"Mensch, wo bist Du?"

Monatliches Allianzgebet für Mai 2009

Kirchentag als Chance

Was für eine Frage! Über 100.000 Dauerteilnehmer werden es vermutlich sein, die vom 20. – 24. Mai 2009 zum Kirchentag in Bremen kommen. 250.000 sollen es beim Abend der Begegnung sein. Und das in einer Stadt mit 550.000 Einwohnern! Ein Alptraum für Bahn, Straßenbahn, Busse. Die Unterbringung: eine logistische Meisterleistung. Geschlafen wird in Schulen, Gemeinden, Privatquartieren und Hotels. Die sind schon seit langem gebucht. Alle! Im Dezember wurde bereits Hamburg als Ausweichort genannt, 120 km entfernt!

Über 2.000 Veranstaltungen werden beim Kirchentag angeboten. Man muss sich entscheiden: Abend der Begegnung, Gottesdienste, Bibelarbeiten, Feierabendmahl, Gute-Nacht-Café, Markt der Möglichkeiten. Die Vorbereitung ist riesig. Es geht ganz demokratisch zu. Fast. In den Leitungskreis zu einer Veranstaltung wird man – wer weiß nach welchen Kriterien – berufen. Dort wird alles besprochen, diskutiert, entschieden. Der Konsens wird gesucht. Die Zeit der Grabenkämpfe ist vorbei. Man respektiert einander. Aber die definitiv letzte Entscheidung wird im Präsidium getroffen, ohne Einsicht von außen.

Die Evangelische Allianz in Bremen hat sich entschlossen, sich in den Kirchentag einzubringen und Wege zu finden, um das Evangelium und die Menschen zusammen zu bringen. Wir wollen ein positives Zeichen setzen und Menschen mit der Nachricht von Jesus Christus bekannt machen. Deshalb seien hier von den vielen missionarischen Aktionen zwei näher beschrieben.

1. Eine eigene Bühne:

Die Evangelische Allianz Bremen, der EC-Verband und verschiedene andere Mitarbeiter (CVJM z.B.) haben eine eigene Bühne zugesagt bekommen. Die steht im Rahmen des Kirchentages an der Weser, die so genannte Weserbühne. Auf der Bühne wird von 11 bis ca. 22 Uhr ein missionarisches Programm angeboten. Musik, Kleinkunst, Ansprachen. Alle Möglichkeiten sollen genutzt werden, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Vor der Bühne sind Mitarbeiter, die dies versuchen. Die Weserbühne – eine erstklassige Anlaufadresse.

2. Zentrum Gemeinde in der Innenstadt, in der Liebfrauenkirche:

Donnerstag bis Samstag von 11 bis 13 Uhr. Da empfehlen wir besonders den Freitag-Vormittag mit dem Thema: „Jesus: Für dich gestorben. Das wäre doch nicht nötig gewesen?“ Dabei sind Referenten mit thematischen Impulsen und Praxisbeispielen. Eine absolut lohnende Veranstaltung.

Außerdem, gleichzeitig an den drei Tagen: Workshop-Angebote im Dom-Gemeindehaus. Fast nebenan. Mit den Themen, die missionarische Gemeindearbeit betreffen.

Zwei Angebote von 2.000! Also, das Programmheft studieren, studieren, studieren. Und dann sehen, dass man reinkommt und Platz findet (bei der Open-air-Bühne natürlich nicht!).

Und dann plant die Evangelische Allianz noch etwas: sie will Gebetszellen einrichten. Über die Stadt verteilt. In alle Himmelsrichtungen. Dazu möchte ich Mut machen, auch über Bremen hinaus: bebetet den Kirchentag!!! Damit der Heiland sich Raum schafft und viele Menschen erreicht und verändert.

Pastor Bernd Bierbaum

Zur Vorbereitung und Gestaltung

Wenn Sie nicht selber teilnehmen, sind wir dankbar, wenn Sie mit Gebetstreffen an Ihrem Ort den Kirchentag begleiten. Suchen Sie Verbündete

  • um sich abzusprechen und jeweils allein zu Haus zu beten
  • um vielleicht eine oder mehrere Gebetsgruppen einzurichten

Lesen Sie Zeitung und informieren Sie sich in den Medien

  • über die positiven Chancen
  • über die verführerischen Möglichkeiten (die Kirchentagspräsidentin Karin von Welck hat just angekündigt: „Keine Tabus und alle Grenzen offen.“ Ist da überall noch Kirche, wo Kirche draufsteht?)

Zum Beten

Dank

  • dass es den Kirchentag gibt
  • dass so viele (junge) Leute dahin kommen

Beugung

  • darunter, dass so viele den Kirchentag nicht ernst nehmen
  • dass der Pluralismus der Kirchentags-Angebote manche im Glauben eher verwirren kann

Bitte

  • für die Veranstalter um Kraft, Gesundheit, Vollmacht
  • für die Teilnehmer, dass sie zu den „richtigen“ Adressen gehen
  • dass der Kirchentag zum Anlass wird, den eigenen Lebensstil zu überprüfen
  • dass sich die Teilnehmer dauerhaft zu Hause missionarisch einsetzen
  • für eine Berichterstattung, die die geistlichen Inhalte in die Mitte stellt

Zum Singen

  • Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind
  • Jesus, wir sehen auf dich