Jugendkultur

Monatliches Allianzgebet für April 2011

„Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.“  Johannes 4,13–14

„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“  Johannes 14,6

Szene 1

Mit einem unsicheren Lächeln steht er im Scheinwerferlicht, das jede Unreinheit der Haut sichtbar werden lässt. Sein Herz klopft mit dem seiner Mutter im Wartesaal um die Wette und dann soll er singen. Die Augen der Jury und der Kameras sind auf ihn gerichtet und noch bevor er den ersten Ton rausbringt, machen sie sich über ihn lächerlich. Millionen Deutsche schauen zu, wie sich wieder ein Teenie blamiert – auf der Suche nach Anerkennung.

Szene 2

Selbstbewusst schaut er den Abhang hinab. Die Menge johlt und jubelt. Noch einmal konzentrieren, einmal alles aus sich herausholen, noch einmal den Ner- venkitzel spüren, das Adrenalin, das aufsteigt und ihn völlig beherrscht. Die völlig konzentrierte Leere seiner Gedanken führt zum Rausch. Er stößt sich ab, seine Ski beschleunigen mit der Blitzzahl der Fotografen, er springt, dreht sich, rotiert um die eigene Achse und landet rückwärts im Getobe der Menge. Gesponsert, bejubelt und verehrt riskiert er alles – auf der Suche nach Leben.

Szene 3

Jeden Tag leuchten ihr die roten Zahlen der Waage entgegen: 35 kg. Das ist zu viel! Sie sieht ihren dicken Bauch im Spiegel und hasst ihn. Sie packt ihr Pausenbrot ein und wirft es auf dem Schulweg in die Mülltonne. Sie rennt zur Schule. Jeden Tag, so wie sie auch mittags immer rennt. Auf der Party abends ist sie ganz normal. Sie tanzt, sie lacht, trinkt und isst und später beugt sie sich hinter einen Busch und übergibt sich. Wie immer – auf der Suche nach Liebe.

Drei Beispiele von Jugendlichen auf der Suche nach echtem Leben. Drei Bei- spiele von Jugendlichen, die sich nach Liebe und Anerkennung sehnen und dafür bereit sind zu leiden, an ihre Grenzen zu gehen und blamiert zu werden. Sie sind nicht faul, oder nicht etwa bereit, einen Preis dafür zu zahlen. Im Gegenteil! Sie sind bereit, alles dafür zu tun! Sie sind bereit alles zu riskieren und alles zu opfern. Sie gehen weite und viele Wege um zu finden, was sie suchen. Doch sie finden es nicht. Die Anerkennung ist meist nur kurz und bedingt durch Schönheit und Talent, wenn es gut geht. Das Glück nur ein kurzes Gefühl, das Geld gekostet hat. So viele Jugendliche sehnen sich nach echter Anerkennung und Wertschätzung, nach bedingungsloser Liebe und Treue und nach einem Leben, das Sinn macht und erfüllt. Weil sie es nicht kennen. Weil so viele Eltern versagt haben und keine Liebe geben konnten. Weil so viele Christen versagt haben und zu bequem und auf sich selbst fokussiert waren, so dass die wertvolle Nachricht vom Sinn des Lebens die Jugendlichen nie erreicht hat. Viele Aspekte der Jugendkultur sind ein Schrei nach Anerkennung, Liebe und echtem, erfüllendem Leben! Und Jesus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Aber viele Jugendliche wissen das schlicht nicht! Sie bleiben durstig und trinken aus den falschen Quellen. Und zwar so lange, bis Jesus ihnen zu trinken gibt – vielleicht durch dich! Denn es wird Zeit, dass sie befreit werden!

Tobias Schöll ist verheiratet mit Jana und ist als Jugendevangelist bei „Friends“ sowie im Christus-Treff Marburg für Kinder- und Jugendarbeit angestellt.

