Missionare in und aus Deutschland

Monatliches Allianzgebet für Februar 2017

Grüßt die Priska und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus, die für mein Leben ihren Hals hingehalten haben und denen nicht nur ich danke, sondern alle Gemeinden unter den Heiden. Römer 16,3

Auf der Missionsreise nach Griechenland lernt Paulus in der Stadt Korinth ein Flüchtlingsehepaar kennen. Aquila und Priska mussten aus Rom fliehen, weil sie dort als Juden nicht erwünscht waren. Doch dieses Fluch- und Fluchtwort „Alle Juden raus aus Rom“ hat Gott in reichen Segen verwandelt. Paulus, Aquila und Priska freunden sich an, alle drei arbeiten als Zeltmacher und wissen sich zugleich als Missionare von Jesus Christus berufen. Ihr Auftrag ist es, Jesus als alleinigen Herrn und Retter bekannt zu machen. Bei Paulus, dem großen Völkerapostel, ist das offensichtlich, bei Aquila und Priska wird es durch ihren Dienst im Hintergrund erkennbar. Sie arbeiten in ihrem Beruf und werden gleichzeitig zu wichtigen Säulen des missionarischen Gemeindeaufbaus. Das können wir besonders aus den Briefgrüßen des Paulus entnehmen. Die beiden haben offenbar Paulus begleitet und eine Gemeinde in Ephesus gegründet (Apg. 18,26 und 1.Kor. 16,8-20). Später kehren sie als Ehepaar nach Rom zurück. Paulus hat Pläne, in Spanien das Evangelium bekannt zu machen, und für diesen Einsatz will er die Gemeinde in Rom gewinnen, sich an dem Missionseinsatz zu beteiligen. Aquila und Priska weiß er dort als große Unterstützer seiner Arbeit. 

Weltweit und auch aus Deutschland wurden und werden Missionare entsandt. Doch vieles hat sich im Laufe der letzten hundert Jahre geändert. Missionare kommen inzwischen aus dem Ausland auch nach Deutschland, doch sie arbeiten in ihrem erlernten Beruf und haben dennoch eine sendende Gemeinde und einen starken Beterkreis hinter sich. Darunter befinden sich philippinische Gastarbeiter, die als Hausangestellte oder medizinisches Personal arbeiten, nigerianische Pastoren, brasilianische Fußballspieler, Missionare aus Südamerika und Afrika und viele andere mehr. 

Eine Gemeinde in Nairobi hat deutsche Missionare aufgenommen, die mit ihnen zusammenarbeiten. Da wird echte Partnerschaft in Afrika gelebt. Die Gemeinde in Nairobi z.B. trifft sich jeden Samstag für eine Stunde zum Gebet für Deutschland. Weil viele Gemeinden weltweit die geistliche Not in Europa und Deutschland sehen, senden sie nun nach Europa und Deutschland Missionare oder sogenannte Zeltmacher aus. Unter Zeltmachern versteht man in Anlehnung an Aquila und Priscilla Missionare, die in ihrem erlernten „weltlichen“ Beruf arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. 

Einige Missionswerke in Deutschland haben diese Veränderung in der weltweiten Arbeit erkannt und helfen ausländischen Missionaren hier in Deutschland Fuß zu fassen. „Jesus Unites“ (www.wiedenest.de) wurde ins Leben gerufen. Es ist ein Versuch, an mehreren Tagen eine Plattform zu bilden, dass fremdsprachige Gemeinden in Deutschland ein Netzwerk mit deutschsprachigen Gemeinden und Missionswerken aufbauen, um sich im Dienst gegenseitig zu stützen.

Hinweise zur Gestaltung

  • Laden Sie Missionare aus Deutschland und anderen Ländern, die weltweit und in Deutschland arbeiten, in ihre Gemeinde ein. Beim Allianz-Gebetstreffen, aber auch im Gottesdienst oder Gebetskreis der Gemeinde, kann diese Person wichtige Einblicke in den Dienst geben.
  • „Überlegen Sie auch, wo Sie oder Ihre Gemeinde einem Missionar für seinen Dienst praktische Hilfe geben kann, etwa eine Wohnung oder ein Fahrzeug bereitstellen oder einem ausländischen „Zeltmacher“ beim Lernen der deutschen Sprache helfen.
  • Die oftmals langen Briefgrüße des Apostel Paulus zeigen die enge Verbundenheit zwischen ihm und den Gemeinden. Nehmen Sie durch Brief, Telefon oder Internet Kontakt zu Missionaren auf, ermutigen Sie Missionare, regelmäßig Infos aus dem weltweiten Dienst zu schicken und vor allem – beten Sie für die Missionare.
  • „Der Männergebetsbund (MGB) und DFMGB (Deutscher Frauen-Missions-Gebetsbund) bieten dazu regelmäßige Treffen und Material an. www.männergebetsbund.de www.dfmgb.de Dort können Sie auch eine Gebetskarte anfordern, die Ihnen beim Beten für Missionare helfen kann.

Zum Beten

Danken wir

  • für die vielen Missionare, die aus Deutschland in den letzten Jahrhunderten zu Völkern gesandt wurden, um ihnen die rettende Botschaft von Jesus zu bringen. Berücksichtigen Sie dabei besonders die Missionare aus Ihrem Ort.
  • dass in vielen Ländern Gemeinden gewachsen sind, die nun selber wieder Mission auf dem Herzen haben.
  • dass Gemeinden aus „früheren“ Missionsländern nun selbst Missionare ins „Missionsgebiet Deutschland“ senden.

Bekennen wir

  • dass Mission oft in den Hintergrund gerückt wurde, Missionare mangels Unterstützung gar nicht erst ausgesandt wurden oder zurückkehren mussten.
  • dass Gemeinden in Deutschland oft mehr Finanzen in den Erhalt ihrer Gebäude investieren als Menschen in die weltweite Missionsaufgabe zu senden.

Bitten wir

  • dass zwischen ausländischen Missionaren und Gemeinden in Deutschland ein fruchtbarer Dienst für das Reich Gottes erwachsen darf.
  • dass Gottes Mission, nämlich dass „Menschen Rettung in Jesus Christus erfahren“, an erster Stelle des Gemeindeauftrages steht.
  • „Beten Sie, dass in Ihrer Gemeinde sich ein Team bildet, das Mission in der Gemeinde lebendig hält.
„Kirche lebt von der Mission wie das Feuer vom Brennen.“
Emil Brunner

Liedvorschläge

  • Herr wir stehen Hand in Hand
  • Nun aufwärts froh den Blick gewandt

Detlef Garbers, Sinsheim, DMG (früher Deutsche Missionsgemeinschaft), Leiter des Arbeitskreises Gebet der Deutschen Evangelischen Allianz