Editorial

Weltweiter Gebetstag für verfolgte Christen am 13. November 2016

Am Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen
am 13. November 2016 nehmen Christen und Gemeinden
aus über 100 Ländern auf allen Kontinenten teil, in „freien“ Ländern, ebenso wie in den betroffenen Ländern selbst. 

Sollte kein Gottesdienst zur Verfügung stehen, regen wir an, andere Veranstaltungen in der Woche diesem Thema zu widmen. Einige Gemeinden stellen sogar alle Veranstaltungen einer Woche, also etwa Jugendkreise, Hauskreise und Bibelstunden, unter dieses Thema.

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Wir rufen alle christlichen Gemeinden dazu auf, einen Sonntag im Jahr einen Gottesdienst im Gedenken an unsere verfolgten Mitchristen und im Gebet für weltweite Religionsfreiheit zu gestalten.

Täglich liefern uns die Medien unzählige leidvolle Nachrichten. Angesichts dieser bedrückenden Informationsflut ist es berechtigt zu fragen, warum wir uns auch noch dem Leid von verfolgten Christen aussetzen sollten?

Die Antwort ergibt sich unter anderem aus Johannes 16, 33: Weil wir als Christen herausgefordert sind, nicht bei der Gleichgültigkeit stehen zu bleiben. Weil wir im Vertrauen darauf, dass Christus diese Welt überwunden hat, Mut fassen können, um hinzusehen und um uns einzusetzen. Dies gilt ganz besonders im Hinblick auf Christen, die weltweit Opfer von Gewalt und Diskriminierung werden und die kaum Fürsprecher haben.

Der Sonntag der verfolgten Kirche ist dabei ein wichtiger Anlass. Zum einen erinnert er uns als Kirchgemeinden und als Einzelne daran, für bedrängte und verfolgte Glaubensgeschwister zu beten. Das Gebet ist und bleibt die wichtigste Tat, die wir tun können. Gottes Möglichkeiten beginnen ja gerade dort, wo wir Menschen an unsere Grenze stoßen.

Zum anderen verschaffen wir der Not Öffentlichkeit, etwa durch Gottesdienste. Dies ist ebenfalls sehr wichtig. Indem wir die Situationen von Opfern religiöser Diskriminierung und Gewalt in der Öffentlichkeit thematisieren, geben wir ihnen eine Stimme, die immer lauter wird, bis sie nicht mehr ignoriert werden kann.

Schon jetzt herzlichen Dank an alle, die in diesem Jahr mithelfen, den Verfolgten eine Stimme zu geben.