Einsam oder gemeinsam - mit Kindern beten
Hinführung:

Einstieg:
Die Kinder und Erwachsenen warten vor der Tür, bis es Zeit ist, sie alle gleichzeitig in den Raum zu lassen. Es wäre gut, wenn es ein Saal ist. Die Kinder werden einzeln zu ihren Stühlen gebracht und völlig vereinzelt hingesetzt.
Moderator/in:
steht mit einem Fernglas da und versucht die Kinder damit zu entdecken. Eventuell spricht er/sie über eine Anlage mit „Echo-Klang“, begrüßt die Kinder und Erwachsenen sehr herzlich und heißt sie willkommen: Es ist schön, dass ihr da seid, so können wir gemeinsam singen, Geschichten hören, beten, spielen und es genießen, dass wir beieinander sind. Es ist so richtig schön, wenn man etwas gemeinsam machen kann...
Mitarbeiter, der zwischen den Leuten sitzt, ruft dazwischen: Sag mal, findest du es nicht merkwürdig, dass alle so weit auseinander sitzen? Ich fühle mich auf jeden Fall ganz schön einsam.
Es wird ein Schild für alle sichtbar befestigt: „einsam“.
Aktion:
Alle Kinder und Erwachsenen dürfen sich neue Plätze suchen. Nun wird darauf geachtet, dass sie alle nah beieinander sitzen.
Lied „Halli, hallo, herzlich willkommen“
Kinder feiern Jesus, Nr. 4
Das Schild wird erneuert.
Nun steht dort „gemeinsam“
Lied „Lasst uns miteinander“
Meine Lieder deine Lieder, Nr. 73
Moderator/in:
Gemeinsam geht vieles besser, z.B. das Singen.
Alleine kann man keinen Kanon singen, das hört sich nicht so schön an.
Alleine kann man nicht gut Fußball oder Tischtennis spielen. Selbst Fernsehen macht mit anderen zusammen mehr Spaß. Es ist besser, wenn man zusammen eine Arbeit erledigt und nicht alleine davor steht. Da ist man viel schneller fertig und es fühlt sich gar nicht mehr so anstrengend an.
Hier seht ihr noch ein anderes Beispiel, was gemeinsam besser geht:
Anspiel
Mitarbeiter (M) mit Rucksack und Wanderkarte kommt herein. Im Rucksack sitzt eine Handpuppe (HP), die alles kommentiert:
HP: | Duhu, sind wir jetzt endlich daha? |
M: | Fast! Fast sind wir da! |
HP: | Das dauert aber lange... Sind wir jetzt endlich daha? |
M: | Du, jetzt nerv‘ nicht herum. Ich muss eben nur noch mal auf die Karte schauen, ob wir an der richtigen Stelle gelandet sind. |
HP: | Sind wir jetzt an der richtigen Stelle? |
M: | Du, wenn du noch lange quängelst, stopfe ich dich in den Rucksack und mach den Reißverschluss zu. |
HP: | Das wäre aber schade! |
M: | Finde ich nicht! |
HP: | Doch, ich finde es für dich schade! |
M: | Für mich??? Na, das musst du mir mal erklären. – So, jetzt sind wir endlich da. |
HP: | Na, ein Glück. Mir tun vielleicht die Füße weh! |
M: | Dir??? Ich bin doch den ganzen Weg gelaufen und habe dich getragen. |
HP: | Aber meine Füße waren ziemlich eingequetscht. Und außerdem habe ich dich auch getragen. |
M: | Du? Mich? |
HP: | Klar, ich habe dich auf den Arm genommen! |
M: | Das stimmt, aber unter „tragen“ verstehe ich etwas anderes. |
HP: | Duhu? |
M: | Ja? |
HP: | War dir heute langweilig? |
M: | Nein. |
HP: | Warum nicht? |
M: | Weil du mir einen Witz nach dem anderen erzählt hast. |
HP: | Aha! Und hattest du auf dem Weg Angst? |
M: | Manchmal wusste ich nicht genau weiter aber da hast du mir Mut gemacht und mir vertraut. |
HP: | Und hast du etwas Neues entdeckt? |
M: | Ja, als du mir den rostigen Eimer gezeigt hast. Und als du gesagt hast, ich soll endlich einmal aufhören über deine Witze zu lachen, weil du den Vögeln zuhören willst. Und als du mir die Schnecke auf dem Fliegenpilz gezeigt hast. Und als du gesagt hast: Manchmal duftet der Wald und manchmal stinkt er. |
