09.01.2017

Allianzgebetswoche 2017

Redner unterstreichen die Einzigartigkeit Jesu Christi

Wetzlar (idea) – Mit zahlreichen Gottesdiensten hat am 8. Januar im deutschsprachigen Raum die Gebetswoche der Evangelischen Allianz begonnen. Im Jubiläumsjahr der Reformation – sie begann vor 500 Jahren – stand eine ihrer Kernaussagen „Christus allein“ im Zentrum der Predigten. Wo Luther einst mit seinem Thesenanschlag die reformatorische Bewegung auslöste – in Wittenberg –, sprach der Fernsehmoderator Peter Hahne (Berlin). Dabei vertrat er die Ansicht, dass Pfarrer und Prediger auf der Kanzel keine Parteipolitik betreiben, sondern diese den Politikern überlassen sollten. Aufgabe von Christen sei es, für Jesus Christus und seine Suche nach den Verlorenen Partei zu ergreifen. Hahne: „Unsere Partei heißt Jesus.“

Landesbischof Meister: Die biblische Vielstimmigkeit ist ein Segen

Auch führende Kirchenvertreter wirken bei der Gebetswoche mit. Der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, sprach zum Auftakt in Uelzen. Nach seinen Worten sollen „Botschafter Christi von den großen Visionen Gottes“ erzählen: „Singen wir von Gnade und Erlösung. Beten wir füreinander und für diese Welt.“ Wie Meister weiter sagte, wird oft beklagt, dass die Bibel nicht eindeutig sei und man nicht klar sagen könne, was nach Gottes Willen sei: „Aber das ist ein Segen für uns. Denn die biblische Vielstimmigkeit lehrt uns, in einer vielstimmigen Kultur zu leben.“


Allianzvorsitzender Vetter: In Jesus begegnet uns Gott auf Augenhöhe

Der neue Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Pastor Ekkehart Vetter (Mülheim/Ruhr), rief in Herne dazu auf, auch in einer multikulturellen und multireligiösen Welt die Einzigartigkeit Jesu Christi zu bekennen. In ihm begegne „uns Gott auf Augenhöhe“. Laut Vetter geht es bei der Gebetswoche um das Zentrum des christlichen Glaubens: „Wir beten Christus an. Wir hören auf sein Wort. Wir lassen uns beschenken von seiner Gnade.“

Freikirchenpräsident: Wer Jesus vertraut, hat Zukunft

Der Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen und Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, Ansgar Hörsting (Witten), sagte in Hagen, die Aussage Jesu, der Weg, die Wahrheit und das Leben zu sein, habe von Anfang an Menschen aufgeregt: „Mir selber passt es rein menschlich eigentlich nicht, dass Jesus mit diesem Anspruch auftritt. Ich hätte es gern etwas moderater.“ Aber darum gehe es nicht. Die einzige Frage sei, wie man auf diesen Anspruch reagiere. Hörsting: „Wer diesem einzigartigen Jesus vertraut, hat Sicherheit, Zukunft und eine Adresse zum Beten.“ Das zu erleben sei überzeugender als manche philosophische Debatte über das „Allein Christus“.

Sächsischer Pietist: Das Gebet ist ein unersetzliches Tun

Der Vorsitzende des Landesverbandes Landeskirchlicher Gemeinschaften Sachsen, Prof. Johannes Berthold (Moritzburg bei Dresden), predigte im Erzgebirge. Er wünsche sich und bete für eine Kirche, die bescheiden und entschieden „die Muttersprache ihres Glaubens“ spreche. Dazu gehöre ganz elementar das reformatorische „Jesus allein“, „denn er ist unsere einzige Hoffnung im Leben und im Sterben“, sagte Berthold in Pockau-Lengefeld und Hormersdorf. Er ermunterte dazu, sich vertrauensvoll an Gott zu wenden: „Gebet ist kein Ersatz für unser Tun, sondern selbst ein unersetzliches Tun.“ In Deutschland treffen sich während der Gebetswoche Christen aus Landes- und Freikirchen an rund 1.000 Orten.