Jugendgebetsabend

Der verlorene Sohn

Möglicher Ablauf am Abend:

19:30 Uhr: Entspanntes Ankommen, Knabbersachen, Musik im Hintergrund
20:00 Uhr: Begrüßung, Einbettung des Abends in die Allianzgebetswoche, Gebet
20:15 Uhr: Spiel als Icebreaker: „Voice Activated Pong“  (kostenfreier Download
                  hier: www.soft-ware.net/voice-activated-pong). Lässt sich super mit
                  beliebigen Gruppengrößen spielen, z.B. Jungen gegen Mädchen.
                  Technische Ausstattung: Laptop und Beamer.
20:25 Uhr: Erklärung der Stationen (Ablauf)
20:30 Uhr: Stationen (mit Hintergrundmusik)
21:10 Uhr: Video zum Verlorenen Sohn (https://www.youtube.com/watch?v=wk8ix0MClz0)
21:20 Uhr: Kurzer Impuls; Inhalt könnte sein: Gott schafft für jeden einen
                   Neuanfang, der zu ihm umkehrt. Auch Familie ist nicht perfekt. Aber
                   jedes Familienmitglied ist von Gott angenommen, und Familie kann
                   nur mit gelebter Vergebung funktionieren.
21:25 Uhr: Lied: „Vater, ich komme jetzt zu dir“
21:30 Uhr: Vaterunser und Segen 

Die Idee der Veranstaltung

Die Idee des Abends ist, die Geschichte des „Verlorenen Sohnes“ einmal aus Familiensicht zu beleuchten. Das Bild von „Familie“ und das Thema von „Vergebung und Neuanfang“ stehen dabei im Mittelpunkt.

Jede(r) Teilnehmende kann sich in 4 Phasen frei an 4 verschiedenen Stationen bewegen. In jeder Phase nimmt er/sie eine andere Perspektive ein. In Phase 1 ist man ganz bei sich selbst. In Phase 2 versetzt man sich in die Perspektive (s)eines Vaters/(s)einer Mutter hinein und antwortet auch aus deren Sicht. In der 3. Phase wechselt man in die Perspektive der (eigenen) Geschwister, und in Phase 4 am Ende versucht man aus Gottes Perspektive Antworten zu geben. Jede Phase wird beendet mit einer kurzen Gebetszeit in Gruppen an der Station, an der man gerade steht. Dabei werden die Themen der Station aufgenommen.

Die biblische Geschichte „Der verlorene Sohn“ wird am Ende des Abends in einem Video kreativ erzählt und in einem abschließenden Impuls zum Thema „Vergebung und Neuanfang“ aufgegriffen. Dabei soll verdeutlicht werden: Jede(r) braucht einen Neuanfang bei Gott; Familie kann nur mit gelebter Vergebung funktionieren.

Vorbereitung:

Schaffe im Raum 4 Stationen, an denen geschrieben werden kann (Wände oder Tische). Über jeder Station steht eine eigene Überschrift: Station 1 „Ausbruch aus dem Alltag“; Station 2 „Grenzenloser Alltag“; Station 3 „Ent-Täuschung des Alltags“; Station 4 „Versöhnung im Alltag“.

An jeder Station liegen/hängen 4 große Blätter (mind. DIN A3, besser Flipchart), die hintereinander geheftet sind, sodass man zuerst nur das oberste sehen kann. Die Überschriften der einzelnen Blätter wiederholen sich an jeder Station, aber die Fragen variieren. Blatt 1 trägt den Titel „Du“. Blatt 2 ist mit „Eltern“ überschrieben usw. (s.u.) Lasse zwischen den Fragen genügend Platz für geschriebene Antworten. Jede Phase wird von der/dem Leitenden des Abends angesagt (z.B. mit akustischem Signal angekündigt). Nachdem eine Phase beendet ist, wird das vorderste Blatt nach hinten geklappt. Dann beginnt die nächste Phase. Lege an jede Station genügend Filzstifte bzw. Eddings sowie Klebepunkte bereit.

Station 1: „Ausbruch aus dem Alltag“ 

Blatt 1: Du

  • Was sind Herausforderungen in einer Familie?
  • Wenn du etwas in deiner Familie sofort ändern könntest – was wäre das?

Blatt 2: Eltern 

  • Was sind Herausforderungen in einer Familie?
  • Wie kannst du als Elternteil deine Kinder unterstützen?
  • Was kannst du noch von deinen Kindern lernen?

Blatt 3: Geschwister

  • Was hat dein Bruder/deine Schwester in der Familie für ein Standing? 
  • Was hat er/sie für dich freigekämpft? 
  • Was hast du ihm zu verdanken? 

Blatt 4: Gott 

  • Was war dein Gedanke, als du Familien geschaffen hast?

Station 2: „Grenzenloser Alltag“ 

Blatt 1: Du

  • Stell dir vor, du bist 30 Jahre alt – was willst du bis dahin alles erlebt haben
  • Welche Menschen helfen dir dabei – und welche stehen dir gerade im Weg?
  • Welchen Lebenswert hast du aus deiner Erziehung am meisten mitgenommen?
  • Für welchen Lebenswert möchtest du später mal besonders bekannt sein?Klebe einen Punkt hinter deinen Favoriten:
    Erfolg, Familie, Reichtum, Wissen, Weisheit, Disziplin, Treue, Ehrlichkeit, Glaubensfestigkeit, Toleranz, Höflichkeit, Rücksichtnahme
    Wenn dir ein wichtiger Punkt fehlt, schreib ihn hier auf!

Blatt 2: Eltern

  • Was wünschst du dir für die Zukunft deines Kindes?
  • Welche Hindernisse des Lebens warten auf dein Kind?
  • Wie kannst du ihm dabei helfen?

Blatt 3: Geschwister 

  • Wie stolz bist du auf deinen Bruder/deine Schwester?
  • Was möchtest du unbedingt mal genauso machen wie er/sie? 
  • Wo ist er/sie kein Vorbild für dich?

Blatt 4: Gott 

  • Welche Werte sind dir wichtig?

Station 3: "Ent-Täuschung des Alltags"

Blatt 1: Du

  • Wo kommst du schnell an deine persönlichen Grenzen?
  • Wie gehst du mit eigenem Versagen um?

Blatt 2: Eltern 

  • Wo fällt es dir schwer, Versagen vor deinen Kindern einzugestehen? 
  • Welche Gründe gibt es dafür?
  • Wenn dein Kind Mist baut: Bevorzugst du den Weg der Strafe oder den Weg der Kommunikation?

Blatt 3: Geschwister

  • Worüber streitest du oft mit deinen Geschwistern?
  • Wie werden diese Streitereien gelöst?
  • Wo fühlst du dich manchmal benachteiligt in der Familie? 

Blatt 4: Gott 

  • Wieso hast du keinen perfekten Menschen geschaffen?

Station 4: „Versöhnung im Alltag“

Blatt 1: Du 

  • Welche Rolle spielt das Thema „Vergebung“ in deinem Leben? 
  • Was hindert dich manchmal, um Vergebung zu bitten?
  • Wo freust du dich im Leben über Hilfe?

Blatt 2: Eltern

  • Wodurch wird Vergebung in der Familie möglich?
  • Wie sollte mit Entschuldigung und Neuanfang in der Familie umgegangen werden?

Blatt 3: Geschwister

  • Wie gehst du damit um, wenn dein Bruder/deine Schwester scheinbar doch Recht hat? 
  • Kannst du gut vergeben?

Blatt 4: Gott

  • Warum ist dir Vergebung so wichtig? 

Benjamin Schneider ist Mitarbeiter im Christus-Treff Marburg