Wie neu geboren (Freitag, 15.01.)

Freitag, 15. Januar 2016

Lukas 15, 21 – 24
„Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße. Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Kleid hervor und tut es ihm an und gebt ihm einen Fingerreif an seine Hand und Schuhe an seine Füße und bringt das Kalb, das wir gemästet haben, und schlachtet es. Lasst uns essen und fröhlich sein. Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.“

Ergänzende Bibeltexte:
Jes. 61,10; 1. Petrus 1, 3,18,19

Ich fühle mich wie neu geboren.“ So kann man es von jemandem hören, der nach einem erquickenden Bad allen Dreck, Schweiß, alle Mühsal eines harten Tages los ist. Vielleicht hat auch so mancher Flüchtling, der in unser Land kommt, schon so gefühlt oder gesprochen. Vielleicht sogar wir selbst.

„Ich fühle mich wie neu geboren.“ So mag auch der Rückkehrer in der Geschichte von Jesus gerufen oder gefühlt haben. Mit Zittern und Zagen kam er in unwürdigem Zustand nach Hause in der Hoffnung, bei seinem Vater Unterschlupf und das Notwendigste zum Überleben zu finden. Und dann das!

Der Vater läuft ihm entgegen und setzt ihn mit allen Rechten und Pflichten als Sohn ein, ohne Wenn und Aber, mit Siegelring, Festkleidern und -schuhen, mit einem Willkommensfest, trotz aller Vergangenheit.

Da hat sein Leben tatsächlich ganz neu begonnen. Er konnte das nicht erwarten und schon gar nicht selbst bestimmen. Er kam in Demut und Buße und wurde überschüttet von der Güte und Liebe des Vaters.

Wie sehr und wie oft sehnen wir uns danach, wie der verlorene Sohn das Alte zurückzulassen und neu anzufangen? Es ist möglich! Der Herr Jesus Christus lädt uns dazu ein. „Wer zu mir kommt, den will ich erquicken“, sagt er. Wer bei ihm all das Alte, den Schmutz und die Sünde seines Lebens ablegt, den macht er neu durch seinen Heiligen Geist. Er repariert nicht unser altes Wesen. Er legt sein eigenes, göttliches Wesen und Leben in uns hinein, eine ganz neue Schöpfung, ein neues Denken, Reden und Verhalten. Er selbst sorgt auch dafür, dass dieses neue Leben jeden Tag gestärkt und erneuert wird und wachsen kann. Deshalb können wir mit Paulus froh ausrufen: „Nun lebe nicht mehr ich, Christus lebt in mir“ (Galater 2, 20).

Dieses Christusleben ist bleibend, unvergänglich, gilt für jeden Tag, reicht in die Ewigkeit hinein und wird dort mit und bei unserem Herrn Jesus Christus vollendet. So darf dieses Wort „Ich fühle mich wie neu geboren“ zur Gewissheit werden: „Ich bin neu geboren.“ Jesus hat es mir geschenkt. Gott sei Dank!

Horst Weippert, Gärtringen

Gestaltungsvorschlag:

Das Ankommen des verlorenen Sohnes beim Vater nach- stellen: Alte, schmutzige Kleidung ausziehen, neue, saubere Kleidung anziehen. Und nachempfinden: „Ich fühle mich wie neu geboren!“

Gebet:

Das Ankommen des verlorenen Sohnes beim Vater nach- stellen: Alte, schmutzige Kleidung ausziehen, neue, saubere Kleidung anziehen. Und nachempfinden: „Ich fühle mich wie neu geboren!“

Gebetsimpulse:

Dank

  • dass du bis heute Neues gewirkt hast, in unserem persönlichen Leben und in dieser Welt
  • dass es bei dir möglich ist, Altes abzulegen und neu anzufangen, neu geboren zu werden, Neues zu denken, zu reden und zu tun

Buße

  • dafür, dass wir in unserem Leben unsere Lasten, Sünden, altes Leben manchmal behalten und nicht zu dir gebracht haben
  • dafür, dass wir unsere eigenen Gedanken und Pläne aus- führen und nicht auf das Reden deines Geistes und Wortes achten

Bitte und Fürbitte

  • dass dein Geist Menschenherzen an unserem Ort und in aller Welt bewegt und sie neu anfangen können
  • dass du jeden von uns an jedem Tag erneuerst und stärkst
  • dass du durch deinen Geist konkret in deiner Gemeinde gegenwärtig bist, handelst und sie zu einem Zeugnis für dich befähigst

Thematische Fürbitte:

Nutzen Sie die folgenden Stichworte, um Ihre Fürbitte ausführlich vor Gott zu bringen: 

  • Kirchen / Gemeinden / Ehrenamt / Schlüsselpersonen in Kirchen und Gesellschaft
  • Bedeutung des Wortes Gottes / Ehrfurcht vor Gott, seinem Wort, seiner Schöpfung
  • Evangelische Allianz weltweit, in Europa und vor Ort / Evangelisches Allianzhaus in Bad Blankenburg

Liedvorschläge:

  • Kommt atmet auf, ihr sollt leben

 Ein Impuls zum Gebetsabend: 

„Jesus versöhnt“: Das 6. Christival lädt ein!

Nach 2008 in Bremen ist es im kommenden Mai wieder soweit: Vom 4. bis 8. Mai 2016 startet in Karlsruhe das nächste Christival. Der viertägige Kongress junger Christen findet 40 Jahre nach dem ersten Christival (1976 in Essen) zum sechsten Mal statt. Diesmal geht es zentral um das Thema „Jesus versöhnt ...“, genauer: um Versöhnung zwischen Gott und mir – Versöhnung zwischen mir und anderen – Versöhnung zwischen mir und der Schöpfung. Die Christival-Veranstalter um den Vorsitzenden Karsten Hüttmann rechnen mit rund 15.000 „Christivallern“. Die jungen Christen wollen ihren Glauben in der großen Gemeinschaft mit anderen feiern und gemeinsam überlegen, wie sie das große Thema Versöhnung in ihr alltägliches Leben transportieren und fest verankern können. Beter für Veranstalter, Aktive und Teilnehmer sind herzlich willkommen! (Info: www. christival.de)