PerspektivForum Behinderung
Dokumentation der Tagung des PerspektivForums 2011
Behindern Behinderte? Eine spannende Frage. Menschen mit Behinderungen wollen am Leben in der Gemeinschaft und der Gesellschaft teilnehmen, ganz klar. Aber kann man es Kirchen und Gemeinden zumuten, dass sie ihre Gebäude barrierefrei umbauen, damit Menschen mit Behinderungen dabei sein können? Ist es zu viel verlangt, öffentliche Gebäude mit der Blindenschrift auszustatten, damit sich Menschen mit Sehbehinderung besser orientieren können? Stellen Menschen mit Behinderungen zu hohe Ansprüche an die Gemeinde und die Gesellschaft? In der Auseinandersetzung mit dieser Frage gab es zahlreiche Gespräche und wertvolle Begegnungen, es wurden viele neue Impulse eingebracht und bereichernde Kontakte untereinander geknüpft. Sehen Sie selbst!
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10. Tagung des PerpektivForums Behinderung
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Vorstellungsbroschüre "PerspektivForum Behinderung"
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Dokumentation der Tagung des PerspektivForums 2010
Angenehm überrascht war die Deutsche Evangelische Allianz über das unerwartet hohe Interesse an ihrem 9. PerspektivForum Behinderung, das vom 18. bis 21. März 2010 in Berlin stattfand. Unter den Stichworten "Wahrnehmen, ernst nehmen, annehmen" ist das Ziel der Begegnungs- und Schulungstagen zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten beschrieben. Die Erwartungen wurden erfüllt und übertroffen. Es gab zahlreiche Gespräche und wertvolle Begegnungen, es wurden viele neue Impulse eingebracht und bereichernde Kontakte untereinander geknüpft.
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Barrierenfreiheit - Wie kann ich meine Gemeinde barrierefrei mitgestalten?
Die in der Broschüre vorgelegten Gedanken sind in Teilen die Ergebnisse der Jahrestagung 2006 des „Perspektivsforums Behinderung“ der Deutschen Evangelischen Allianz, die im Oktober auf dem „Schönblick“, christliches Gästezentrum Württemberg, in Schwäbisch Gmünd tagte. Hier werden die unterschiedlichen Erfahrungen und Wünsche der Tagungsteilnehmer dokumentiert. Dazu haben Katrin Hüttig, Roland Walter und Bernd Wittchow die einzelnen Beiträge gesichtet und unter der Federführung von Roland Walter zusammengefasst. Wir wünschen den Lesern möglichst viele Anregungen bei der Lektüre und einen maximalen Gewinn bei der Umsetzung ins Alltagsleben. Erst wenn wir in den christlichen Gemeinden ausreichend Menschen mit Einschränkungen als ganz normalen Bestandlteil des Gemeindelebens haben, ist die Gemeinde nicht mehr behindert.
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Die Würde des Menschen ist die Perle des Rechtsstaates
Die Selbstbestimmung des Menschen und die Freiheit der Forschung sind wichtige Errungenschaften und hohe Rechtsgüter. So wie jeder einzelne Mensch für sein Tun verantwortlich ist, so müssen allerdings auch Forschung und Wissenschaft ethisch verantwortet werden. Nicht alles, was möglich ist, ist darum auch schon erlaubt. Auch die neuen Erkenntnisse der sogenannten Biomedizin über die Zusammensetzung des Menschen und die gentechnischen Möglichkeiten, in menschliche Grundstrukturen einzugreifen, entlassen niemanden aus dem Spannungsfeld von Freiheit und Verantwortung. Deshalb sieht sich die Deutsche Evangelische Allianz herausgefordert, in der derzeitigen Diskussion über ethische Grundfragen des Menschseins aus christlicher Verantwortung Stellung zu nehmen.
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Das Recht des Menschen auf Leben
Frieden, Freiheit und ein hohes Maß an Wohlstand prägt unser Land und Volk. Das ist viel Grund zur Dankbarkeit. Aber die selbstkritische Betrachtung unserer Gesellschaft zeigt auch, daß diese wertvollen Güter nicht selbstverständlich zum Guten genutzt werden. Mitten im äußeren Frieden herrscht innerer Unfriede. Die Diskussion um den Beginn des Lebensschutzes für Menschen vor der Geburt und um die Frage von Selbstbestimmung und Bestimmung über das Leben anderer Menschen, deutet auf den manchmal verborgenen Machtkampf hin. Eigene Freiheit kann zur Unfreiheit für Andere führen, aber auch zur Selbstüberhebung des Menschen. Und das vermeintliche Recht auf Wohlstand kann Menschen daran hindern, eigenen Verzicht als Chance zu begreifen, anderen zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu helfen.
Das alles führt zu einer Gefährdung des Lebensrechts auch mitten in unserer rechtsstaatlich organisierten Wohlstandsgesellschaft. Deshalb hat sich der Vorstand der Deutschen Evangelischen Allianz erneut mit der Situation des Lebensrecht des Menschen befaßt und die vorliegende Erklärung erarbeitet.
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Bielefelder Manifest - Wir brauchen einander -PerspektivForum Behinderte
Vom 26. bis 29.04.1999 trafen sich 50 engagierte Christinnen und Christen aus verschiedenen Kirchen und christlichen Gemeinschaften aus Deutschland und der Schweiz auf Einladung der Deutschen Evangelischen Allianz und CHRIN (Christen für Integration e. V.) zum 2. Forum „Menschen mit Behinderungen in der christlichen Gemeinde". Sie berieten drei Tage über Möglichkeiten und Grenzen zur Integration von Menschen mit Einschränkungen in das kirchliche Leben einer konkreten Ortsgemeinde. Die Anzahl von behinderten Menschen bei dem Forum in Bielefeld war im Vergleich zum sonstigen Anteil an der Bevölkerung überproportional. Während im Regelfall ein Prozentsatz von 10 – 13 % als behindert angenommen wird, hatten wir in Bielefeld ca. 40% Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die als behindert bezeichnet werden. Dies mag erklären, warum die Wünsche eher als Forderungen mit entsprechendem Nachdruck vorgetragen werden. Im Ergebnis dieser Überlegungen verabschieden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 3. „PerspektivForum Behinderung", veranstaltet von der Deutschen Evangelischen Allianz vom 20. – 23.10.2000 in Dorfweil, dieses Manifest.
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