15.06.2017

Wittenbergstiftung: „Evangelisation ist Atem und Herzschlag der Kirche“

Von Campenhausen: Das sagen „Lausanne“ und EKD gemeinsam

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Lutherstadt Wittenberg (idea) – „Evangelisation ist der Atem und Herzschlag der Kirche.“ Das sagte der Theologische Direktor der Evangelischen Wittenbergstiftung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Pfarrer Jan von Campenhausen, am 14. Juni bei der Internationalen Konferenz der Lausanner Bewegung in der Lutherstadt Wittenberg. Dieses Bekenntnis könnten „Lausanne“ und EKD gemeinsam ablegen, so der Theologe. Zu viele Menschen hätten bereits vergessen, dass sie Gott vergessen haben: „Die Hoffnung, die wir mit dem Reformationssommer verbinden, ist es, bei den Menschen von heute Neugier auf Gott zu entfachen.“ Die Lausanner Bewegung sei ein Teil davon, so von Campenhausen. Einer der beiden Leiter der Lausanner Bewegung in Deutschland – der „Koalition für Evangelisation“ – , der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), erklärte, dass der Missionsauftrag Jesu auch heute aktuell sei, und nicht – wie manchmal behauptet – durch einen Dialog abgelöst werden müsse. Als Lausanner Bewegung in Deutschland sei man dankbar für die unverzichtbaren Impulse aus der weltweiten Arbeit und die Ermutigung, „nicht nachzulassen in der unvollendeten Aufgabe des Missionsbefehls“.

Hörsting: Es gibt keinen Automatismus, dass Kirche lebendig bleibt

Der frühere Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen, der Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, Ansgar Hörsting (Witten), bezeichnete die Lausanner Bewegung als eine Bewegung der Liebe – „der Liebe zu Gott, zu seinem Wort, seiner Welt, seinen Leuten und seiner Mission“. Wenn man etwas liebe, dann spreche man davon. „Lausanne“habe sich immer dadurch ausgezeichnet, dass sie biblische Wahrheit und Liebe, Evangelisation und ganzheitliche Arbeit miteinander verbunden habe. Hörsting: „Die Impulse der Lausanner Bewegung waren für die deutsche evangelikale Bewegung entscheidend.“ Hörsting zeigte sich schockiert, dass die Region, in der die Reformation vor 500 Jahren ihren Ausgang genommen habe, heute als eine der säkularisiertesten weltweit gelte. Das zeige aber, dass es keinen Automatismus dafür gebe, dass Kirche lebendig bleibt: „Sie braucht immer wieder inspirierende Impulse in die nächste Generation. Auf dafür steht die Lausanner Bewegung.“