15.09.2017

Abtreibungszahlen senken

Bürger wünschen sich mehr Hilfe vom Staat. Wer sich trotz eines Konfliktes für das Kind entscheidet, sollte unterstützt werden

Marsch für das Leben

Berlin (idea) – Jedes Jahr werden in Deutschland über 100.000 Kinder abgetrieben. Um das zu verhindern, sollte der Gesetzgeber Schwangere, die sich trotz Konfliktsituationen zum Austragen des Kindes entscheiden, finanziell unterstützen. Dieser Ansicht ist die Hälfte der Deutschen, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (Berlin) ergab. Etwa ein Viertel der Befragten stimmte dem nicht zu. Frauen (52 Prozent) bejahten eine Unterstützung etwas häufiger zu als Männer (49 Prozent). Je älter die Befragten waren, desto größer ist die Zustimmung. Während nur 45 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 42 Prozent der 25- bis 35-Jährigen das für richtig halten, sind es unter den 55- bis 64-Jährigen 54 Prozent und den Befragten ab 65 Jahren 60 Prozent. Die Frage, ob der Bundestag Adoptionen erleichtern sollte, um Abtreibungen zu verhindern, bejahten zwei von drei Befragten (64 Prozent). Nur 15 Prozent sind dagegen. An der Umfrage beteiligten sich 2.054 Personen aus ganz Deutschland ab 18 Jahren. Auch in diesem Jahr gehen Lebensschützer in Berlin auf die Straße. Am 16. September werden beim „Marsch für das Leben“ wieder Tausende Teilnehmer erwartet. Veranstalter ist der Bundesverband Lebensrecht (Berlin). An dem Schweigemarsch nahmen im vergangenen Jahr rund 7.500 Bürger teil, die von einem massiven Polizeiaufgebot vor gewalttätigen Gegendemonstranten geschützt werden mussten.