Arbeitskreis für Religionsfreiheit

Der Arbeitskreis für Religionsfreiheit (AKREF) der Deutschen Evangelischen Allianz und die Kommission für Religionsfreiheit der Weltweiten Evangelischen Allianz

Der Einsatz gegen die Unterdrückung der Religionsfreiheit ist der Evangelischen Allianz schon in die Wiege gelegt worden. Bereits bei den ersten internationalen Konferenzen im 19. Jh. spielte die Religionsfreiheit eine zentrale Rolle. Man setzte sich für verfolgte Christen anderer Konfessionen ein, aber auch damals schon für Baha’i und Zeugen Jehovas! 1855 besuchte eine hochrangige internationale Kommission den türkischen Sultan und erreichte wesentliche Erleichterungen für einheimische orthodoxe Kirchen. Zur gleichen Zeit setzte sich eine andere Kommission beim russischen Zar gegen die Unterdrückung der Evangelischen im Baltikum ein. Seit über 150 Jahren ist die Evangelische Allianz nicht nur ein Zusammenschluss von Christen, sondern auch eine der ältesten Menschenrechtsorganisationen.

Die Weltweite Evangelische Allianz hat deswegen eine eigene ‚Kommission für Religionsfreiheit‘ eingerichtet, die seit 1997 auch einen Beraterstatus bei den Vereinten Nationen besitzt und jährlich offizielle Berichte an die UNESCO übergibt. Das Ziel der Kommission ist es, in Zusammenarbeit mit den ca. 140 Nationalen Evangelischen Allianzen für Religionsfreiheit im Sinne von Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung für Menschenrechte einzutreten, sowohl durch Mobilisierung von Christen im Gebet, als auch durch Informieren von Regierungen, der säkularen Presse und durch die Zusammenarbeit mit anderen Menschenrechtsorganisationen. Die Kommission hat 12 Mitglieder aus allen Erdteilen und 20 führende Politiker aus aller Welt als Berater. Für Mitteleuropa ist dort Thomas Schirrmacher aktiv, als Berater der Bundestagsabgeordnete Hermann Gröhe. Direktor ist der Pfarrer der finnisch-lutherischen Kirche Johan Candelin, Vorsitzender der Rechtsanwalt und Parlamentsabgeordnete John Langlois von der Kanalinsel Guernsey.

Der jährliche Weltweite Gebetstag für verfolgte Christen im November ist das Herzstück der Arbeit. Daneben informiert die RLC regelmäßig ca. 2.300 Parlamentarier in aller Welt mit recherchierten Hintergrundberichten über aktuelle Fälle von Christenverfolgung und Zerstörung der Religionsfreiheit. Außerdem gibt es einen regelmäßigen weltweiten E-Mail-Gebetsinformationsdienst.

Dem deutschen ‚Arbeitskreis für Religionsfreiheit – Menschenrechte – Einsatz für verfolgte Christen‘ (AKREF) der Deutschen Evangelischen Allianz gehören Pastoren, Menschenrechtler und Politiker an. Vorsitzender ist der württembergische Pfarrer Dr. theol. Paul C. Murdoch, der acht Jahre in Pakistan gelebt hat, Geschäftsführer ist der Ethiker und Religionswissenschaftler Dr. mult. Thomas Schirrmacher.

Kernstück der Arbeit ist das Gebet. Das Vorbereitungsheft für den jährlichen Gebetssonntag wird allen Gemeinden und Christen zur Verfügung gestellt. Wir bitten so viele Gemeinden wie möglich, diesen Gottesdienst einmal im Jahr durchzuführen, möglichst am zweiten oder dritten Sonntag im November oder in der Zeit dazwischen. In der Woche dazwischen bietet sich das Thema auch für Hauskreise und andere Gemeindeveranstaltungen an. 14tägig versenden wir die wichtigsten Nachrichten an Entscheidungsträger, Presse und Interessierte und ebenso 14tägig Gebetsanliegen in deutscher Sprache per E-Mail an einen wachsenden Kreis von Betern.

Daneben stehen Veröffentlichungen (vor allem das Jahrbuch ‚Märtyrer‘ als idea-Dokumentation jeweils im Oktober), Teilnahme an Konferenzen und Hearings und die Information von Entscheidungsträgern und den Medien auf dem Programm. Dabei will der Arbeitskreis nicht die verdienstvolle Arbeit von Menschenrechtsorganisationen (z. B. Int. Gesellschaft für Menschenrechte, Amnesty International, Gesellschaft für bedrohte Völker) und für verfolgte Christen arbeitende Missionswerke (z. B. Hilfsaktion Märtyrerkirche, Offene Grenzen, CSI, Hoffnungszeichen, Aktionskomitee für verfolgte Christen, Gebende Hände) ersetzen, sondern Christen mobilisieren den Einfluss einzusetzen, den Christen nur haben können, wenn sie gemeinsam und geschlossen auftreten.

Weitere Informationen

Weitere Informationen, Kontaktadressen sowie aktuelle Meldungen und Gebetsinformationen finden Sie auf den Seiten des Arbeitskreises.