... trotz Widerstand und Rückschlägen
Freitag, 14. Januar 2011
„Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt. – Und wer ist‘s, der euch schaden könnte, wenn ihr dem Guten nacheifert? Und wenn ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Fürchtet euch nicht vor ihrem Drohen und erschreckt nicht.“
(1. Petrus 3,9+13+14)
Ergänzender Text: Nehemia 4,1–9
Gut gelaunt mache ich mich mit dem Auto auf den Weg zu meiner Tochter. Die A1 zwischen Bremen und Hamburg ist zwar zurzeit eine einzige Baustelle, aber heute Morgen läuft es gut. Nur noch wenige Kilometer, dann bin ich am Ziel. Ich fahre in den Elbtunnel, und da passiert es. Als ich das Licht anschalte, bremst der Wagen aus voller Fahrt plötzlich deutlich ab. Oh Schreck! Was ist das? Instinktiv tue ich das Richtige. Ich schalte einen Gang herunter und gebe dann wieder Gas. Und es klappt, langsamer zwar, aber ich kann noch weiterfahren und erreiche schließlich mein Ziel. Später in der Werkstatt erfahre ich, dass der Fehler in der Elektronik lag. Es gab einen Kurzschluss beim Anschalten des Fernlichts.
Dies Erlebnis wurde mir zum Bild für so manche Erfahrung in der Arbeit im Reich Gottes. Da ist scheinbar alles in Ordnung, der Weg und das Ziel sind klar, aber auf einmal bremst etwas. Es gibt unerwarteten Widerstand und die Geschwindigkeit muss deutlich zurückgenommen werden. Zunächst ist nicht ganz klar, wo der Fehler liegt. Aber bei genauer Prüfung kommt es dann heraus. Neue Aufgaben, Überforderung der Mitarbeiter oder Mangel an Vertrauen können solch ein Hindernis sein. Schlimmer noch ist es, wenn Streit untereinander und Anfeindung von außen die Arbeit unmöglich machen. Und eigentlich brauchen wir uns auch gar nicht zu wundern, wenn der Feind die Kinder Gottes behindern und die Arbeit stoppen will.
Was ist dann zu tun? Aufgeben? Klein beigeben? Nein! Jetzt sind das beharrliche Gebet und die mutige Tat angesagt. Wenn das Ziel stimmt und wir im gemeinsamen Gebet vereint sind brauchen wir keine Angst vor den Widerständen zu haben, denn unser Herr ist immer noch größer als alle Hindernisse dieser Welt.
Marieluise Bierbaum, Lehrerin i. R., Bremen
Zum Beten
Dank und Anbetung
- Ich muss nicht vergelten und beleidigen
- Ich darf segnen und Gutes wünschen
- Ich bete den an, der mir dazu die Kraft gibt
- Ich stimme in den Dank und die Anbetung ein – Jesus gehört die Ehre, trotz Rückschlägen und Niederlagen
Buße und Beugung
- Dass ich zu oft auf die Hindernisse schaue
- Dass ich mich beeindrucken lasse vom Drohen der Gottlosen
- Dass ich Angst habe vor dem Leid und der Benachteiligung
Bitte und Fürbitte
- Prüfe mich Herr, ob ich dein Ziel im Auge habe
- Führe mich ins Gebet, dass ich erkenne, was das Gute ist
- Stärke mich, dass ich segne, die mir Schaden zufügen wollen
- Mache mich bereit, dass ich um der Gerechtigkeit willen Leid annehme
Micha-Initiative: Swasiland - HIV und AIDS
In Swasiland waren 2007 26% aller 15- bis 49-Jährigen mit dem HIV-Virus infiziert. Auch in den umliegenden Ländern des südlichen Afrikas sind die Raten enorm hoch. Wir bringen alle direkt und indirekt von der Krankheit betroffenen Menschen vor Gott. Neben einer besseren Präventionsarbeit bitten wir um die nötige seelsorgerliche Unterstützung und medizinische Versorgung der Kranken durch Kirchen, Organisationen und staatliche Behörden.
Zur Gestaltung zwei Möglichkeiten
- Eine Spielszene: „Barrieren gegen Gebet und Dienst“ – Telefonterror gegen Christen: Drohen, Einschüchterung, Manipulation, Vergeltung – auf der einen Seite.
Angst, Leiden, Furcht, Rückschläge, Sorge oder Gebet und Dienst auf der anderen Seite. - Oder eine Antwort auf die Verleumdungskampagne in der Zeitung: (drei Beter beraten, wie und ob sie gegen diesen Leserbrief etwas unternehmen)
„Schon wieder traf sich eine Handvoll „Heiliger“. Was soll dieser Gebetszauber in aller Öffentlichkeit?. Das ist doch alles nur eine fromme Show. In Wirklichkeit sind das Sektierer. Diese Leute wollen nur von ihrer eigenen Schlechtigkeit ablenken. Sie sind fromme Angeber. Man sollte solchen Spinnern das Handwerk legen.“ N.N.
Zum Singen
- Bewahre uns Gott, behüte uns Gott (EG 171)
- Ein feste Burg ist unser Gott (EG 362)
- Ich bin entschieden, zu folgen Jesus
- Wo jeder Recht hat, alles zählt




