Über Geld redet man (nicht)

Monatliches Allianzgebet für Dezember 2008

„Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft Gott um alles bitten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm!“ 
Philipper 4,6
„Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch und könnt euch doch nicht erwärmen; und wer Geld verdient, der legt es in einen löchrigen Beutel. So spricht der HERR Zebaoth: Achtet doch darauf, wie es euch geht!“ 
Haggai 1,6–7 

„Über Geld redet man nicht – Geld hat man.“ Leider stimmt dieser Spruch für die meisten Menschen nicht. Vielen Menschen, ob sie nun viel oder wenig Geld verdienen, geht es wie den Israeliten zur Zeit Haggais: Sie haben das Empfinden, dass das Geld aus ihrem Finanzbeutel nur so heraus rinnt! Sie sorgen sich um die nächste Mietzahlung, denn das Geld reicht vorne und hinten nicht. Sie geraten in Panik, wenn ein Haushaltsgerät kaputtgeht, denn sie wissen nicht, wie sie ein neues bezahlen sollen. Es überfällt sie die Angst, weil sich die Schulden aus Kreditkartenkäufen ständig mehren und die Zinslasten unerträglich werden. Man fühlt sich ohnmächtig, dagegen anzugehen, und hat keine Aussicht, dass es besser wird, denn die Preise steigen und das reale Gehalt sinkt! Es bleibt immer „zu viel Monat am Ende des Geldes“.

Doch die wenigsten Menschen heute greifen zur Bibel, wenn sie Antworten auf Geldfragen und einen Ausweg aus Geldsorgen suchen. Sie reden weder mit anderen Menschen noch mit Gott über ihre Finanzen, denn „über Geld redet man nicht“. Sie denken vielleicht, dass Gott sich nicht für ihre finanzielle Lage interessiert und schon gar nicht zuständig ist für den „schnöden Mammon“. Sie vertrauen Gott zwar in Bezug auf ihre ewige Rettung, lassen ihn aber außen vor, wenn es um den alltäglichen Umgang mit Geld geht. „Mit Gott kann man über alles reden – aber nicht über Geld!“

Jesus spricht viel über Geld. Meist übersehen wir die Tatsache, dass er mehr über Geld und Besitz gesprochen hat, als über Glaube und Gebet zusammen, oder dass z. B. 16 der 38 Gleichnisse Jesu Geld und Besitz als Thema haben. Jesus leitete uns sogar im Vaterunser an, über Geld und unsere Versorgung mit dem Vater im Himmel zu reden: „Unser täglich Brot gib uns heute“ (Matthäus 6,11).

Jesus spricht so viel über Geld, weil unser Umgang damit unser Leben maßgeblich bestimmt. Er weist darauf hin, wenn er sagt: „Niemand kann zwei Herren dienen … Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“ (Matthäus 6,24). Ein falscher Umgang mit Geld hat Sorgen, Schulden, ungute Abhängigkeiten, Unzufriedenheit, ja sogar Götzendienst zur Folge. Nicht von ungefähr sagt Jesus in Matthäus 6, wo es um unsere Versorgung geht, fünfmal: „Sorget euch nicht“.

Gott will unser Versorger sein! Ihm gehört alles! Als Eigentümer der ganzen Schöpfung verfügt er über unbegrenzte Ressourcen! Gottes Wirtschaftssystem lebt vom Teilen, vom Geben und Empfangen, vom Säen und Ernten. Diese Prinzipien haben ewigen Bestand.

Duane Conrad, Leiter von „CROWN Life ­– Finanzielle Freiheit leben“, einem Arbeitszweig von Campus für Christus Deutschland

Zum Beten

Lob und Dank

  • dass wir nicht ohne Hilfe in dieser Welt sind, denn Gott ist da
  • dass Gott unbegrenzte Macht und Mittel hat, mit denen er helfen kann
  • dass Gott uns immer wieder versorgt – auch auf wunderbare Weise
  • dass Gott sich für 100% unseres Daseins interessiert – auch für unsere finanzielle Versorgung

Buße und Bekenntnis

  • dass wir oft unsere Sicherheit im Leben woanders als bei Gott suchen
  • dass wir im finanziellen Bereich oft nicht Gottes Wege gehen
  • dass wir mit unseren finanziellen Sorgen und Ängsten zu wenig zu Gott kommen
  • dass wir oft sehen, was wir nicht haben, statt Gott zu danken für das, was wir haben

Bitte

  • dass Gott unser Herz verändert und wir lernen, Gott hinsichtlich unserer Versorgung zu vertrauen
  • dass Gott uns Mut und Demut gibt, unsere finanziellen Sorgen und Ängste mit anderen zu teilen
  • dass wir bewusster leben und die Dinge ändern, die wir ändern können
  • dass wir lernen, zufrieden zu sein mit dem, was wir haben

Zum Singen

  • Die güldne Sonne voll Freud und Wonne
  • Befiehl du deine Wege