Gemeinsam evangelisieren - ProChrist

Monatliches Allianzgebet für Februar 2009

Gemeinsam: „Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.“
Johannes 17,22–23
Evangelisieren: „Gleich wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“  Johannes 20,21

Die Überschrift konfrontiert uns mit zwei Herausforderungen, die geistlicher und organisatorischer Art sein können. Heute setzen wir uns eher mit den geistlichen Herausforderungen auseinander, denn für das Organisatorische gibt es ProChrist. Der Verein ist Dienstleister für die Gemeinden – mit zahlreichen Seminaren, Materialien, Beratern und der Geschäftsstelle. Die Besonderheit der ProChrist-Evangelisationen ist ja, dass vieles zentral vorbereitet wird, damit der Aufwand in der Gemeinde klein bleiben kann und mehr Zeit für die Gastgeberrolle und die Gäste zur Verfügung steht.

Die Einheit oder, besser gesagt, „ein gemeinsamer Auftritt“ ist ein biblisches Prinzip. Warum? Damit die Welt Jesus erkennt! Somit entspricht eine öffentliche und gemeinsame Verkündigung, wie zum Beispiel bei ProChrist, dem Evangelium. Jesus ist nicht der Privatgötze für eine religiöse Nische. Er ist der Herr der Welt. Außerdem ist es ein Akt der Barmherzigkeit an den völlig unterschiedlichen Menschen, viele unterschiedliche Gemeinden in die Vorbereitung (Trägerkreis) einzubeziehen.

Nehmen Sie einmal folgende Ereignisse während Ihrer ProChrist-Woche am Veranstaltungsort an: „Ein Drogenabhängiger bekehrt sich oder ist am Glauben interessiert.“  Welche der teilnehmenden Gemeinden kann diesen Gast begleiten und integrieren? Da wäre es doch wichtig, die Gemeinden im Boot zu haben, die eine „Gossenarbeit“ anbieten, Erfahrung haben und die mit diesem Gast mehr als nur drei Freundlichkeiten austauschen können. Wahrscheinlich wäre eher in Richtung der Jesus- Freaks oder der Heilsarmee zu suchen.
„Eine ältere Witwe, Studienrätin bekehrt sich, oder ist am Glauben interessiert.“ Auch Jesus-Freaks? Wohl eher nicht. Diese Dame würde sich wohl eher in einer konservativen Gemeinde mit schönem Gebäude oder Ähnlichem wohlfühlen. Verstehen Sie das Bild? Jeder Trägerkreis sollte für eine öffentliche Evangelisation den Gemeindequerschnitt abbilden, der in etwa der Bevölkerung am Ort entspricht. Es ist Barmherzigkeit Gottes, dass wir viele unterschiedliche christliche Gemeinden haben dürfen.

Heute gibt es zahlreiche Missverständnisse, was unter Evangelisation verstanden wird. Evangelisation ist die Verkündigung, die sich an Menschen richtet, die noch nicht an Christus glauben. Das geschieht durch die acht ProChrist-Abende öffentlich, aber genauso im persönlichen Gespräch und der Kleingruppe. Evangelisation ist die Sendung der ganzen Gemeinde durch den auferstandenen Jesus zum Dienst in der Welt. Wer mit Jesus lebt, wird in diese Such- und Rettungsbewegung mit hineingezogen. Es geht nicht um ProChrist als Organisation. Es geht darum, dass Jesus bekannt wird und Menschen mit ihm in Verbindung kommen. Dazu will unser Herr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der christlichen Gemeinden gebrauchen.

Michael Klitzke, ProChrist e.V.

Zur Vorbereitung und Gestaltung

Schauen Sie die ProChrist-Info-DVD an. Sie kann unter 0561/93779–0 bestellt werden.
Tauschen Sie Ihre Eindrücke aus, auch wenn Sie persönlich oder Ihr Ort nicht an ProChrist 2009 beteiligt ist.

Besprechen Sie:

  • Was fördert oder hindert die gemeinsame Evangelisation an Ihrem Ort?
  • Sind die anderen christlichen Gemeinden Konkurrenten?
  • Wie sollten Gemeinden miteinander umgehen, damit sie Licht für die Welt sind?
  • Sind wir in der Lage, evtl. Unterschiede (Taufverständnis, Formen...) für ein gemeinsames Ziel hintenan zu stellen?
  • Wo liegen Ängste, Nachteile, Vorteile und Chancen einer Evangelisation mit vielen Gemeinden?

Unterscheiden Sie im Gespräch zwischen

  • dem Wunsch nach eigenem Wachstum in der Gemeinde und
  • der Freude am Wachstum der Nachbargemeinde. Was muss geistlich ge­schehen, damit ich mich am Wachstum der Nachbargemeinde auch freuen kann? Und wie mag unser Herr das wohl sehen?

Schreiben Sie eine Art „Selbstverständnis“ für die Durchführung von ProChrist 2009 (oder in zwei Jahren) an Ihrem Ort. Laden Sie dann andere Gemeinden an Ihrem Ort ein, sich an ProChrist 2009 oder an der Planung für später zu beteiligen.

Zum Beten

Lob und Dank

  • Wir dürfen öffentlich werben, einladen und evangelisieren. Das war nicht immer selbstverständlich.
  • Für die Missionswerke, die Evangelisationen für die Gemeinden vorbereiten und durchführen
  • Für über 1.000 Orte in Europa, die ProChrist 2009 durchführen werden
  • Für die Live-Ausstrahlung von ProChrist 2009 über den ASTRA-Kanal von ERF

Buße und Bekenntnis

  • Dass wir andere christliche Gemeinden gering geschätzt haben
  • Dass wir uns zu wenig Mühe gemacht haben, Geschwister in anderen Gemeinden zu finden
  • Dass uns manch unwichtigere Themen mehr beschäftigen als Evangelisation
  • Wir tragen zusammen, was wir aus den gemeinsamen Gesprächen erkannt haben (s. o.).

Bitte

  • Um Liebe zu den Menschen unserer Region
  • Um Einheit der christlichen Gemeinden an unserem Ort und einen breiten Trägerkreis für ProChrist 2009
  • Für das Gelingen der zentralen Veranstaltung von ProChrist in Chemnitz
  • Um einen Blick für neue Mitarbeiter
  • Für gelingende Werbung und Öffentlichkeitsarbeit an unserem Ort