Hinweise zur Gestaltung

Einstieg

Legen Sie ein leeres A3 Plakat in die Mitte und sammeln Sie nun Assoziationen, die der Gruppe spontan zu Teenagern und Jugendlichen einfallen und schreiben Sie sie auf. Schauen Sie sich anschließend ein paar Minuten der Sendungen „Germany‘s next Topmodel“, „Deutschland sucht den Superstar“, oder „die Model-WG“ an.

Und/oder

Schauen Sie sich eine passende Sendung von „KarachoTV“ an (www.karachotv. de). Hier werden Jugendliche zu ihrem Leben und Glauben befragt. (Sendung „Mike sucht einen neuen Weg“, „Malte weiß, wo die Glocken hängen“)

Und/oder

Schauen oder hören Sie sich ein paar typische Musiktitel/-videos an (Bushido, Beyonce, Lady Gaga, Rihanna, Sido o.a.)

Und/oder

Kaufen sie ein paar Jugendzeitschriften („Bravo“, „Popcorn“, „Hey!“), einfach, um mal wieder darin zu blättern und wieder eine Idee davon zu bekommen, um was sich das Leben der Teenager und Jugendlichen dreht – vordergründig. Verteilen Sie die Zeitschriften und lassen Sie eine Collage auf mehrere A3-Poster kleben. Jedes Poster sollte unter einer Überschrift stehen, welche aus den Zeitschriften generiert wird (Hauptthemen der Hefte). Anschließend verteilen Sie Zettel und Stifte und geben Sie ein wenig Zeit, um sich mit der Frage zu beschäftigen „wo habe ich in meinem Leben Kontaktflächen mit Jugendlichen und wie erlebe ich diese?“. Tauschen Sie sich anschließend darüber aus.

Material

Beamer, Laptop, Internet (damit die Videos live aus dem Internet angeschaut werden können), oder laden Sie sich die Sendungen zuvor aus dem Internet auf den Laptop. Kugelschreiber, Zettel, 4 A3-Poster, Videos oder Zeitschriften, Kleber, Scheren

Praktische Ideen

Unterstützung der städtischen Arbeit, Finanzierung eines Streetworkers, Anbieten von Nachhilfe/Hausaufgabenhilfe, Initiierung eines evangelistischen Jugendgottesdienstes, Erhöhung des Budgets für die Jugendarbeit, Miteinbeziehung von Jugendlichen in den Gottesdienst, Ältere werden Mentoren für Jugendliche, regelmäßiges Gebet für Jugendliche, Besuche im Jugendgefängnis, Jugendzelt auf dem Stadtfest, Bürgermeister fragen, wo die Stadt im Bereich „Jugend“ Unterstützung braucht, usw.

Zum Beten

Dank und Lob

  • dafür, dass es Teenies und Jugendliche in unserer Stadt gibt und sie mit ihrer Kreativität und Verrücktheit unsere Gesellschaft bereichern
  • für die vielen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, die sich (in Gemeinden & städtischen Einrichtungen wie Jugendzentren, Feuerwehr, Sportvereine, Orchester, usw.) leidenschaftlich für Teenager und Jugendliche einsetzen

Buße

  • dafür, dass wir die Jugendlichen oft als Ärgernis und nicht als Geschenk empfinden
  • dafür, dass wir zu schnell über sie richten und nicht hinter die Fassade schauen
  • dafür, dass wir uns nicht bemüht haben, den Jugendlichen unserer Stadt die erlösende und überlebenswichtige Botschaft „Jesus“ zu bringen

Bitte

  • um Mut und Leidenschaft bei uns Christen, uns für diese junge Generation einzusetzen
  • darum, dass sich Jesus über diese junge Generation erbarmt und ihr mit seiner Liebe begegnet und ihre verletzten Seelen heilt
  • für die Jugendarbeit in Ihrer Stadt (die Arbeit der Gemeinden und der Stadt) um neue Ideen, wie die Gemeinden Ihrer Stadt auf die Suche der Jugendlichen reagieren können

Zum Singen

  • Du bist der Weg und die Wahrheit und das Leben
  • Leben aus der Quelle, leben nur aus dir