Laos 2014

Statistische Informationen

Fläche: 236.800 km²
Einwohner: 7 Millionen
Hauptstadt: Vientiane 286.000
Bevölkerung: Ein komplexes Gemisch aus 138 Gruppen, Großgruppen: Lao Tai 59 %, Mon Khmer 31%, Hmong Mien 7%
Religionen: Religionen: 57 % Buddhisten, 35% Stammesreligionen 4% Nichtreligiöse 3,4% Christen (2,7 % Protestanten, 0,7 % Katholiken)

Unterdrückung und Verfolgung

Obwohl Religionsfreiheit in der Verfassung verankert ist, versucht die kommunistische Regierung, das religi.se Leben mit einem System obligatorischer Registrierung unter Kontrolle zu halten. Die Behörden behalten alle christlichen Aktivitäten im Lande fest im Blick. Christen sind häufig mit behördlicher Willkür konfrontiert. Das Regime geht vor allem gegen Mitglieder von Hausgemeinden vor. In der Liste der Länder, in denen Christen laut dem Hilfswerk Open Doors am meisten verfolgt werden, steht Laos auf Platz 21.

Aktuelle Situation

Die Kirche hat seit der Machtübernahme der Kommunisten 1975 sehr gelitten. Mehr als 90% aller christlichen Leiter verließen 1975 das Land. Das Christentum wurde „eine Lügenreligion, die die laotischen Sitten verletzt“ genannt und als Staatsfeind Nr.1 gebrandmarkt. Die Kirche in der Hauptstadt Ventiane wurde durch Spione unterwandert, Verfolgung und Einkerkerung der Gläubigen nahmen in den letzten Jahren immer mehr zu. 
Laos ist eines von den fünf verbliebenen marxistisch-leninistischen Ländern der Welt und steht folglich jedem als westlich empfundenen Einfluss Laos feindlich gegenüber. Um die Kontrolle zu behalten, setzt die kommunistische Partei die kleine christliche Minderheit im Land unter enormen Druck, da sie Christen als „Agenten des Auslands“ betrachtet. Laos ist eines der fünf Länder, in denen der Theravada Buddhismus (die älteste buddhistische Tradition) befolgt wird. Der buddhistische Glaube ist tief in Land und Gesellschaft verankert. Es gilt als weithin akzeptiert, dass Laos und der Buddhismus untrennbar zusammengehören und dass dem Buddhismus zu jeder Zeit die vorrangige Stellung im Land zusteht. Jeder, der von den üblichen Verhaltensnormen abweicht, gerät ins Fadenkreuz der Obrigkeit und wird überwacht.
Alle Kategorien von Christen, seien es traditionelle Kirchen, Konvertiten oder nicht-traditionelle Protestanten, stehen unter strikter Überwachung und hohem Druck. W.hrend die traditionelle und anerkannte Lao Evangelical Church (LEC) gewisse Freiheiten genießt, sehen sich neuere, ihr nicht angeschlossene protestantische Bewegungen der Forderung der Regierung gegenüber, entweder Teil der LEC oder der Kirche der Siebenten-Tags Adventisten zu werden. Angeblich will die Regierung hiermit „Disharmonie“ vorbeugen und hat anderen protestantischen Denominationen keine offzielle Registrierung genehmigt. Daraus folgt, dass ihre Aktivitäten illegal sind und Drohungen, Verhaftungen und andere Schikanen nach sich ziehen können.
Christen mit einem Stammeshintergrund – was die meisten der Christen in Laos umfasst – leiden am meisten. Immer wieder werden einige von ihnen verhaftet, eingesperrt und unter Druck gesetzt, ihren Glauben aufzugeben. Das gilt besonders für Christen aus dem Stamm der Hmong, die teilweise sogar getötet werden. Als Verfolger tritt oft die Armee in Erscheinung, wenn zum Beispiel Kirchen angegriffen werden, in denen christliche Flüchtlinge Zuflucht suchen.
Die Regierung scheint in der auf den Buddhismus reduzierten Religion ein wichtiges Werkzeug gefunden zu haben, um das vorrangige Parteiziel zu erreichen: den Machterhalt. Wenn man berücksichtigt, dass Laos direkte Nachbarn Vietnam und Myanmar dieselbe Strategie verfolgen, den Buddhismus und den Kommunismus aneinander zu binden, wenn auch auf anderen Ebenen, dann sind kaum Anreize zur Verbesserung der Menschenrechte zu erwarten – am allerwenigsten für die christliche Minderheit, deren Unterdrückung vorrangig auf ihre Ethnie zurückzuführen ist. Dies wird auch durch die Tatsache unterstrichen, dass die größten Investoren in Laos, China, Vietnam und Thailand sind – Länder, die sich ganz sicher nicht für die Einhaltung der Menschenrechte in Laos interessieren. 

Gebetsanliegen

  • „Mut und Standhaftigkeit für die Christen im Land
  • „Freiheit für die Gefangenen und jene, die unter Hausarrest stehen.