort finden Sie alle Initiatoren, Erstunterzeichner und Mitunterzeichner sowie den kompletten Text der Initiative.

Pressekontakt für Fragen zur Initiative 

Pfarrer Steffen Kern

s.kern at die-apis.de, www.zeit-zum-aufstehen.de

Telefon Büro: 0711 96001-20 – Telefon Mobil: 0176 18570000 

Quelle: Pressemitteilung vom 19.6.14 Abschluss Christustag 2014

 

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