HP: | Hattest du Zeit zum Nachdenken? |
M: | Nicht direkt. Aber ich musste andauernd nachdenken, weil du mich lauter Löcher in den Bauch gefragt hast. Warum, wieso, weshalb Gott etwas gemacht hat. Puh, da wusst ich auch nicht alles. |
HP: | Bist du nun schlauer geworden? |
M: | Nein, schlauer nicht gerade, aber glücklicher. Mir fiel durch deine Fragerei auf, dass Gott alles sehr schön gemacht hat. |
HP: | Du bist jetzt müde, nicht wahr? |
M: | Ja, das bin ich jetzt wirklich. |
HP: | Aber ist dir der Weg zu lang geworden? War ich dir zu schwer? |
M: | Nein, der Weg wurde mir nicht zu lang und du warst nicht zu schwer zu tragen. Es war schön, mit dir unterwegs zu sein. |
HP: | Siehst du!!! |
M: | Was „siehst du“? |
HP: | Ich habe dich den ganzen Weg über getragen. Kein Weg ist zu lang mit einem Freund an der Seite. Oder besser: Auf dem Rücken! |
M: | Stimmt, du hast mich getragen. |
Verkündigung
Apostelgeschichte 12,1-17 (in Auszügen)
(Die Verkündigung wird hier nur in Stichworten aufgeschrieben und muss noch mehr ausgeführt werden. Teile der Geschichte werden mit den Kindern und Erwachsenen zeitgleich nachempfunden und später umgesetzt.)
Gemeinsam geht vieles besser, z.B. kann man besser gemeinsam beten.
Petrus saß im Gefängnis. Er war eingesperrt worden, weil er von Jesus erzählt hatte. Er wurde schwer bewacht und hatte keine Chance wegzulaufen. Er hatte keinerlei Aussicht auf Hilfe.
Die Gemeinde, das sind die anderen Leute, die an Jesus glaubten, trafen sich Tag und Nacht, um für Petrus zu beten.
(In die Mitte wird ein großes Kreuz gestellt als Symbol für Jesus. Alle Kinder und Erwachsenen setzen sich nun um das Kreuz.)
Alle ihre Sorgen um Petrus sagten sie Jesus. Sie baten ihn, es auf sein Herz zu nehmen und barmherzig zu sein. Alle zusammen beteten sie: Die Kinder und die Erwachsenen. Sie brauchten sich gegenseitig.
Z.B. könnten sie gebetet haben (für jedes Beispiel wird ein Zettel an das Kreuz geheftet:)
Jesus, pass bitte gut auf Petrus auf, verlasse ihn nicht.
Bitte hole ihn aus dem Gefängnis heraus.
Du weißt, wie sehr wir Petrus brauchen.
Jesus, du bist der Größte, du kannst mehr als alle Menschen zusammen.
...
Plötzlich klopfte es draußen an der Tür (ein Klopfen an der Tür ist zu hören). Rhode ging nachsehen (es sieht jemand an der Tür nach). Sie fragte: „Wer ist da?“ „Ich bin es, Petrus!“ Rhode war so überrascht, dass sie zu den anderen rannte: „Petrus steht draußen vor der Tür!“ Sie war so überrascht gewesen, dass sie vergessen hatte, Petrus die Tür zu öffnen.
Petrus klopfte immer weiter an die Tür. Dann machten sie ihm wirklich die Tür auf (ein Mitarbeiter kommt als Petrus verkleidet hinein). Alle waren völlig aufgeregt. Da bat Petrus um Ruhe und fing an zu erzählen, wie er aus dem Gefängnis befreit worden ist....
„Ohne eure Gebete wäre ich nie aus dem Gefängnis gekommen. Vielen Dank euch allen.“
Gebetsgemeinschaft:
Alle Anwesenden werden in Kleingruppen geteilt (3-4 Personen, Kinder und Erwachsene gemischt). Sie sollen zwei bis drei Gebetsanliegen suchen und jeweils auf einen Zettel schreiben.
Wenn alle fertig sind, wird gebetet: Die Gebetsanliegen werden vorgelesen und anschließend immer an das Kreuz geheftet. So sind sie an der richtigen Stelle.
Lieder:
- „Wenn die Last der Welt dir zu schaffen macht“, Kinder feiern Jesus,
- Nr. 139 „Bist zu uns wie ein Vater!, Kinder feiern Jesus, Nr. 146
Carola L‘hoest, Praxisdozentin am Gnadauer Theologischen Seminar, Falkenberg



