Zukunftschancen für die jüngere Generation

Monatliches Allianzgebet für Februar 2008

Der Jünglinge Stärke ist ihr Preis; und graues Haar ist der Alten Schmuck. 
Sprüche 20,29

Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn; er wird’s wohl machen. 
Psalm 37,5  
Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch Zukunft und Hoffnung gebe. 
Jeremia 29,11

In unserer Stadt – wie in jeder anderen – gibt es einige Plätze, an denen man viele Teenager und Jugendliche beobachten kann. Besonders am frühen Nachmittag nach der Schule sind diese Orte gerammelt voll. Viele sind modisch gekleidet, einige reden laut miteinander. Wieder andere stehen einfach still und wartend herum. Es scheint so, dass man „cool“ und „in“ sein möchte. Man will dazu gehören. Wer will das nicht?

(c) Aldo Murillo/IstockphotoWas steckt hinter jedem einzelnen Gesicht, was bewegt das Herz eines „coolen“ Jugendlichen? Was sind die tiefen Wünsche der Generation, die in der heutigen Zeit aufwächst? Gibt es noch Werte, Ziele, Stabilität oder sogar einen Gott, den sie persönlich kennen lernen können? Manche scheinen ganz Kinder ihrer Zeit zu sein und all das abzulehnen, weil sie es nicht kennen und glauben können. Aber steckt nicht tief in ihnen doch ein Kern, der sich danach sehnt?

Gott lässt durch Jeremia sein Volk in der Gefangenschaft in Babylon durch den Zuspruch trösten, dass er ihm Zukunft und Hoffnung geben möchte.
Diese ermutigenden und aufbauenden Worte können heute von jedem entmutigten und verzweifelten Menschen gehört und verinnerlicht werden. Gott möchte durch Jesus jeden Menschen zu einem erfüllten Leben ermutigen. Dies galt und gilt gerade jenen, die das aus eigenem Antrieb nicht erreichen können – eben auch jungen Menschen, denen ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft fehlt. Ihnen gilt die Einladung, in der Begegnung mit Jesus Sinn, Stabilität und Orientierung zu finden. Gerade in der Gemeinde kann ein Ort entstehen, in dem Beter und Mentoren aus der mittleren und älteren Generation junge Leute lieben, freisetzen und fördern können.

Entscheidend sind nicht die äußeren Umstände wie Ausbildungsplatz, Geld für die neuesten Dinge oder die Dazugehörigkeit zur größten Clique. Wichtiger ist das Finden eines inneren Fundamentes, das Mut und Hoffnung für das Aufstehen am folgenden Tag bietet. Gerade morgen sollen sie hoffnungsvoller und zuversichtlicher in den Tag starten können. Dafür lohnt sich unser Gebet und Einsatz.

Niko von Abendroth, Zahnarzt, gehört zum Christus-Treff in Marburg, Mitglied im Arbeitskreis Gebet

Zur Vorbereitung und Gestaltung

Viele Gemeinden haben attraktive Jugendarbeiten, die ein willkommener Ort sind, junge Leute dorthin einzuladen. Gemeinde kann ein Ort werden, wo Jung und Alt in gegenseitigem Respekt zusammenfinden. Bevor diese Begegnung stattfinden kann, brauchen Jugendliche den Raum, wo sie in ihren Bedürfnissen gesehen und empfangen werden.

Wenn das Gebetstreffen diesen Raum bieten will, dann ist es möglich

  • auszusprechen, was man an der jungen Generation schätzt,
  • dafür zu danken, was durch junge Menschen an Energie und Möglichkeiten in die Gemeinschaft einfließt,
  • Ideen zu sammeln, wo man selbst gern helfen möchte, dass junge Menschen wieder intensiver und vermehrt die Gemeinschaft mit älteren Geschwistern aufsuchen,
  • junge Leute für ihre Altersgenossen im Gebet einstehen zu lassen, dass jene Gott begegnen und ihr Potential und ihre Kraft gewinnbringend einsetzen,
  • Jung und Alt in kleinen Gruppen miteinander beten zu lassen - es kann um Vergebung gebeten werden, wo man sich verletzt hat,
  • mit der Einladung zu enden, dass Begegnung und die Suche nach gegenseitigem Verstehen über dieses Treffen hinaus stattfinden.

Zum Beten

Dank

  • dass junge Menschen Jesus heute noch kennen lernen
  • dass junge Menschen unser Leben bereichern

Beugung

  • darunter, dass wir die Sehnsüchte und Wünsche der jungen Generation nicht ernst genommen haben
  • darunter, dass wir nicht versucht haben, junge Menschen in ihrer anderen Art zu verstehen und sie so zu akzeptieren

Bitte

  • für die Jugendlichen unserer Gemeinden, dass sie in ihrer Beziehung zu Jesus wachsen und gefestigt in die Zukunft gehen können
  • für das Finden von Wegen, wie sich junge Menschen in unserer Gemeinde wohl fühlen – unter sich und unter uns
  • für Begegnung mit jungen Menschen, die verzweifelt und ziellos sind, dass wir ihnen Botschafter Christi sein und Hoffnung vermitteln können
  • dass Veranstaltungen wie z.B. das Christival in Bremen im April/Mai 2008 junge Menschen zu einem hingegebenen und missionarischen Lebensstil unter ihresgleichen motiviert.

Zum Singen

  • Lass mir das Ziel vor Augen bleiben, zu dem du mich berufen hast
  • Bei dir Jesu will ich bleiben (EG 406)