Orte des Gebets - Orte des Glaubens
Monatliches Allianzgebet für März 2009
„Jakob kam nach Lus, im Lande Kanaan und baute dort einen Altar und nannte den Ort El-Bethel, weil Gott sich ihm daselbst offenbart hatte.“
1. Mose 35,6+7
Im Alten Testament gab es verschiedene Orte, an denen Gott sich besonders offenbarte. Man ging dorthin, um zu opfern, zu beten und Gott zu begegnen.
Obwohl das Gebet zu allen Zeiten als ganz persönliches Gebet an jedem Ort und zu jeder Zeit möglich ist, hat auch die Gemeinde des Neuen Testamentes sich an bestimmten Stellen getroffen. In Apg. 16,13 berichtet Lukas, dass Paulus in Philippi an den Fluss geht, wo er eine Gebetsstätte vermutete. Solche Orte gab es in der Geschichte der Kirche immer wieder. Oft waren das nicht einfach nur Treffpunkte, sondern es waren Orte, an denen viele Menschen besondere Gottesbegegnungen erfahren durften. Äußerlich waren das keine besonderen Häuser. Oft geschahen diese Gottesbegegnungen gerade nicht in den großen Kirchen, sondern an unscheinbaren Orten, an denen Menschen lebten, die sich von Gott gebrauchen ließen.
Ein solcher Ort ist auch das Evangelische Allianzhaus von Bad Blankenburg. Diese kleine Stadt war unter Christen kaum bekannt, als Anna von Weling im Jahr 1886 hierher kam. Aber sie hatte einen Auftrag von Gott für die Einheit der Gemeinde von Jesus. Als sie das Haus kaufte, nannte sie diesen Ort eine „Heimstatt für die Evangelische Allianz“. Die Konferenzen, die nun begannen und seitdem jährlich stattfanden, waren Gebets- und Bibelkonferenzen. Es entstand ein neuer Ort des Gebets, ein Ort der Gottesbegegnung für viele tausend Menschen. Ähnliches gab es an manchen anderen Stellen in unserem Land.
Was ist das Besondere eines solchen Ortes? Vordergründig kann man nichts finden, was ihn von anderen Städten unterscheidet. Kommt man in einen solchen Ort, von dem man schon viel gehört oder gelesen hat, in dem man eine besondere Atmosphäre erwartet, ist man vielleicht zunächst enttäuscht. Alles ist so wie anderswo auch. Aber wenn man sich auf einen solchen Ort einlässt, für Gottes Reden offen wird, mit einer Haltung des Gebets eine Freizeit oder eine Konferenz erlebt, dann erfährt man Gottes Handeln und Reden. Hundertfältig ist das an vielen solchen Gebetsorten passiert, dass Menschen von Gott gepackt wurden.
Und woran liegt es, dass es hier geschieht und woanders nicht in dieser Weise? Ich weiß es nicht. Es ist ein Geheimnis, dass Gott offenbar solche besondere Orte gebraucht, Orte des Segens, geistliche Zentren, Stätten seiner besonderen Gegenwart.
Allerdings hat er diese Orte in unsere Hand gegeben. Wir dürfen darin leben, wir müssen sie gestalten, wir wollen sie weiterführen. Das tun wir auch hier im Evangelischen Allianzhaus gerade jetzt mit dem großen Umbau, den wir im vergangenen Jahr begonnen haben und im Sommer 2009 fertig stellen
wollen. Es ist unser Gebet, dass Gott hier weiterhin einen Ort des Segens hat, dass Menschen hier und an vielen anderen Orten in unserem Land den Herrn Jesus Christus in besonderer Weise erleben können. Weitere Informationen zur Geschichte und dem Umbau im Allianzhaus finden Sie im Internet unter www.wirbauengemeinsam.de.
Reinhard Holmer, Direktor des Allianzhauses
Zur Vorbereitung und Gestaltung
Orte des Glaubens und Gebetes in Deutschland finden
Eine Deutschlandkarte besorgen und Orte des Glaubens und des Gebetes eintragen. Dabei auch auf Orte aus anderen Glaubenstraditionen achten – Konferenz- und Tagungsstätten, Kommunitäten, Freizeitheime, Akademien, diakonische Einrichtungen usw.
Es könnte auch der Einflussbereich deutlich gemacht werden, den solche Orte für die Umgebung haben im Sinn von „Leuchttürmen“ des Glaubens.
Dabei könnten auch Stätten in den Blick kommen, die früher mal solche Orte waren, wo es aber heute kein geistliches Leben mehr gibt.
Exemplarisch die Kurzbiografie einer Person bekannt machen
Geistliche Orte entstanden durch geistliche Persönlichkeiten. Ein Beispiel in Form einer Kurzbiografie aufzeigen, am Besten aus der eigenen Region, z.B.:
- Anna von Weling für Bad Blankenburg
- Friedrich von Bodelschwingh für Bethel
- Heinrich Kemner für Krelingen
Zum Beten
Lob und Dank
- für Gottes Orte auch in unserem Land, an denen Menschen gesegnet wurden und werden
- für Väter und Mütter, die mit Weitblick und Glaubensmut in Häuser investierten und damit Orte des Segens geschaffen haben
- für den Glaubensmut von Anna von Weling, das Evangelische Allianzhaus in Bad Blankenburg zu gründen
- für die Allianzkonferenz in Bad Blankenburg, von der viele Glaubensimpulse für unser Land ausgingen und ausgehen
Buße und Bekenntnis
- für das Nichtbeachten von Gottes Geschichte an gesegneten Orten – die Geschichte beginnt nicht mit uns!
- für die Gleichgültigkeit, mit denen wir auf Sorgen und Probleme von gesegneten Orten reagieren und sie vielleicht innerlich leichtfertig aufgeben
Bitte
- dass Gott die Segensgeschichte in Bad Blankenburg und anderen Orten des Glaubens fortführt
- für die Umbauarbeiten in Bad Blankenburg, die dafür nötigen Finanzen und die Architekten und Handwerker
- dass immer wieder neue Orte des Segens entstehen, an denen Menschen in besonderer Weise Gott erfahren können
Zum Singen
- Anna von Weling: Die Kirche steht gegründet

